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News: Like auf facebook: Ingrids-Welt - Die Reisecommunity

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  24.Mai 2018 08:27:46

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 Thema: Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017  (Gelesen 4493 mal)
beate2

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Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 05.November 2017 19:37:14 »
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Hallo,

nun sind wir schon wieder einige Tage zurück von unserer Tour in den brasilianischen Pantanal. Also wird es Zeit, mal mit dem Reisebericht zu beginnen. Obwohl, ich hatte noch selten so wenig Antrieb, einen Reisebericht zu verfassen. Einfach weil diese Reise so überhaupt nicht unsere Erwartungen erfüllt hat.

Aber mal von Anfang an:

Der/das Pantanal stand schon jahrelang auf meiner to-do-list. Aber ich wusste einfach nicht, wie ich das Ganze angehen soll. Da kam mir der Bericht von Ingrid im Forum genau richtig. Dort konnte ich dann nachlesen, wohin man fliegen muss, welche Lodges (Pousadas) schön sind, etc. Also nützte ich die Gelegenheit und began zu buchen.

Flug und Mietwagen war ja kein Problem. Die Probleme kamen mit der Buchung der Unterkünfte. Vor allem entlang der Pantaneira schienen alle Pousadas nur auf Gruppen-Tourismus ausgerichtet zu sein. Wir bekamen einige male die Auskunft, wir müssten eine geführte Tour ab Cuiaba buchen, um in der Pousada übernachten zu können. Nachdem wir auch kein portugiesisch sprechen, war das immer etwas schwierig, klarzustellen, dass wir Selbstfahrer sind und keinen Tourguide/Fahrer brauchen oder haben.

Irgendwann hatten wir dann aber alle Buchungen erledigt und die Reise konnte beginnen. Wir fingen langsam an, wir haben ja Zeit. Also gab es einen Flug von München nach London. Dort übernachteten wir in einem Airport-Hotel. Am nächsten Tag gings weiter nach Rio. Hier hatten wir uns ausnahmsweise mal ein Business-Ticket gegönnt, bei BA gabs gerade ein sehr günstiges Angebot. So lies sich dieser lange Flug ganz gut überstehen.





Unser Hotel in Rio:





In Rio nahmen wir auch nur ein Airport-Hotel, denn am nächsten Vormittag gings ja schon weiter zu unserem Endziel Cuiaba. Dort hatten wir auch ein Hotel gleich am Airport gebucht. Wie wir feststellen konnten, war das eine wirklich gute Wahl. Gleich gegenüber war eine Rotizeria, die wir natürlich gleich noch ausprobieren mussten, obwohl es im Hotel ein gutes Restaurant gab. Aber wir lieben es, in Einheimischen-Lokalen zu essen.




Am nächsten Morgen gingen wir gleich nebenan zum Autovermieter und holten unser Auto, einen Renault Duster. Das Abenteuer konnte beginnen.


LG
Beate







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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 05.November 2017 19:54:21 »
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Hallo Anna,

wir waren insgesamt 5 Wochen unterwegs, davon 3 Wochen im Pantanal und ein paar Tage im Nationalpark Chapada.

Beate
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 05.November 2017 21:36:10 »
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Hallo Ingrid,

ja, anscheinend waren unsere Erwartungen wirklich zu hoch. Überall wird geschrieben, der/das Pantanal sei "die Serengeti Südamerikas". Und da wir schon zweimal in der Serengeti waren, haben wir wahrscheinlich wirklich so viele Tiersichtungen wie dort erwartet. Aber es ist natürlich klar, im Dschungel kann man nicht so viele Tiere sehen wie in der offenen Steppe!  shocked

Bei uns ist es unterdessen wahrscheinlich wirklich so, dass wir "übersättigt" sind. Wir waren gerade in den letzten Jahren so oft in soviel verschiedenen Ländern mit soviel verschiedenen Highlights unterwegs, dass es kaum noch was zu toppen gibt. Das ist zwar einerseits schade, andererseits läuft uns auch die Zeit davon. Wir sind ja unterdessen in einem Alter, in dem andere sich aufs Altenteil zurückziehen und allerhöchstens mal noch eine Kreuzfahrt machen  grin
Aber wir wollen die paar uns noch verbleibenden Jahre halt nutzen, soweit es die Gesundheit und die Fitness noch zulassen.

