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  23.November 2017 08:29:10

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 Thema: Spontan unterwegs in Neuseeland ?!  (Gelesen 10352 mal)
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Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 18.Oktober 2014 10:14:23 »
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Hallo Forum,

zur Erklärung: seit dem Sommer sind wir für 7 Monate auf einer halben Weltreise unterwegs (d.h. ohne die Amerikas).

Für Januar 2015 waren ursprünglich 3 Wochen in Wellington, Neuseeland, vorgesehen (airbnb-Wohnung). Danach wollten wir in 1 Woche nach Auckland fahren und von dort nach Singapur abreisen.

Nun haben wir uns jedoch anders entschieden: wir wollen nicht 4 Wochen in Neuseeland bleiben, sondern 6 Wochen, und die nicht in Wellington vertrödeln, sondern Neuseeland auf einer Rundreise kennenlernen.

Aus unserer spontanen und relativ kurzfristigen Entscheidung und den begrenzten Recherchemöglichkeiten unterwegs (wir sind derzeit in Indien)  ergeben sich einige Fragen, bei denen uns die Neuseelandkenner vielleicht helfen könnten.

Der Übersicht halber im extra Posting ...
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 18.Oktober 2014 10:47:28 »
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Die aktuelle Grobplanung sieht so aus:

- Anreise 10. Januar nach Christchurch
- 3 Wochen Südinsel (Campmobil ??)
- Fähre
- 3 Tage Wellington
- 2 Wochen Nordinsel (Auto ??)
- Abreise 24. Februar von Auckland


Nach der Internetrecherche, die mir unterwegs möglich war/ist, habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Südinsel "mehr hergibt" als die Nordinsel. - Ist das richtig? Was haltet ihr von der zeitlichen Aufteilung der 6 Wochen?

Wir dachten, es wäre eine nette Kombination die Südinsel mit Camper, die Nordinsel mit Auto zu bereisen. - Macht diese Einteilung eurer Meinung nach Sinn?

Wir wollen den Camper für die Südinsel buchen, da wir davon ausgehen, dass man in einem gemütlichen Camper auch mal stürmisches Wetter gemütlich und naturnah aussitzen kann, dass man mit Camper näher an der Natur und flexibler ist und weil wir davon ausgehen, dass Camper + Campinggebühren/DOC-Campsites + Selbstverpflegen auch nicht teurer kommt als Auto + Unterkunft + Essen (Restaurant/take-away/selfcontained Unterkunft) - Seht ihr das ähnlich?

Da wir relativ spät dran sind, scheinen die Campmobile sehr teuer zu sein. *schwitz*
Was würdet ihr an unserer Stelle in dieser Situation tun? - Camper buchen oder angesichts der Hochsaison-Preise darauf verzichten?
Wenn buchen - wo buchen? Welche Buchungsseite und welchen Verleiher könnt ihr empfehlen?
Wir haben übrigens Campingerfahrung, aber nicht mit Campmobilen, sondern mit Auto und Zelt bzw. Geländewagen und Zelt.

Entgegen den Tipps im Internet (Camper in Picton abgeben, Fähre ..) finde ich bisher keine Verleiher, die das tatsächlich machen. Rückgabe anscheinend nur in den Städten Auckland, Wellington, Christchurch, Queenstown. 
Wir würden gern die Fähre über die Cook Strait nehmen. Wie machen wir das am besten?

Auch sonstige Tipps sind hoch willkommen!
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 19.Oktober 2014 05:22:18 »
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Danke für deine Antwort, Oliver.

Ganz deiner Meinung: Campen ist bei einem Naturreiseziel optimal. Wir haben auf unserer 7-Monats-Reise allerdings keine Campingausrüstung dabei. Das bedeutet, dass wir alles in NZ neu(?) kaufen müssten: Zelt, Schlafsäcke, Matten, Stühle, Tisch, Kocher, Esky, Geschirr, Lampe, u.v.a. Utensilien.
Selbst bei summer-sale dürfte da einiges zusammenkommen.
Wir müssen uns das mal anschauen und durchrechnen.
Ich fürchte aber, von den Preisvorteilen bleibt dann nicht mehr viel.

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« Letzte Änderung: 19.Oktober 2014 05:25:00 von My4Seasons » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 19.Oktober 2014 16:10:56 »
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Vielen Dank für eure Tipps. Besonders auf sowas wie das Warehouse kommt man nicht so ohne weiteres von allein.
Auch die Sache mit den Hütten auf den Campingplätzen ist interessant - vor allem für Schlechtwetter.

