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  24.Mai 2019 21:32:41

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 Thema: Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013  (Gelesen 14533 mal)
beate2

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Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 27.Februar 2013 15:46:00 »
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Hallo,

nachdem wir 2005 ganz Chile einmal von Norden nach Süden durchgefahren sind, 2009 das argentinische Seengebiet ausgiebig bewundert haben, 2011 den argentinischen Norden bereist haben, hatten wir entschieden, dass es mal wieder Zeit wäre, uns diese Weltregion anzuschauen. Dieses mal sollte Patagonien auf dem Plan stehen, aber mit mehr Zeit.

Nachdem wir gerade zum richtigen Zeitpunkt ein Sonderangebot für eine Camper-Rückführung von Punta Arenas nach Talca gefunden hatten, wurde also ohne viel Überlegungen gebucht. Und nun geht’s los:

Unser Flug über Sao Paulo kam nachmittags in Santiago an. Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns sofort auf die Socken zum nahegelegenen Mercado Municipal, um dort erst mal eine schöne Meeresfrüchte-Platte zu vertilgen.

Am nächsten Morgen ging dann der Flug nach Punta Arenas. Wir hatten die richtige Seite ausgewählt und bei einem absolut Spitzenwetter konnten wir die vor uns liegende Route gleich mal in Anschein nehmen. Wir sahen Bariloche, den Mt Fitzroy, sogar den Perito Moreno Gletscher konnten wir erkennen.

Nachmittags machten wir dann noch einen kleinen Rundgang durch Punta Arenas und entschieden uns fürs Abendessen für ein Curanto. Diese typische Speise sollte zwar in einem Erdloch zubereitet werden, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Zubereitung in einer Ofenröhre erfolgt ist. Geschmeckt hat es trotzdem.

Am nächsten morgen, Samstag, 19.1., stand der Fahrer mit unserem gebuchten Camper tatsächlich pünktlich vor der Tür. Allerdings war der Camper dann doch eine Enttäuschung: die Camp-Unit war ziemlich verschmutzt, vor allem das Geschirr schien schon einige Zeit nicht mehr gespült worden zu sein.

Zum Glück haben wir schon etwas Übung mit der Übernahme derartiger Autos und so prüften wir wirklich alles nach. Da stellte sich dann heraus, dass die Gasflasche leer war, der Wassertank ebenfalls, auf der Beifahrerseite der Sicherheitsgurt nicht funktionierte etc. Das hiess also erst mal in die Werkstatt um alles reparieren zu lassen. Nach unserem Einkauf stellten wir dann auch noch fest, dass der Kühlschrank nicht funktionierte.Also wieder in die Werkstatt, wo bis 18.00 h versucht wurde, diesen zu reparieren. Als das nicht klappte, fuhren wir erst mal auf den nächsten Campingplatz und vereinbarten, dass wir am nächsten Tag, Sonntag, um 10.00 h wieder an der Werkstatt sind. Nun, wir waren da, aber von der Werkstatt oder dem Autoverleiher liess  sich niemand blicken. Also entschieden wir, dass wir uns einen neuen Kühlschrank kaufen, was natürlich an einem Sonntag Vormittag in einer Stadt am Ende der Welt und mit fast keinen Spanischkenntnissen auch nicht so einfach ist.

Kurz und knapp: um 15.00 h hatten wir zumindest eine Kühlbox die über die Autobatterie lief und konnten somit mit 1 ½ Tagen Verspätung endlich unsere Runde starten.

Wir fuhren am Meer entlang nach Norden, erst mal zur Pinguin Kolonie Seno Otway. Diese ist unterdessen in privater Hand und heisst jetzt „Mina Pecket Harbor Reserve“. Die Mine hat eine völlig neue Strasse von Punta Arenas gebaut, die natürlich Maut kostet. Aber in der Pinguin Kolonie hat sich seit unserem letzten Besuch 2005 nichts verändert. Man könnte stundenlang zusehen, wie sich die Pinguine sonnen oder mit ihren fast erwachsenen Jungen vom Meer zu Ihrem Nest watscheln.