Beate
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 06.November 2017 18:22:12 »
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Wie wir lernen konnten, gibt es im Norden nur drei Zugänge zum Pantanal:

Der bekannteste ist die Transpantaneira. Aber es gibt östlich davon eine Strasse nach Barao del Melgaco, Mimosa und ein Stückchen weiter, und westlich der Transpantaneira gibts noch eine Strasse bei Caceres. Diese war aber für uns viel zu weit entfernt.

Also beginnen wir mit der östlichen Strasse. Aber erst gehts zum nächsten Supermarkt, denn wir müssen noch ein bischen was einkaufen: Obst, Wasser und Wein.

Der Verkehr rund um Cuiaba ist fürchterlich, wir werden von den LKW's über die Strasse gescheucht und sind froh, als wir endlich von der Ringstrasse abbiegen können nach Süden. Die Landschaft ist ziemlich eintönig, flach, eben, Steppe, erinnert uns an Afrika.




Gegen Mittag kommen wir durch den kleinen Ort Santo Antonio do Leverger und wollen hier entlang des Cuiaba-River fahren. So kommen wir ganz zufällig an einem Ausflugs-Lokal vorbei, direkt am Fluss und entscheiden, hier zu Mittag zu essen. Wir wissen nicht, was es gibt und warten einfach mal ab. Und dann kommt ein frittierter Fisch mit allen möglichen, uns teilweise unbekannt, Beilagen. Schmeckt wunderbar.




Weiter gehts nach Süden. Langsam wird die Landschaft interessanter. Es gibt Wälder und Flüsse.




Wir kommen durch ein kleines Dorf. Dort wurde eine Kuh geschlachtet. Die hängt nun im Baum und wird gerade ausgenommen. Nebenan warten schon die Geier.








Hinter Mimosa, fast am Ende der Strasse, ist unsere gebuchte Unterkunft, die Posada Pantaneira Pantanal. Einfahrt:




Als wir ankommen ist leider der Inhaber (und der einzig englischsprechende) nicht im Haus und wir haben etwas Schwierigkeiten, verständlich zu machen, dass wir im Moment keine der jetzt angebotenen Ausflüge buchen wollen. Wir bekommen das beste der insgesamt nur 8 Zimmer und können direkt vom Bett aus auf den Fluss schauen.




Eigentlich wollten wir auch kein Abendessen, aber irgendwann kam ein Mädchen und erklärte uns, dass unser Essen fertig sei. Naja, was soll man da machen? Also gab es nocheinmal einen Fisch, diesesmal im ganzen gebacken und die Beilagen vom Bufett.




Auf dem Rückweg zum Zimmer werden wir daran erinnert, dass wir ab jetzt im Urwald sind. Diese Riesenkröte hätten wir im Dunkeln fast ertreten:




LG
Beate



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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 08.November 2017 18:59:49 »
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Zitat von: Volker2005 am 07.November 2017 15:48:51
Urwald und Serengeti - im Pantanal?    shocked



Hallo Volker,

doch, doch. Die Landschaft bevor wir ins Pantanal kamen, erinnerte uns schon sehr stark an die Steppen Afrikas.Und im Pantanal dann ist wirklich viel Urwald. Nur dort, wo die Estancias noch wirklich bewirtschaftet werden, ist die Landschaft offener. Aber wenn man mit dem Booten auf den Flüssen fährt sieht man fast nur Urwald. Und leider deshalb auch sehr wenige Tiere.
Natürlich, Vögel gab es unzählige und für einen Vogel-Liebhaber ist das ein Paradies.

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 08.November 2017 19:29:20 »
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Am nächsten Tag machten wir dann einen kleinen Ausflug in die nächste Stadt, Barao del Melgado zum Mittagessen. Die Fahrt nutzten wir auch gleich als "Game-drive", denn die meisten Tiere sieht man am Strassenrand.

So konnten wir die ersten blau-gelben Aras sehen:



Eine Horde Nasenbären (Coati) rannte vor uns über die Strasse:




Und ein Reiter erschien im Staub:




Die Kleinstadt selbst bot nicht so viel interessantes, nur die Kirche und die Hausboote am Fluss haben uns interessiert.