Ein Camper, der uns zusagen würde, kostet so kurzfristig gebucht um die 140 Euro pro Tag (Britz Hitop, ohne  Dusche/WC, also nicht für Freedom Camping zertifiziert, gesehen bei discovery-motorhomes.co.nz) - und das wäre dann mit neuseeländischen Versicherungs- und Vertragsbestimmungen.

Wenn wir stattdessen einen PKW für die Strecke Christchurch/Auckland mieten, der groß genug für all das Gepäck ist, dann sparen wir trotz Einwegmiete über die 6 Wochen mindestens 4.000 Euro.

Selbst wenn wir einen Teil davon in Campinggear anlegen, nicht überall das Billigste nehmen, sondern komfortable Matten, warme Schlafsäcke und ein wetterfestes Zelt aussuchen, sparen wir immer noch Tausende von Euro  - und gewinnen obendrein an Flexibilität  für Schlechtwetter und für Städte, in denen wir B&B/Hotels vorziehen.

Super. So machen wir's.  cool
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 22.März 2015 15:53:54 »
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Rückmeldung

Wir sind inzwischen zurück. Auf die Anmietung eines teuren (oder eines billigen, weil engen und primitiven) Campers haben wir - wie angekündigt - verzichtet.
Stattdessen hatten wir ein Auto mit großem Kofferraum gemietet - in leicht stornierbaren Verträgen für Südinsel und Nordinsel separat, so dass wir etwas flexibler waren.

Bei Campingausrüstern in Christchurch haben wir zu einem 3-Mann-Zelt in Stehhöhe gegriffen, das statt 400 NZD im Sonderangebot nur 250 NZD gekostet hat.

Einen tollen kleinen Kocher von "Hunting & Fishing", Schlafmatten, eine Campingleuchte und einen Coffee Plunger haben wir in hochwertiger Ausführung gekauft und - wie von vornherein beabsichtigt - nach DE mitgenommen.

Außerdem haben wir billige Schlafsäcke besorgt - zum anschließenden Wegwerfen.
Der nötige Kruschkram wurde bei "Warehouse" angeschafft (der Aldi/Lidl unter den Haushaltswarengeschäften).
Auf Campingstühle haben wir verzichtet und uns stattdessen an Plätze mit Campingtisch/-bank gestellt.

Übrigens haben wir am Aoraki Mt. Cook einen heftigen Sturm mit ebenso heftigen Regenfällen erlebt. Nebenan stand ein Zelt von "Warehouse", das es gründlich zerlegt hat, während unseres stehen und trocken blieb.

Von wegen "bargain": bei "Warehouse" gilt die Grundregel: "you get what you pay for". 
Dort sollte man wirklich nur das kaufen, was man nach kurzer Zeit sowieso wegwerfen will. Ansonsten sind unliebsame Überraschungen nicht auszuschließen.

Zelt, Schlafsäcke und Kruschkram haben wir am Ende der Reise für 250 NZD verkaufen können und waren sehr zufrieden mit dieser Lösung.

Insgesamt war so die Reise trotz des großen Autos wesentlich billiger als mit Camper. Die Einkäufe haben insgesamt 2 Tage gedauert.

Wenn wir nochmals nach NZ reisen würden, dann würden wir wieder keinen Camper mieten - schon gar nicht ein großes Ungetüm, das in diesem Land der schmalen Straßen  überall im Weg ist.
Stattdessen würden wir unser eigenes,  hochwertiges Zelt sowie Ausrüstung mitnehmen und nur wieder Eski und Kruschkram bei "Warehouse" kaufen.
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 22.März 2015 16:15:01 »
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Insgesamt betrug die Aufenthaltsdauer auf unserer Spontanreise 5 Wochen. (Wir hatten zugunsten von Singapur um eine Woche verkürzt.)

Unser Fazit zu Neuseeland

Das Land am Ende der Welt ist nach unserem Eindruck für zwei Sorten von Touristen interessant ...

... Für jene, die sich von Hubschrauberrundflügen über organisierte Busausflüge und Höhlenbesichtigungen bis zu Jetboat-Fahrten gern bespaßen lassen. Hierfür wird man allerdings viel Geld verbrennen, denn sämtliche organisierte Aktivitäten sind schweineteuer.