Für die Übernachtung hatte ich mir schon einen Platz ausgedacht, an dem wir 2005 schon übernachtet hatten. Bei einem eigenartigen Denkmal am Strand. Als wir dann dort waren, stellten wir fest, dass unterdessen alles eingezäunt ist und wir dort nicht stehen konnten. Einen Campingplatz gibt es allerdings auch im weiten Umkreis nicht. Also fuhren wir noch einige Kilometer weiter, bis wir an einem Seitenweg einen wunderschönen ruhigen und nicht einzusehenden Platz mitten in einer Wiese fanden. Hier legten wir dann erst mal unsere Bratwürste auf den Grill, beobachtet von einem CaraCara, der wahrscheinlich auf den einen oder anderen Brocken spekulierte.

Fortsetzung folgt

Seafood-Platter:


Fitzroy_Massiv vom Flieger aus:


Pinguine:




Viel Spass
Beate
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@nna

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 27.Februar 2013 16:36:26 »
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Putzig, die kleinen Kerle    cheesy

Wie sind denn da so die Temperaturen im Hochsommer ?
Liebe Grüße
@nna
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 27.Februar 2013 16:39:23 »
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Hallo @nna,

wir hatten ganz im Süden, also im Torres del Peine NP tagsüber um dies 25 Grad, nachts gings bis 5 Grad runter. Je weiter nördlich wir kamen, desto wärmer wurde es. Im Seengebiet dann hatten wir teilweise über 30 Grad.

Und es hatte anscheinend wochenlang nicht geregnet. Soviel Staub haben wir nichteinmal vor 1/4 Jahr in Tansania geschluckt. Dabei waren fast alle Seen und Flüsse überschwemmt, da die Gletscher so schnell abschmelzen.

Die Leute dort sagen, Sie würden die Änderung des Weltklimas sehr stark bemerken.

Beate
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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 27.Februar 2013 19:59:03 »
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Hallo Beate,

vielen Dank - yiippiie, es geht los mit dem Bericht.
Ich werde eine ganz treue Leserin sein; wenn auch zumeist dann erst abends.

Finde ich übrigens toll, dass du sogar Bilder zeigst. Ich weiß, dass das einen  in den Wahnsinn treiben kann - mich zumindest beim letzten Mal. Mal hat er den Link genommen, mal nicht.

Bei der Seafood-Platte läuft mir das Wasser im Munde zusammen; beim Curanto weniger, da dort einfach zu viele Dinge drin sind, die ich nicht esse. Auf Chiloe, habe ich mal gehört, soll es mit den besten geben ...

Wegen des Wetters bin ich ein wenig zwiegespalten; zum einen freut es mich für euch, dass ihr keinen Regen hattet, zum anderen ist es wirklich sehr traurig, wenn die Gletscher schmelzen ...

Wir hatten übrigens damals in 2005 im November auch T-Shirt-Wetter im Torres del Paine.

Deine ehrliche (danke dafür!) Beschreibung mit eurem Camper lässt mich auch beim nächsten Mal wieder zu einem Auto und festen Unterkünften greifen. Ich ärgere mich bei so etwas vor allem um die verlorene Reisezeit.

Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße
Sabine
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« Letzte Änderung: 27.Februar 2013 19:59:32 von S@bine » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Katja

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 27.Februar 2013 21:58:54 »
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Hallo Beate,
toll, dass du auch ein paar Fotos zeigst!
Das Bild vom wolkenfreien Fitz Roy von oben ist klasse! So viel Glück hatten wir von unten kaum.
Wir hatten im Januar/Februar vor vier Jahren auch meist nicht mehr als 15 °C. Selbst mit Sonne waren es kaum mehr als 20 °C.
Die Story mit dem Camper ist ja mal wieder klasse. Da hat man doch immer ein großes Risiko und bei so einer Überführung auch sicher kaum eine Ausweichmöglichkeit. Wenn einem ein Hotel mal nicht passt, ist es auch nicht so schlimm, wenn's nur für eine Nacht ist.
Viele Grüße
Katja
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 12:26:54 »
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Hallo Ihr Beiden,

trotz der Probleme mit dem Camper (und es wird ja noch schlimmer!) würden wir in Argentinien und Chile immer wieder mit einem Camper fahren. Allein schon abends ganz allein irgendwo in der Natur zu sitzen und diese Landschaften auf sich wirken zu lassen, finden wir jede Mühe wert.