Als wir zurückkamen war auch der Inhaber, Marco, endlich zu sprechen. Er kann ganz gut englisch und erzählte uns einiges über die Tierwelt des Pantanal. Unter anderem meinte er aber auch, im Fluss vor der Pousada könne man sehr gut baden, obwohl dort Piranas wären und, wie wir schon gesehen hatten, auf der anderen Flussseite die Kaimans. Aber nachdem wir auch schon in Equador mit Piranhas gebadet hatten, wussten wir, dass diese wirklich nicht gefährlich sind. Und bei über 40 Grad im Schatten ist ein Bad im Fluss absolu erfrischend, auch wenn die Wassertemperatur 32 Grad war.





Danach nutzen wir die schönen Plätze auf der Terrasse






und beobachteten die Vögel (Kardinale) auf dem Gelände und die Kaimans auf der anderen Flussseite:







LG
Beate









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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 09.November 2017 19:51:37 »
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Heute müssen wir schon sehr früh aufstehen, denn es ist eine Morgen-Safari angesagt.

Aber erst mal stellen wir fest, dass wir einen Untermieter bekommen haben. Dieser kleine Frosch, nur ca. 5 cm gross, sitzt im Waschbecken. Und es dauert eine Zeit, bis wir ihn mithilfe eines darüber gestülpten Glases ins Freie befördern können. Später hören wir, dass diese Frösche durch die Wasser- und Abwasserleitung in die Zimmer kommen.




Die Morgen-Safari mit kleiner Wanderung bringt als Ausbeute: Vögel! Und davon jede Menge. Aber kein einziges anderes Tier lässt sich blicken.

Geier:




Papagei (den genauen Namen weiss ich leider nicht)




Zwergohreule (nur ca. 10 cm gross)




Tukan:




Ja, und wie dieser Vogel mit Strubbel-Frisur heisst weiss ich auch nicht:




Nach dem Mittagessen und anschliessender Erfrischung bei einem Bad im Fluss fahren wir am späten Nachmittag selbst nochmal auf Erkundungstour. Aber auch wir haben nicht mehr Glück.

LG
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 09.November 2017 20:44:59 »
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Hallo Ingrid,

Danke!!!

LG
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 10.November 2017 21:08:48 »
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Heute steht eine Bootsfahrt auf dem Programm. Wir fahren den Rio Mutum einige Kilometer abwärts. Dort mündet er in eine sehr grosse Lagune, die ungefähr so gross wie der Starnberger See ist. Leider können wir nicht allzu weit in diese Lagune einfahren, denn der Wasserstand ist so niedrig, dass das Boot immer wieder auf Grund läuft. Marco erzählt uns, noch vor 2 Tagen konnten sie kilometerweit in die Lagune fahren.
Also kehren wir um und fahren wieder am Fluss zurück. Marco erzählt uns sehr viel über das Land, das Leben hier im Pantanal und über die Geschichte seiner Pousada.

Aber die Tiersichtungen stehen im Vordergrund. Und wir haben Glück: wir sehen einen Riesen-Otter, der gerade genüsslich einen Fisch verspeist. Das ist natürlich das Highlight des Tages.




Kaiman:




Wasserschweine (Capibara)




Reiher:




Schlangenhalsvögel (Anhinga)




Wir können auch unsere Lodge und unsere "Aussichtsterrasse" vom Fluss aus sehen:




Nach dem Mittagessen und den schon obligatorischen Baden im Fluss wollen wir nocheinmal selbst über das Gelände fahren. Aber genau in diesem Moment geht fast schlagartig ein Gewitter los. Es stürmt, dass die Möbel auf der Terrasse durch die Gegend fliegen. Und es giesst!!!
Nach 20 Minuten ist alles vorbei und wir helfen, auf dem Gelände wieder Ordnung zu machen. Mit dem Auto fahren brauchen wir heute nicht mehr, denn die Wege sind schlammig und schwer zu befahren. Also bleibt uns nur, die unmittelbare Umgebung zu erkunden.

Vogelnest im Mango Baum:




Ja, und was ist wohl das hier???:



Das sind die Früchte der Cashew Nuss. Was da unten hängt, beinhaltet die Samen, die wir als Nüsse kennen. Der Pulb oberhalb wird noch viel grösser und ist die Frucht, die übrigens wenn sie reif ist sehr süss schmeckt und oft als Marmelade verarbeitet wird.