... Und für jene, die ernsthafte Treckingtouren, ein- bis mehrtägige Kayaktouren o.ä. unternehmen wollen und  die entsprechende Fitness, Ausrüstung sowie Zeit  mitbringen.
Solche Aktivurlauber können tagelang Regionen ohne Straßen, Häuser und Strommasten durchstreifen. Das ist bestimmt eine tolle Sache und auch nicht teuer.

Alle übrigen seien daran erinnert, dass NZ einen wirklich sehr langen Flug erfordert, 12 Stunden Zeitverschiebung gegenüber Mitteleuropa bedeutet und so ziemlich gar nichts zu bieten hat, was nicht anderswo auf dem Globus in wesentlich kürzerer Zeit, mit geringerem Aufwand und preiswerter zu erreichen wäre.

Zu diesem Schluss kam übrigens auch ein junger Ire, der mit einem Working&Travel-Visum unterwegs war und uns erzählt hatte, dass er z.B. in Irland viele Strände kenne, die weit schöner sind als die hochgejubelten Strände und Küsten in NZ.

Neuseeland war nett, aber dort haben wir uns ständig an meine Signatur hier erinnert ...
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 22.März 2015 17:23:19 »
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Zitat von: @nna am 22.März 2015 17:10:56
Außerdem sind uns die sogenannten Must do's, die uns eventuell reizen würden, zu sehr überlaufen.

Das kann man wohl sagen. Neuseeland ist enorm touristisch, und zwar in wirklich penetranter Weise.
Gut möglich, dass das früher anders war, aber spätestens seit der Herr-der-Ringe-Verfilmung gibt es eine Neuseeland-Hype, die dazu führt, dass man wirklich fit sein muss, um den Horden aus dem Weg gehen zu können ...
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 22.März 2015 17:24:55 »
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Zur Ergänzung noch unsere subjektiven Eindrücke bezüglich der Städte, über die selbst NZ-Fans kaum ein Wort verlieren. - Zu Recht, wie wir feststellen mussten:

Christchurch war früher angeblich eine schöne Stadt, ist aber nach zwei schweren Erdbeben (2010+2011) fast vollständig zerstört. Nur das Notwendigste wurde wieder aufgebaut. Es gibt viele Baulücken, baufällige Häuser und aufgelassene Gewerbeflächen. Neu errichtete Gebäude haben den Charme von Aldi- und Metro-Filialen. Die Stadt wirkt mutlos und kraftlos.

Ursprünglich hatten wir geplant mehrere Wochen in Wellington zu verweilen (airbnb-Wohnung), da wir beinahe auf die Werbekampagne der australischen Verlags Lonely Planet hereingefallen waren, der Wellington zur "coolest little capital in the world" erklärt hatte. Wir waren hinterher gottfroh, dass wir uns anders entschieden haben:
Wellington ist eine langweilige Stadt, die absolut nichts zu bieten hat, was man nicht sehr viel schöner in Melbourne finden würde.
Hinzu kommt, dass Wellington dem Wind extrem stark ausgesetzt ist. Röcke und Jacken fliegen hoch, lange Haare peitschen um den Kopf. Einmal musste ich mich an einem Straßenmast festhalten, um nicht umgeweht zu werden. Das nervt - mich jedenfalls.
Te Papa, für viele "die" Sehenswürdigkeit von Wellington: wir waren über dessen billiges, seichtes Konzept so verärgert, dass wir das Etablissement, das sich hochstaplerisch 'Museum' nennt, innerhalb kürzester Zeit verließen.
Das hat unsere Begeisterung für Wellington auch nicht gerade beflügelt.

Auckland wurde in den Reiseführern und im Internet als wenig attraktiv beschrieben. Daher haben wir nur knapp 2 Tage eingeplant. Leider. Von dieser Stadt sind wir sehr angenehm überrascht worden, so angenehm, dass wir beschlossen haben dort einen Zwischenstop einzulegen, falls es uns nochmals in diese Region der Welt verschlagen sollte.
Zu besichtigen gibt es freilich nicht viel - die Stadt ist einfach enorm angenehm. Es gibt sehr hübsche Stadtteile, zum Spazierengehen, Kaffeetrinken, Ausgehen, Segelboote-Gucken und Seele-baumeln-Lassen.
So wie Wellington entfernt an Melbourne erinnert (freilich ohne Melbourne auch nur annähernd das Wasser reichen zu können), ähnelt Auckland entfernt an Sydney - wobei wir Auckland jederzeit vorziehen würden.