Dazu kommt, dass wir ungern vorbuchen. Und das geht halt dann mit dem Camper am besten. Wir lieben es, im Urlaub mehr oder weniger "Zigeuner" zu spielen, sich treiben lassen, allerdings mit einem ungefähren Plan, sonst würden wir uns verzetteln. Aber wir wollen einfach nicht daheim schon entscheiden, wo wir an welchem Tag übernachten.

Dann werde ich mal mit meinem Reisebericht fortfahren.

Beate
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 12:41:47 »
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Und weiter gehts:

Am Montag, 21.1. machten wir vormittags einen ausgiebigen Stadtbummel in Puerto Natales.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag bis zum Torres del Peine NP kommen. Allerdings hat sich in der Zwischenzeit die Strassenführung geändert. Die Hauptstrasse geht jetzt direkt an der Cueva de Milodon vorbei. Diese Höhle hatten wir gar nicht auf dem Programm, aber da wir schon mal davor standen, mussten wir sie auch besichtigen. D.h. wir machten die  kleine Wanderung, die neben der Höhle zu einem Aussichtspunkt hoch geht. Da es auf diesem Weg so viele Blüten zu sehen und zu fotografieren gab, brauchten wir doppelt so lange wie erwartet. Trotzdem machten wir dann noch eine kurze Stipvisite in der Höhle. Aber dort gibt’s wirklich nichts zu sehen. Nur ein künstliches Milodon (urzeitliches Faultier) haben sie am Eingang aufgestellt und Informationstafeln über die Funde.

Nachdem wir auch nicht hetzen wollten, schafften wir es an diesem Tag nicht mehr bis zum TdP. Aber wir fanden einen wunderschönen Stellplatz kurz vor dem NP,  mit vollem Blick auf die Türme des NP, den wir den restlichen Abend geniessen konnten.

Dienstag, 21.1.: es hat hat die ganze Nacht geregnet und auch jetzt tröpfelt es immer noch. Wir fahren in den NP und fahren als erstes zum Lago Gray. Dort stapfen wir erst mal durch tiefen Kies zu einer Halbinsel und dann hoch zu einem Aussichtspunkt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf den Gletscher und bestimmt 20 Eisberge, die im See treiben. Und wider Erwarten ist gerade dieser Blick bei dem nebligen und regnerischen Wetter besonders schön. Wir sind froh, dass wir die Wanderung dieses mal machen konnten. Als wir 2005 hier waren, mussten wir schon auf der Kiesbank abbrechen, weil uns der Wind fast weggeweht hätte.

Auf dem Rückweg laufen wir noch ½ Stunde zum Salto Chico. Dann geht’s zu unserem geplanten Campingplatz am Lago Pehoe. Hier müssen wir feststellen, dass die Stelle, an der wir letztes mal standen mit tollem Blick über die Hosteria Pehoe zu den Türmen, unterdessen Picknickplatz und somit nur day-use ist. Auf der anderen Strassenseite wurde ein völlig neuer Campingplatz gebaut. Zwar ohne schönen Ausblick, dafür mit mehr Komfort. So gibt’s für jeden Stellplatz einen überdachten Picknicktisch mit Windschutz. Und damit können wir auch im Regen noch draussen sitzen und grillen..

Bevor wir uns aber niederlassen, fahren wir schnell noch zum Salto Grande und laufen, trotz des Windes und des Regens, noch ½ Stunde am Wasserfall und Fluss entlang.

Am Mittwoch, 23.1., ist vom Regen nichts mehr zu sehen. Bei  strahlendem Sonnenschein, allerdings wieder starken Wind, wollen wir zum Mirador Condor hoch laufen. Aber bei einem Waldbrand in den letzten Jahren wurden alle Wegweiser zerstört und nach ½ Stunde herumirren im Wald geben wir entnervt auf.