Und dann freuen wir uns wieder auf das Bufett zum Dinner. Da wir nur 4 Gäste sind, fällt das natürlich nicht so umfangreich aus. Aber alles ist absolut selbstgemacht und schmeckt wieder vorzüglich:



LG
Beate













« Letzte Änderung: 10.November 2017 21:11:15 von beate2 » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 10.November 2017 22:56:53 »
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Leider nein!!! Das habe ich wirklich sehr bedauert, denn es waren überall so viele an den Bäumen.

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 11.November 2017 18:21:01 »
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Nach drei sehr ruhigen und erholsamen Tagen müssen wir jetzt weiter. Wir müssen zurückfahren bis fast nach Cuiaba und kommen dort natürlich wieder in den LKW-Verkehr, der nach Bolivien geht.
Wir sind heilfroh, als wir endlich auf die Strasse nach Pocone, dem Tor zum Pantanal, abbiegen können.




Kurz danach sind wir schon am Beginn der Transpantaneira:




Und als wüssten die Tiere diese Grenze, gibts hier jede Menge wildlife. Die Kaimane liegen überall herum, sei es auf der Strasse oder mitten in den Wasserhyazinthen:








Nach kurzer Fahrt sehen wir auch an einer Wasserstelle die vom Aussterben bedrohten Hyazinth-Aras:






Auf unserer Buchung für heute steht "Pousada Rio Clarinho". Wir sehen das Schild an der Strasse, aber die Einfahrt sieht nun gar nicht so aus, als ob dahinter irgendetwas kommen würde. Also fahren wir weiter und nach ca. 3 km kommt der Wegweiser "Pousada Rio Claro". Wir nehmen an, das ist unser Hotel, fahren zur Rezeption, nur um zu hören, dass die vorher gemiedene Einfahrt die richtige für uns gewesen wäre. Also fahren wir zurück und suchen die Pousada Rio Clarinho. Nach ein paar Kilometer über sehr schlechte Wege, teilweise über Wiese, stehen wir dann am Strassenende und vor einem Haus. Nun ja, ein Hotel sieht etwas anders aus. Wir steigen aus, laufen durch das Anwesen, rufen, bis nach sehr langer Zeit ein Typ erscheint, der dann auch gleich die "Mama" ruft. Natürlich spricht keiner englisch. Aber die Mama erklärt uns, ja, sie habe ein Zimmer und zeigt es uns. Tja, und da weigere ich mich, einzuziehen!!! Bis es mal soweit bei mir ist, muss schon sehr viel passieren. Aber in dieses Zimmer werde ich nicht gehen!
Die Mama ist total entsetzt über meine Entscheidung, kann uns aber auch nicht aufhalten.

Also fahren wir wieder die paar Kilometer zur Pousada Rio Claro und bekommen dort zum Glück noch ein Zimmer.
(übrigens: wir hatten das Zimmer in Rio Clarinho über einen brasilianischen Touranbieter gebucht und natürlich schon voll bezahlt. Auf unsere Reklamation bekamen wir eine e-mail, die zwar ein gewisses Unverständnis für unsere Entscheidung ausdrückte. Aber wir haben letzte Woche unser Geld ohne weitere Probleme zurück erhalten. Das nenne ich mal fair!!)

Wir schauen uns natürlich gleich mal in der Nähe der Pousada um und sehen direkt vor der Einfahrt diesen Wolfino, ein Fuchs:




Als wir zum Abendessen gehen, läuft uns diese Schlange über den Weg. Sie ist ca. 1 m lang, aber nur daumendick. Leider konnte uns keiner der Guides dort sagen, welche Schlange das war und ob sie giftig ist:




LG
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 12.November 2017 13:19:35 »
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Hallo Anna,

das ist gar nicht so einfach erklärt, aber ich versuchs mal:

Es begann schon damit, dass die gesamte Anlage nicht gerade wie ein Hotel/Pousada aussah, sondern eher wie ein privater Bauernhof. Auch war weder auf dem GPS noch in real irgendwo ein Fluss zu sehen, trotz des Namens "Rio Clarino"
Dann haben sowohl der Mann, als auch die Mama, unsere Buchung angeschaut, als ob sie sowas noch nie gesehen hätten. Erst als ich immer wieder auf den Namen des Tourveranstalters deutete und klarmachte, er soll doch dort mal anrufen, verschwand er mit der Buchung. Es dauerte ewig, dann kam er wieder zurück und wie ich ihn verstanden habe, hat er niemanden errreicht.