Und sonst:
Sonstige neuseeländische Städte fanden wir im besten Fall belanglos, aber oft genug geradezu scheußlich. Queenstown, das auf kaum einer NZ-Reiseroute fehlt, ist nichts weiter als eine lieblose Ansammlung von Tour-Veranstaltern, Outdoor-Geschäften, Burger-Restaurants und Hotels. Rotorua und Taupo ebenso. Akaroa soll französisch sein, ist aber bloß lächerlicher Tourismuskitsch. Und das "schottische" Dunnedin ist so weit ab von der "normalen" Strecke, dass wir uns die 500+ km Umweg gespart haben. Daher weiß ich nicht, ob Dunnedin wirklich schottischer ist als Akaroa französisch. Selbst wenn: na und?

Die einzige Touristen-Stadt, die es sich wirklich zu besichtigen lohnt, ist Napier. Mit seinen wirklich schönen Art-Deco-Gebäuden ist es einen vollen Tag Aufenthalt wert.

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« Letzte Änderung: 23.März 2015 14:23:44 von My4Seasons » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 22.März 2015 19:05:24 »
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Zitat von: Katja am 22.März 2015 17:49:35
Ich kann dazu allerdings nur sagen, die Geschmäcker und Eindrücke sind halt doch oft verschieden.
Unbedingt, und subjektive Eindrücke sind eben subjektiv.

Zitat:
Gerade die Vielfalt der tollen Landschaften auf engem Raum in NZ hat uns begeistert.
Die Straßen sind schon oft "eng", aber das kannst du nicht gemeint haben.  wink
Wir sind kaum irgendwo sonst so viele Stunden hinter dem Steuer eines Autos gesessen wie ausgerechnet in NZ. Durchschnittlich 4+ Stunden pro Tag, also mehr als 140 Stunden Autofahrt in 5 Wochen, wie der Bordcomputer unerbittlich feststellte.

Man kann 30 Stunden nach Neuseeland fliegen und mit 12 Stunden Jetlag sowie solchen langen Fahrtzeiten im Auto tatsächlich vielfältige Landschaften sehen - aber es geht auch ohne diesen Aufwand:

Wie weit würde man in Europa kommen, wenn man sich eine ähnliche Gewalttour vornehmen würde?
Zwischen Hammerfest am nördlichen Polarkreis und Palermo liegen laut Google Maps 54 Stunden Fahrzeit, von Edinburgh bis zum Peloponnes sind es etwa 36 Stunden.

Und man muss ja nicht immer Auto fahren.
Zwischen norwegischen Fjorden und italienischen Dolomiten, zwischen schottischen Highlands und toskanischen Hügeln, irischen Küsten und griechischen Stränden findet sich in einem Umkreis von 2-4 Std. Flugzeit nicht nur eine große Vielfalt von Landschaften, sondern als Dreingabe auch noch eine beeindruckende Vielfalt wunderbarer Städte und Kulturen.

Es freut mich für dich, dass sich deine NZ-Reise gelohnt hat. Für uns war das aber kein Herzensziel. Trotz einiger schöner Eindrücke hat sich das für uns nicht wirklich gelohnt, und es hätte sich noch sehr viel weniger gelohnt, wenn NZ nicht eine Etappe auf einer mehrmonatigen Reise durch 3 Kontinente gewesen wäre, sondern wir die lange und teure Anreise extra nur für NZ unternommen hätten.

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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 22.März 2015 21:33:16 »
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Zitat von: Känguru am 22.März 2015 21:08:58
Welche Gebiete - Kontinente habt Ihr denn ansonsten noch bereist?
Du meinst: auf dieser 7-monatigen Reise?

Wir waren in
Japan: Tokio, Autorundreise in ländlichen Gebieten im Süden, Bahnrundreise im Norden der Hauptinsel bis Aomori. - Das war unsere 3. Japanreise innerhalb von 8 Jahren, nach Herbst und Frühling eine Obon-Reise (Sommerreise).

Außerdem in China (Peking und Shanghai), Wiederholungsreise nach mindestens 20 Jahren.