Wir fahren nochmal zum Salto Grande und laufen hier eine etwas längere Runde mit fantastischen Ausblicken. Dann geniessen wir in der Hosteria Pehoe einen Capucchino und Bananenkuchen.

Heute wollen wir eigentlich auf dem Campingplatz des Hotel Las Torres übernachten. 2005 war es uns nicht möglich, dorthin zu kommen. Die Brücke über den Fluss war zu schmal, wir kamen mit unserem Camper nicht durch. Unterdessen wurde gleich daneben eine breite Brücke gebaut. Als wir aber den Campingplatz sehen, entscheiden wir doch, weiterzufahren. Das hier ist mehr oder weniger nur eine Wiese. Aber vorher genehmigen wir uns im Hotel noch ein Sandwich.

Wir fahren also weiter über den Lago Amarga (uninteressant) mit einem kleinen Umweg zum Salto Peine, der gerade sehr viel Wasser hat, zum Lago Azul. Auch hier haben wir 2005 übernachtet, müssen jetzt aber feststellen, dass es diesen Campingplatz nicht mehr gibt. Aber die Parkrancher erlauben uns trotzdem, dort über Nacht zu stehen. So haben wir wiedermal einen Abend ganz für uns allein in der Natur.

Überall im NP gibt’s grosse Herden Guanakos (wilde Lamas) mit vielen Jungen. Ausserdem sehen wir an diesem Tag insgesamt 5 Kondore.

Blick von unserem letzten CG vor dem TdP:


Eisberge:




Im Torres deöl Peine NP:


Blick zur Hosteria Lago Pehoe:



Guanakos:


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Katja

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 20:16:40 »
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Hallo Beate,
die Eisberge am Lago Grey waren bei euch wesentlich größer als bei uns ein paar Jahre zuvor zur gleichen Jahreszeit.
Den heftigen Wind erkennt man an den Schaumkronen auf dem türkisen Wasser. Bei uns war es dagegen windstill, so dass man schöne Spiegelungen auf dem Wasser hatte. Schade, dass ihr es nicht hoch zum Mirador Condor geschafft habt.

Die neue Straße an der Cueva de Milodon vorbei gab's bei uns auch schon. Interessant, dass zu den Torres eine neue breite Brücke gebaut wurde. Jetzt kommt man also auch mit größeren Fahrzeugen problemlos rüber!

Ich verstehe eure Gründe für den Camper, aber Patagonien wäre uns wohl zu kalt, feucht und stürmisch zum campen. Außerdem weiß ich nicht, ob wir uns einfach irgendwo in die Pampa stellen würden. Da ziehen wir in der Regel doch einen offiziellen Platz vor, und wenn es nur ein Bushcamp ist.

Viele Grüße
Katja
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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 20:27:37 »
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Hallo Beate,

wir müssen wahnsinnig Glück mit dem Wetter im TdP gehabt haben... die Eisberge lagen bei uns in etwa in der Größe überwiegend am Ufer.
Ich kann mich noch an den tollen Blick vom Ufer auf die Cuernos mit den davor auf Land liegenden Eisbergen erinnern. Hach, wie schön und nochmals danke, danke, danke für den Bericht und die Bilder!!!

Wir sind damals auch nur über die Brücke zur Hosteria Las Torres gekommen, weil wir die Spiegel einklappen konnte, das war trotzdem noch eine Sache von Millimetern. Wir hatten einen "rückenunfreundlichen" Pickup, bei dem während der Fahrt immer mal wieder der Schlüssel aus dem Schloss fiel. Meine Güte, war das jedesmal eine Aufregung --- heute kann ich drüber schmunzeln.

Wir haben damals noch die Bootsfahrt auf dem Lago Grey gemacht. Allerdings kann ich mich nicht mehr so daran erinnern ... ich war mit einer Reisetablette zugedröhnt. Ich war ganz überrascht hinterher auf den Dias zu sehen, wie dicht wir an der Abbruchkante waren.