Aber die Mama erklärte uns, sie habe ein Zimmer. Das Haus selbst war U-förmig um einen kleinen Garten gebaut. Aber das Zimmer war nicht von hier aus, sondern von ausserhalb erreichbar. So als ob man sich eventuelle Gäste vom Hals halten will. Das Zimmer selbst schien auf den erste Blick zwar sauber, war aber sehr klein. Es wäre kein Platz gewesen, irgendwo den Koffer hinzustellen. Die Betten waren Feldbetten. Am einzigen kleinen Fenster in ziemlicher Höhe war nicht nur keine Fensterscheibe, sondern auch kein Fliegengitter. Man hätte also den ganzen Tag die hölzernen Fensterläden geschlossen halten müssen. Für mich wirkte dieses Zimmer wie ein umgebautes Pförtner- oder Nachtwächterzimmer oder sogar früherer Stall.

Ich fühlte mit schon fast wie in einem der Gruselfilme, in denen sich ein Paar irgendwo hin verirrt und dann ein eigenartiges Hotel findet  grin

Letztendlich konnten wir davon ausgehen, dass wir hier nichts zum Essen oder Trinken bekommen würden, denn es scheint uns niemand erwartet zu haben.

Und das Ganze für 150 Dollar! In der von uns dann gewählten Nachbarpousada zahlten wir nur unerheblich mehr, hatten aber ein schönes Zimmer, grosses Frühstücks-, Mittags- und Abendsbuffet, sowie pro Tag einen Ausflug inclusive.

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 12.November 2017 16:00:24 »
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Hallo Ingrid,

ja, genau DAS ist diese "Pousada" und wir hatten diese auch über Ozelotnatur gebucht. Vielleicht hätten wir anders reagiert, wenn wir auch irgendwelche Tiere auf dem Weg dorthin gesehen hätten. Aber es war alles irgendwie ausgestorben. Und dann diese eigenartigen Leute, die anscheinend keine Ahnung von unserer Buchung hatten!!

Wir haben uns hinterher nur gewundert, dass wir ohne irgendwelche Probleme unser Geld zurückerstatten bekommen haben. Hatten die Leute bei Ozelotnatur evtl. schon ein schlechtes Gewissen???

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 12.November 2017 17:47:41 »
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Hallo Anna,
kein Problem. Wir waren gleich nebenan im Hotel Mato Grosso. Da gabs auch jeden Tag eine Tour inclusive, es gab einen tollen Pool und schöne Zimmer, wenn auch etwas dunkel.
Wir sind mit unserem Auto die Strasse zur Pousada Tereza gefahren. Also zu unserer Zeit war das die schlechteste Strasse auf unserer ganzen Tour. Wir haben uns echt gefragt, weshalb die Eigentümer sich nicht drum kümmern, ihre Anfahrt in einigermassen erträglichem Zustand zu bringen.

LG
Beate


PS: habt Ihr vor, eine solche Reise zu machen???

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 12.November 2017 19:57:57 »
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Nachdem wir somit überraschenderweise eine kostenlose Bootstour haben, müssen wir heute schon sehr früh aufstehen. Die Tour geht um 8.00 h los und dauert bis nach 10.00 h. Wir geniessen, dass wir das Boot ganz für uns alleine haben, auch wenn der Bootsführer nur portugiesisch spricht. Aber wir merken uns sowieso die Namen der vielen Vögel nicht.

Webervogel:



Schlangenhalsvogel (Anhinga)



Reiher:



Kingfisher:



Wasserschwein (Capibara)


Nach der Bootsfahrt laufen wir noch auf dem Gelände herum und durch den nahegelegenen Wald. Auch hier können wir noch Tiere, vor allem halt Vögel, sehen:

Innenhof der Pousada:





Futterstelle, die eigentlich jede Pousada hatte, mit Kardinalen:



CaraCara:



Und nachmittags kam noch ein Tukan zu Besuch:



LG
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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 13.November 2017 19:46:20 »
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Wir haben einen weiteren Tag in der Pousada Rio Claro. Da heute die Bootsfahrt erst am Nachmittag auf dem Programm steht, machen wir vormittags selber einen Game-drive über das Gelände. Eigentlich wollten wir auch etwas wandern, aber mit über 40 Grad im Schatten ist es einfach zu heiss.