Danach in Indien (Kalkutta, Orissa, Varanasi, Amritsar) - 3. Indienreise (siehe Reisebericht im Asien-Forum).

Dann in Südafrika (nur Kap-Region und Stellenbosch) - nach einer "Garden Route/Kleine Karoo"-Reise im Vorjahr,

Anschließend in Australien (Victoria + Tasmanien); Wiederholungsreise nach 3 Monaten Australien vor etwa 10 Jahren.

Dann in Neuseeland

und schließlich in Singapur.

Jetzt sind wir in DE und ruhen uns aus.
Bald werden weitere Reisen entschieden, denn der großzügig vorgezogene Ruhestand wird erstmal ausgiebig zum Reisen genutzt.
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 23.März 2015 10:54:24 »
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Zitat von: traveline am 23.März 2015 09:58:12
@ My4Seasons: Da frag ich doch gleich mal, wie Dir im Vergleich Tasmanien (und Victoria) gefallen hat?
Was Melbourne betrifft:
Die schöne Reisezeit spielt sicher eine nicht zu unterschätzende Rolle für unsere Eindrücke:  es war Dezember bzw. Frühsommer; wir hatten ein viktorianisches Cottage gemietet und nicht nur in unserer Straße duftete es nach Jasmin ...
Diese Einschränkung vorweg, denn Melbourne kann im Spätsommer sicher trostlos ausgedörrt und im Winter sicher ungemütlich sein ...

Wir haben uns jedenfalls in Melbourne verliebt. Bei unserem ersten und sehr flüchtigen Besuch ist es uns gar nicht aufgefallen, wie attraktiv die Stadt ist.
Melbourne ist europäisch und doch enorm kosmopolitisch, hat ästhetisch schöne Hochhäuser und liebevoll restaurierte viktorianische Cottages, es ist sauber, es ist sicher, es gibt gute öffentliche Verkehrsmittel, Radwege, Spazierwege. Die Leute sind sehr entspannt, tolerant und freundlich.
Es gibt viel zu entdecken - wunderbare Lokale (Cafés, Kneipen, Restaurants mit Küchen aus aller Welt), einen sehr schönen Park mitten in der Stadt, reizende Straßen, die  Promenade am Fluss entlang, etliche Ausflugsmöglichkeiten.
Die Menschen, die Stadt strahlen sehr viel Lebensfreude aus. Anders als in amerikanischen oder amerikanisierten Städten kann man sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein.
Kurzum: Melbourne, eine Großstadt aber kein Moloch, ist die ideale Mischung aus Alter Welt und Neuer Welt.

Tipp: das Touristenamt hat 5 oder 6 kleine Broschüren für Spaziergänge nach diversen Mottos. Sehr lohnend.
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 23.März 2015 11:54:33 »
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Nach der Zeit in Melbourne (mit Ausflügen in Victoria) waren wir anschließend 3 Wochen in Tasmanien.

Tasmanien hat den (zunehmend verblassenden) Ruf ein langweiliger Ort für langweilige ältere Leute zu sein, und natürlich kann man Pseudo-Attraktionen wie z.B.  Himbeerfarmen besuchen, wo man für teures Geld himbeerfarbene Strümpfe und Himbeer-Marmelade kaufen kann.

Es gibt auf dieser kleinen Insel aber mehrere großartige  Nationalparks und sehr schöne Landschaften.

Während man in NZ meist nur die Wahl zwischen unbefriedigenden 30-Minuten-Runden und mehrtägigen Streckenwanderungen hat, bieten tasmanische NPs alles von kurzen Rundgängen über Halbtages- und Tageswanderungen bis zu mehrtägigen Treckingtouren.
(Höhepunkt wäre eine atemberaubend schöne Durchquerung des Cradle Mountain NP von Nord nach Süd in 5-6 Tagen; Voranmeldung mehrere Monate; teures Permit. Alternativ kann man diesen NP auch sehr gut in kürzeren Wanderungen von zwei Eingängen her erkunden.)

Wir haben meistens Wanderungen von 2,5 bis 5 Stunden unternommen - etwas, was in NZ nur an wenigen Orten möglich ist.

Die Hauptstadt Hobart ist klein, beschaulich, nett. Auch Launceston ist ein netter Ort. 

Tasmanien hat uns sehr gut gefallen. Die Insel lohnt sich m.E. für Naturliebhaber und Wanderer als selbständiges Reiseziel für 2-3 Wochen (je nach Wander-/Treckingprogramm auch länger) oder lässt sich mit Melbourne/Victoria ideal kombinieren.