Beim Milodon waren wir auch (mein Mann lästert heute noch darüber). Aber ich fand die Gegend rund um die Höhle sehr nett.

Liebe Grüße
Sabine
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 22:26:30 »
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Zitat von: Katja am 28.Februar 2013 20:16:40
Ich verstehe eure Gründe für den Camper, aber Patagonien wäre uns wohl zu kalt, feucht und stürmisch zum campen. Außerdem weiß ich nicht, ob wir uns einfach irgendwo in die Pampa stellen würden. Da ziehen wir in der Regel doch einen offiziellen Platz vor, und wenn es nur ein Bushcamp ist.


Hallo,

ja, kalt, feucht und windig hatten wir es auch erwartet. Aber nur der Wind passte. Es war viel zu warm und zu trocken. Auch mal eine neue Erfahrung.

Und: was ist denn der Unterschied zwischen "in der Pampa" stehen und einem "offiziellen" Bushcamp.? Ich weiss, ich höre das hier auch immer wieder, dass das ja evtl. gefährlich wäre, etc. Aber: wenn ich irgendwo in der Pampa stehe, weiss niemand, dass ich da bin. Während auf einem Campingplatz, auf dem ich allein stehe, weiss doch jeder in der Umgebung, dass da ein Campibgplatz ist, und wenn der etwas schlechtes vorhat, ist es doch ein Leichtes, dort mal nachzuschauen, ob es da "etwas zu holen" gibt.

Wir würden allerdings auch nie in der Nähe eines Dorfes oder gar einer Stadt stehen, denn da wäre es mir nicht so wohl, weil ja evtl. Jugendliche auf die Idee kommen könnten, mal ein paar Touristen zu erschrecken.

Beate



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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 22:31:41 »
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Hallo Sabine,

als wir 2005, auch im Januar, am Lago Gray waren, sahen wir überhaupt keine Eisberge. Das war für mich damals wahnsinnig enttäuschend. Umso mehr freute ich ich, dass diesesmal so viele da waren.

Wenn Dein Mann über die Milodon-Höhle lästert, kann ich das sehr gut verstehen. Wir wären auch nie auf die Idee gekommen, uns das anzuschauen, weil wir ja im Reiseführer schon gelesen hatten, dass es da nichts zum anschauen gibt. Aber wenn man schon mal davorsteht!?!

Wie war das mit Eurem Pick-Up? Ist der Schlüssel während der Fahrt rausgefallen? Und ist das Auto dann stehengeblieben??

Also gibts auch mit PKW solch tolle Überraschungen!

Beate
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brendymi

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 28.Februar 2013 23:07:45 »
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Hallo Beate,

das freut mich sehr, dass Du jetzt mit Deinem Reisebericht beginnst. Da kann ich mir bestimmt noch einige Anregungen für unsere Reise holen.

Auch wenn Du schreibst, dass das Wetter bei Euch eigentlich recht warm war, bin ich inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass wir wohl nicht campen werden, denn ich denke bei häufigen Regenschauern, Sturm und Kälte wird's wohl sehr ungemütlich werden. Da ziehe ich doch eine feste Unterkunft vor.  Campen bei schönem Wetter ist natürlich egal in welchem Reiseland auch immmer, einfach klasse so mitten in der Natur, wobei einem Regen, heftiger Wind und Sturm schon den Urlaub vermiesen kann und da möchte ich doch einfach auf der sicheren Seite sein.

So und nun bin ich gespannt, was Ihr sonst noch alles erlebt habt.

Viele Grüße
brendymi
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 02.März 2013 15:26:21 »
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Hallo Beate,

nein, der Wagen fuhr weiter ... das war ja gerade das Aufregende. Ich auf dem Boden "rumgekrochen" und den Schlüssel gesucht, mein Mann das Auto gesteuert, langsamer fahrend und wir beide hoffend, dass das Lenkrad nicht sperrte.