Unser Game Drive zeigt uns zumindest einen Wolfino (Fuchs), der sich mit einem herumliegenden Karton vergnügt. Später läuft er uns nochmal über den Weg:






Auch ein Reh schrecken wir hoch:




Als wir beim Mittagessen sind, kommen draussen vor dem Fenster Gelbbrust-Aras, die sich mit Begeisterung daran machen, die Vogelfutterstelle zu zerlegen:






Die Bootsfahrt nachmittags bringt dann das absolute Highlight: wir können einen Tapir sehr lange beobachten:






Am Abend feiert ein Ehepaar aus einer anwesenden Gruppe seine Silberhochzeit. Da lassen es sich die Köche und Kellner nicht nehmen, ein Konzert zu geben:




Es wird ein richtig lustiger Abend. Aber als wir dann an unserem Zimmer stehen, sind wir schlagartig wieder nüchtern beim Anblick dieses Gastes:




Zum Glück ist die "Jagd" nicht allzu schwierig.

LG

Beate



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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 14.November 2017 20:48:05 »
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Gestern abend hat es dann noch zum regnen angefangen. Und als wir heute aufwachen, regnet es immer noch!!! Ohje, und wir müssen heute weiterfahren. Wir haben zwar nur ca. 60 km, aber trotzdem werde ich gleich nach dem Frühstück nervös und drängle zur Abfahrt. Die Gelbbrust-Aras verabschieden uns:



Anfangs ist die Strasse noch einigermassen trocken, aber dann beginnt die Schlammschlacht. Die Strasse ist 20-30 cm tief aufgefahren. Durch den Lehm wird das Profil der Reifen sofort zugeklebt und man fährt wie auf Schmierseife:





Und dann beginnen die berühmten (berüchtigten) Holzbrücken der Transpantaneira, die angeblich den "Charm" dieser Strasse ausmachen. Nun ja, ich könnte mir charmanteres vorstellen:







Bei dieser Brücke überlegen wir wirklich, wie wie da drüberkommen sollen.  rolleyes

Aber natürlich nutzen wir die Fahrt auch um Tiere zu sehen.Wie dieser Vogel heisst weiss ich leider nicht:




Das hier ist ein Jabiru am Nest:




Und dann läuft uns auch noch eine Boa buchstäblich über den Weg. Aber so schnell kann man gar nicht schauen, wie sie verschwunden ist:




Gegen 14.00 h kommen wir an unserer gebuchten Unterkunft, der Puma-Lodge an:




Das Schild ist da, aber die Toreinfahrt ist mit einem dicken Schloss zugesperrt. Wir hupen, lange. Endlich erscheint sehr langsam ein Mann. Er erklärt uns, diese Lodge hätte geschlossen, sie hätten aber ein neues Haus in Porto Joffre (50 km entfernt!!)

So, da stehen wir also, unsere Buchung ist ungültig und wir wissen nicht, was wir machen sollen. Es gibt auf der ganzen weiteren Strecke bis Porto Joffre kein weiteres Hotel. Also bleibt uns nichts weiter übrig, als weiterzufahren. Zum Glück hatte ich morgens drauf gedrungen, gleich loszufahren!!.

Nach fast zwei Stunden rutschen kommen wir in Porto Joffre an. Wir haben dort zwar das Hotel Pantanal Norte gebucht, aber erst für übermorgen. Trotzdem fahren wir dort vorbei. Zum Glück spricht man dort englisch. Wir können unsere Buchung ohne weitere Kosten abändern und können gleich einziehen. Wir bekommen einen schönen Bungalow direkt am Fluss. Die Zimmer sind dann aber eher spartanisch, halt für die Fischer, die meistens dort übernachten:








Abends machen wir noch einen kleinen Rundgang auf dem Gelände und beobachten die dort noch zahlreichen Hyazinth-Aras:




LG
Beate



PS: Wir haben natürlich gleich Booking.com informiert, über die wir die Puma-Lodge gebucht hatten, zum Glück noch nicht bezahlt. Aber von Booking haben wir sofort das Angebot bekommen, dass uns der Mehrpreis für die Buchung im anderen Hotel bezahlt wird. Der Papierkram läuft noch.