Reiseform: ein kleinerer Camper oder Auto mit Zelt.
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 23.März 2015 22:06:23 »
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Zitat:
Ich bin teilweise auf Ingrids Spuren über die Nordinsel gefahren, erinnere mich noch gerne an den gebratenen Red Snapper in der Pommesbude an der Nordküste und stelle auch fest, das waren tolle Eindrücke auf dieser Insel - aber im Gegensatz zu Australien, dort war ich erst neunmal, muss ich nicht wieder nach NZ.
Deine Begeisterung für Fish & Chips teile ich nicht, wohl aber den letzten Halbsatz deines Posts -
- der übrigens zeigt, dass dein Fazit zu NZ trotz der Flut unflätiger Beleidigungen gar nicht so weit weg ist von meinem Fazit.

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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 23.März 2015 22:38:19 »
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Zitat von: Edmund am 23.März 2015 22:28:40
Es geht nicht um das Fazit, sondern um deinen Umgang mit fremden Kulturen, Landschaften und Menschen; und dieses dein Verhalten ist unflätig!
Unflätig ist hier nur eines, und das ist dein Schrieb. Deshalb mache ich mir auch nicht die Mühe darauf einzugehen.
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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 23.März 2015 23:42:26 »
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Zitat von: Edmund am 23.März 2015 23:14:14
Jetzt noch mal sachlich.

Das nennst du "sachlich"?
So viel Schaum vor dem Mund - das ist fast schon amüsant.






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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 25.März 2015 10:08:53 »
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Zitat von: Katja am 24.März 2015 22:19:59
Sicher käme man in Europa ziemlich weit mit 5180 Kilometern Strecke. Aber solche Strecken würde ich mir in Europa gar nicht erst vornehmen. Da muss ich nicht in 3 oder 4 Wochen mehrere Länder abgrasen. Da reicht auch mal ein Land für 2 Wochen.
Ganz genau. Aber würde man in Europa genauso viel fahren, wäre die Landschaft ähnlich vielfältig.
Außerdem sprichst du von Kilometern; ich hingegen von Fahrstunden.
Da in NZ auch die Durchgangsstraßen durchwegs langsam sind, auf denen man einfach nur von A nach B kommen will, entspricht ein Vergleich der Kilometer nicht annähernd einem Vergleich des zeitlichen Aufwands.
Vergleicht man Flugzeiten, Fahrzeiten und Landschaften, wird es noch einen ganzen Tick offensichtlicher, dass NZ für Australier naturgemäß ein sehr viel interessanteres Reiseziel sein dürfte als für Europäer, die Ähnliches mit sehr viel weniger Aufwand erleben können.  - Mit Ausnahme der Treckingtouren und Kajakrouten, für die man aber erstmal die Zeit und die Fitness mitbringen muss.

Zitat:
Und Europa hat auch ganz viele tolle alte Städte, wo die "neue" Welt nicht mithalten kann. Melbourne hat mir da z.B. auch nicht besonders gefallen. Aber ich kann mir da kein wirkliches Urteil erlauben, da wir die Stadt nach einer Übernachtung bereits wieder verlassen haben.
So ging es uns bei unserem ersten Besuch auch: wir fanden die Stadt damals ebenfalls belanglos, weil wir uns nicht viel Zeit dafür genommen haben. (Und natürlich ist es immer auch Geschmackssache, welche Städte man mag.)

Zitat:
Aber in Europa ist alles auch viel enger. In Neuseeland braucht man alleine deshalb schon mehr Zeit für die Autofahrten, weil es keine Autobahnen gibt. Und es hat einfach auch grandiose Natur. In Europa ist ein Großteil der Landschaften leider viel zu sehr zersiedelt und urbanisiert.
Es stimmt, dass in NZ mehr Platz ist, dass in Europa viele Naturräume durch Zersiedelung und Urbanisierung stärker zerstört sind ('stärker' insofern, als auch NZ mit seiner intensiven, nicht sehr idyllisch wirkenden und teilweise errodierten Weidelandschaft kein Shangri La ist). - Nur hatten wir davon nicht viel, weil wir allzu oft an abweisenden Zäunen vorbei fuhren, oder wegen fehlender Parkplätze und Wege nicht oder höchstens kurz aussteigen konnten. 