Ich sage dir, seit dieser Zeit kann mich bei Mietwagen in Südamerika nicht mehr so viel erschüttern; wobei wir - wie gesagt - beim letzten Mal keinerlei Grund zum Meckern hatten.

So nach einem Tag Ruhepause  wink  --- darf ich drängeln? Wann geht es denn weiter mit dem Bericht?

Liebe Grüße
Sabine
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@nna

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 02.März 2013 16:43:18 »
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Hallo Beate,

hast Du denn auch ein Foto von eurem WoMo ?

Das mit den Mietwagen hört sich ja nicht so prickelnd an. Ist das denn bei den großen internationalen Vermietern auch so schlimm ?
Liebe Grüße
@nna
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 02.März 2013 16:52:42 »
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Hallo Marianne,

sooo schlimm ist es nun auch wieder nicht ... wir haben auch durchaus positive Erfahrungen gemacht.
Man sollte nur nicht mit Erwartungen rangehen, wie in USA/Kanada/Australien etc., umso mehr freuen wir uns dann immer, wenn alles passt  grin

Übrigens: Ich habe mich bisher wg. eines Mietwagens noch nie so geärgert wie im Oman.

@Beate: Bilder vom WoMo würden mich aus reiner Neugierde auch interessieren.

Viele Grüße
Sabine
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« Letzte Änderung: 02.März 2013 20:30:16 von S@bine » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 03.März 2013 17:57:03 »
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Zitat von: @nna am 02.März 2013 16:43:18
hast Du denn auch ein Foto von eurem WoMo ?


Kommt schon noch. Aber erwarte Dir kein Wohnmobil wie es in USA üblich ist. Es ist schon einiges kleiner und längst nicht so komfortabel.

Beate
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 03.März 2013 19:26:10 »
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Hallo,

am Wochenende waren wir unterwegs, sodass ich keine Zeit hatte, hier weiter zu schreiben. Aber jetzt gehts weiter:



Am nächsten Morgen ist es nur 5 Grad. Auch die Nacht war schon sehr kalt.
Es geht raus aus dem Nationalpark zur Grenze bei Cerro Castillo. Dort ist er Teufel los, zum Glück nicht bei der Ausreise, sondern bei der Einreise nach Chile. Trotzdem brauchen wir über eine Stunde, bis aller Papierkram erledigt ist.

Wir fahren raus in die Pampa, die Ruta 40 entlang nach Norden, nach Calafate. Dort werden mal wieder die Vorräte aufgefüllt und dann geht’s zum Nationalpark Perito Moreno. Dort hatten wir 2005 auf einem Campingplatz nahe am Gletscher übernachtet. Aber jetzt erfahren wir am Eingang, dass es diesen Campingplatz nicht mehr gibt und alle Touristen bis 20.00 h aus dem Park heraus müssen. Obwohl es schon 18.00 h ist, entscheiden wir doch, noch reinzufahren, denn wir wissen nicht, ob morgen das Wetter noch so schön ist. Und bezahlen tatsächlich den vollen Eintrittspreis von 100 Pesos/Person.

Trotzdem lohnt es sich, der Gletscher ist momentan sehr weit vorangeschritten, fast macht er die Engstelle zwischen den beiden Seen zu. Ab und zu brechen grosse Eisstücke ab und fallen mit Getöse ins Wasser. Um 20.00 h fahren wir wieder raus und suchen einen Campingplatz. Der nächste „offizielle“ ist 30 km weit weg und so weit wollen wir nicht fahren. Aber wir sehen mitten in der Pampa ein kleines Wäldchen, das kommt uns gerade Recht und wir haben wieder einen schönen Stellplatz.

Abends beobachten wir noch eine Fuchsfamilie, Vater, Mutter, 3 Kleine, die nur ein paar Meter von uns entfernt erst spielen und dann im Gänsemarsch losziehen, wahrscheinlich um sich ihr Dinner zu holen.

Freitag, 25.1.: Wir entscheiden, trotz des hohen Preises noch einmal zum Gletscher zu fahren. Schliesslich sind wir ja hier, um Gletscher zu sehen. Und wir geniessen das Spektakel noch einmal.
Dann geht’s bei bestem Wetter wieder raus in die Pampa.