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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 15.November 2017 19:53:36 »
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Ja, da stehen wir nun am Ende der Transpantaneira. Vor uns ist nur noch der Fluss und dahinter Urwald.



Auch hier in Porto Joffre werden wieder Bootstouren angeboten. Aber bei diesen Bootstouren dreht sich alles in erster Linie um den Jaguar. Natürlich will jeder Tourist hier einen Jaguar sehen und jeder Bootsführer tut sein möglichstes, damit das klappt. So rasen wir also erst mal sehr lange über den Fluss. Irgendwann bremst der Bootsführer abrupt und rast zurück: er hat einen Ruf bekommen, dass ein Jaguar gesichtet wurde. Kurz darauf sehen wir ihn auch. Leider hat er sich sehr weit unter die Bäume zurückgezogen, sodass er schwierig zu fotografieren ist:






Erst nach dieser Sichtung wird die Bootstour ruhiger und wir können wieder die anderen Tiere beobachten.


Ein Kaiman, der gerade Beute gemacht hatte:




Ein sehr grosser Grüner Leguan (Iguana)




Wir sehen auch wieder eine Familie der fast ausgestorbenen Riesen-Otter. Aber diese Tiere sind so flink, dann wir nur unscharfe Fotos bekommen konnten.

Hier auf dem Fluss schippern auch Hausboote. Das wäre was für uns, sowas lieben wir:




Den Nachmittag verbringen wir wie immer am Pool und im Zimmer, bevor wir später noch einmal einen Spaziergang über das Hotelgelände machen. Der ganze Stolz des Hotels ist ein See mit riesigen Seerosen. Leider ist jetzt keine Blütezeit:




Auf unserem Spaziergang bekommen wir Begleitung:



Dieses Huhn folgt uns auf jeden Schritt. Als ich am nächsten Tag die Koffer einladen will, greift mich dieses verrückte Huhn doch tatsächlich an und fährt mit den Krallen über meinen Arm.  rolleyes  Als ich das an der Rezeption erzähle, erfahre ich, dass die Angestellten die Henne "Maria" getauft haben und sie wahrscheinlich dachte, ich hätte Futter in der Tasche.

Auf dem Hotelgelände dreht sich natürlich alles um die sehr seltenen Hyazinth-Aras, die hier allerdings in Scharen herumfliegen:







Morgen müssen wir wieder zurückfahren und mir graut jetzt schon vor den Brücken, ich darf gar nicht dran denken.

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 16.November 2017 10:15:44 »
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Ingrid schreibt, es sind ingesamt 120 Brücken. In manchen Reiseführern steht "ungefähr" 120 Brücken. Ich habe Strichliste geführt und bin auf 116 gekommen, was aber nichts heisst, denn ich kann die eine oder andere übersehen haben.

Davon sind die ersten, nördlichen 31 Brücken, bis zum Rio Pixim, unterdessen durch Beton-Brücken ersetzt worden. Die übrigen Brücken sind in unterschiedliche Zustand. Jetzt in der Trockenzeit konnte man die schlechtesten durchs Flussbett umfahren. Die von mir hier gezeigten Brücken waren nicht zu umfahren, da mussten wir drüber.  shocked

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Re:Reisebericht Selbstfahrertour Pantanal 2017
« am: 16.November 2017 15:58:59 »
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Ach Du meine Güte  shocked
Das war ja eine Fleissarbeit!!

Was ich jetzt feststellen konnte: bei den Betonbrücken gab es seit Deinem Besuch wirkliche Fortschritte, die waren alle fertig.

Aber bei einigen von den Holzbrücken wurde anscheinend wirklich seit einem Jahr überhaupt nichts repariert, die sahen heuer noch genauso schlimm aus wie auf Deinen Fotos. Und damit meine ich jetzt nicht die beiden Brücken, die unterdessen nicht mehr befahrbar und gesperrt sind.

Beate
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