Es liegt mir aber fern jemandem sein Traumziel auszureden. Wer das Gefühl hat etwas zu verpassen, wenn er nicht nach NZ reist, soll das unbedingt tun. Ich finde es lediglich wichtig, dass man - bevor man irgendwo hin fährt - nicht immer nur das Positive liest oder hört, nicht nur Schwärmereien, sondern auch mal ganz nüchtern die Meinung von Leuten, die weniger begeistert waren. Nur dann, wenn man unterschiedliche Meinungen erfährt, kann man sich daraus seine EIGENE Meinung bilden und seine EIGENE Entscheidung treffen.

So sehe ich es jedenfalls, und bin meinerseits froh um jeden unverblümten Bericht aus Ländern, die mich interessieren. Auch wenn ich die Meinung der Betreffenden nicht zwangsläufig teile,  finde ich nüchterne Fazits oft sehr viel aufschlussreicher, als nach all den Hochglanzfotos in Hochglanz-Reisemagazinen nun auch noch quasi "Hochglanz-Erzählungen" zu lesen.
Es gibt ohnehin mehr Länder und Regionen auf der Welt, als Zeit sie zu bereisen. Wie sollte man denn sonst für sich die Auswahl daraus treffen, wenn alles nur als 'toll' und 'großartig' beschrieben wird?

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Re:Spontan unterwegs in Neuseeland ?!
« am: 25.März 2015 12:53:44 »
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Jeder Jeck ist anders, und das ist auch gut so, sonst gäbe es an vielen Orten der Welt ein noch viel größeres Gedränge. Aber jeder sollte sich auch aus möglichst unterschiedlichen Eindrücken sein eigenes Bild zusammenstellen dürfen.

Von daher finde ich die unflätigen Beschimpfungen dieses Users völlig deplatziert, der es offensichtlich ganz furchtbar findet, wenn jemand offen ein eher nüchternes Fazit zieht.
So unflätig und beleidigend seine Posts sind, so amüsant ist seine Beschimpfungstirade aber zugleich, da auch er (ebenso wie Ingrid und Michael) offenbar zu dem Ergebnis gekommen ist: "Einmal reicht" - und das, obwohl er nur die Nordinsel bereist hat, also einen großen Teil des Landes gar nicht gesehen hat.  cheesy

Ich sag's nochmal, und dann ist das Thema für mich gegessen:
m.E. ist NZ ein schönes Erlebnis, wenn man die Zeit, die Fitness und die Ausrüstung mitbringt, um große Touren zu machen - zu Fuß oder mit dem Kajak.
Es mag auch toll sein für Leute, die bereit sind sehr viel Geld für organisierte Attraktionen auszugeben.
Ansonsten sollte man sich gut überlegen, ob man das, was es dort gibt, nicht auch anderswo sehr viel müheloser und letztlich kostengünstiger findet.

Das ist alles, und diese Meinung ist sicher kein Grund sich hier wie Rumpelstilzchen aufzuführen.

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« am: 25.März 2015 16:44:54 »
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Zitat von: Katja am 25.März 2015 13:57:20
Die einzige Sorge hatte ich wegen des Wetters, das dort ja auch im Sommer oft sehr unbeständig ist. Und ich hatte auch schon Berichte gelegen, wo es den Leuten den ganzen Urlaub verregnet hat. Aber da hatten wir insgesamt viel Glück. Wenn man die Natur erleben will und nicht nur ins Museum gehen, spielt das Wetter halt doch eine große Rolle. Und alles sieht bei Sonnenschein auch gleich viel schöner aus!
Es heißt ja "es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung", aber ich stimme dir zu, auch wenn das Wetter-Thema je nach Reiseziel unterschiedlich relevant sein wird.
Für mich spielt es z.B. auch eine große Rolle, ob ich eine Landschaft während der Frühjahrsblüte oder aber trocken und verdörrt erlebe.

Was glaubst du, weshalb ich diesen Nickname gewählt habe.  cool

Wetter ist nicht nur Wetter. Wetter ist auch Klima, und beides verändert das eigene Wohlbefinden, aber auch die Landschaft und das Stadtleben enorm.

Die Schönheit eines Reiseziels verhält sich nicht proportional zur Entfernung.
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
« Letzte Änderung: 25.März 2015 16:57:30 von My4Seasons » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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