Heute steht der Mt. Fitzroy auf dem Programm. Das heisst: eine lange Fahrt über die Ruta 40. Trotz der Eintönigkeit finden wir die Pampa immer wieder interessant. Man kann das Gefühl der Weite gar nicht beschreiben. Heute ist ein sehr starker, heisser Wind. Man kommt sich vor wie im Backofen bei Umluft.

Unser geplanter Campingplatz, gleich am Visitorcenter in El Chalten, ist, wie könnte es auch anders sein, unterdessen zu einem Picknickplatz umgewidmet. So müssen wir noch einige Kilometer weiterfahren zu einem privaten Campingplatz. Es ist Wochenende in der Ferienzeit und dieser Campingplatz ist total überfüllt. Aber wir haben wiedermal Glück: da wir mit unserem hohen Camper nicht unter die Bäume passen, dürfen wir ausserhalb des offiziellen Platzes auf dem Kiesbett des Flusses zu übernachten und haben damit wieder einen herrlichen Blick auf die Berge.

Am Samstag fahren wir zum Lago Desierdo. Trotz der sehr schlechten Strasse sind jede Menge PKW unterwegs (die Argentinier kennen da nichts, die fahren mit ihren PKW wirklich überall hin). 
Wir machen eine 1-stündige Wanderung, 300 Höhenmeter hoch zum Gletscher Huemul. Dort oben hat man eine herrliche Sicht auf den Gletscher, der direkt gegenüber liegt, nur getrennt durch einen kleinen Gletschersee. Ein prima Platz für ein Picknick, vor allem bei diesen wolkenlosen Himmel, der sich unterdessen durchgesetzt hat.

Nach dieser Wanderung holen wir unsere Campingstühle aus dem Auto und machen es uns erst mal am Ufer der Lago Desierdo bequem, bevor wir gegen Abend wieder zurückfahren.

Eigentlich hätten wir wieder auf den Campingplatz von gestern gemusst, aber wir haben auf der Herfahrt eine absolut schöne Stelle, abseits der Strasse, nicht einsehbar, an einem Fluss, entdeckt. Und hier übernachten wir heute und geniessen die helle Vollmond-Nacht.


Gletscher Perito Moreno:


Auf der Ruta 40 (Panamericana):


Mt. Fitzroy:


Der Huemul-Gletscher:


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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 03.März 2013 19:54:38 »
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Hallo Beate,

gibt es schon irgendwelche Einschätzungen, wann diese "Zwischenstelle" des Perito Moreno Gletschers wieder wegbrechen soll? Sorry, ich weiß nicht genau, wie man diese nennt.

Hast du vielleicht dazu irgendetwas gehört?

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Sabine
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 03.März 2013 20:35:37 »
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Hallo Sabine,

nein, da gibts keine Einschätzungen. Der Gletscher wächst einfach immer weiter und irgendwann versperrt er den Durchgang zwischen den beiden Seen. Und dann staut sich das Wasser im oberen See an, bis der Druck so stark wird, dann dadurch der schmale Durchgang wieder freigespült wird.

Wann das passiert, darüber gibts nichteinmal Schätzungen.

Als wir da waren, war jedenfalls nur noch eine kleine Passage von ca. 1 Meter offen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich das noch einigemale ändert, dass z.B. gerade an dieser Stelle noch grössere Eismassen abbrechen und sich diese Engstellen dann vielleicht erst mal wieder vergrössert. Aber wer weiss?

Beate
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« am: 03.März 2013 22:09:12 »
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Ich bin ja immer ganz neidisch, wenn ich Bilder von anderen Reisenden sehe, wo der Cerro Torre zu sehen ist. Bei uns hat er sich die ganzen fast fünf Tage, die wir in El Chaltén waren, in den Wolken versteckt, und auch der Fitz Roy ließ sich nur sporadisch sehen.
Die Straße zum Lago Desierto sind wir mit unserem kleinen PKW auch gefahren. wink
Viele Grüße
Katja
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