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  12.Dezember 2017 17:17:42

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 Thema: Straßenverkehr in Indien ...  (Gelesen 1116 mal)
BikeAfrica

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Straßenverkehr in Indien ...
« am: 24.Januar 2016 23:28:55 »
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Hallo zusammen,

ich denke gerade über eine Reise nach Indien nach und favorisiere Punjab und Rajasthan.

Einige hier im Forum waren bereits in Indien und wenn ich nichts übersehen habe, waren alle mit Mietwagen und Fahrer dort unterwegs wegen des chaotischen Straßenverkehrs.

Jetzt war ich zwar schon in afrikanischen Millionenstädten wie Nairobi, Dar es Salaam, Douala, Accra oder Freetown zur Hauptverkehrszeit mit dem Rad unterwegs und die afrikanischen "Verkehrsregeln" sind mir geläufig. Was Indien angeht, kann ich das nur schwer einschätzen. Wie beurteilt ihr die Gefahren im Straßenverkehr?

Eine Fahrt mit Mietwagen kommt für mich nicht in Frage. Die Alternative wäre eine Rucksacktour mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß.

Gruß
Wolfgang
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opossum

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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 25.Januar 2016 00:07:46 »
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Hi Wolfgang,

kennst du (beispielsweise von Facebook) den Wilfried Hofmann, der mit seiner Frau um die Welt geradelt ist? Er beantwortete letztens eine Frage zum gleichen Thema wie folgt:

"Ist absolut interessant, doch kann es auch zur Belastung werden. Würde empfehlen den Süden von Indien zu bereisen, denn im Norden kann es bezüglich Smog und Dauerverkehr zum Alptraum werden."

Meine Einschätzung nach 2 dreiwöchigen Reisen:

Im städtischen Chaos wirst du Probleme haben vorwärts zu kommen, und auf den Landstraßen ist die Unfallgefahr durch betrunkene oder unvorsichtige Fahrer sicher äußerst hoch. Insbesondere Linienbusse haben eine eingebaute Vorfahrt, und solche internen Regeln muss man erst einmal verstanden haben.

Als Fußgängerin beispielsweise in Delhi und auch in manchen Ecken von Mumbai habe ich mich stellenweise (wenn auch selten) nicht über die Straße getraut. Sollte ich da mal gezwungen sein unter den Bedingungen eine Großstadt mit dem Rad durchqueren zu wollen, würde ich mir da viele, viele Pausen einplanen oder versuchen das Rad in ein öffentliches Verkehrsmittel mitzunehmen. Alles andere wäre mir zu laut, zu nervig und die Aufmerksamkeit darf eben nicht nachlassen.

Auf gar keinen Fall würde ich bei Dunkelheit fahren, auch in der Stadt nicht, zum einen wegen des Suffs, vor dem mich damals mein Fahrer gewarnt hatte, zum anderen, da man in Indien eher nach Gehör fährt und so etwas wie ein funzeliges Fahrradlicht schnell übersehen wird. Auch seriöse Tourunternehmer beispielsweise lehnen Fahrten bei Dunkelheit über Land aus Sicherheitsgründen ab, außer wenn es sich um unvermeidbaren Transfer handelt, wenn beispielsweise ein Gast erst mitten in der Nacht ankommt oder morgens schon um 6 Uhr zum Flughafen muss.

Generell muss ich aber sagen, dass ich mir den Verkehr insgesamt noch schlimmer vorgestellt habe und es für machbar halte für jemanden, der besonnen ist, die eigenen Grenzen kennt und sich nicht zu viel vornimmt in Städten und auf außerstädtischen "Rennstrecken"
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doro

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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 25.Januar 2016 00:09:14 »
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Hallo, Wolfgang,

vermutlich würde man mit Fahrrad nicht für voll genommen. Es gilt das Recht des Stärkeren.
Eventuell ginge ein Motorrad/Motorroller. Damit sind viele Inder und sogar Inderinnen  wink  selbst unterwegs in den Städten.
Es gibt durchaus Backpacker, die mit Bussen oder besser Bahn unterwegs sind. Und überall gibt es günstig TukTuks zu mieten wenn mal  notwendig.

Gruß Doro
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opossum

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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 25.Januar 2016 00:16:42 »
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Ach ja, und wenn ich mich richtig erinnere, ist es zumindest für mich als Laien nicht immer ersichtlich gewesen, wie die Straßenführung sich so verändert. Du findest dich vielleicht unversehens in einem engen Tunnel oder auf einer stark befahrenen schmalen Brücke wieder oder auf einer Strecke, von der du aus anderen Gründen nicht mal eben herunterkommst, beispielsweise einer Art Schnellstraße mit einer Seitenbegrenzung.

Falls du dann auf einen Fußweg ausweichen musst, bedeutet das sicher im allgemeinen schieben zu müssen, denn unabhängig von "normalen" Fußgängern liegen dir manchmal einfach so schlafende Menschen im Weg oder aufgrund eines Loches im Weg geht es nicht einfach geradeaus weiter.

Ich weiß wohl, wem ich das so erzähle und denke mir, dass du auch so etwas kennst und da irgendwelche Strategien hast, aber manchmal wird es sich als schwieriger entpuppen als es in der Theorie mit einer Karte in der Hand so aussieht.
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yvy

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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 25.Januar 2016 07:24:07 »
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Kennst du den Reisebericht von Andreas Pröve?
Der war sogar mit dem Rollstuhl in Indien.
Ein absolut bewundernswerter Typ, der seine Erlebnisse auch noch sehr spannend und humorvoll schildern kann. Allerdings hat er einen Freund auf dem Motorrad als Begleitung dabei gehabt...
Es gibt im Bericht eine Scene in Zeitlupe aufgenommen, da kommt ihm ein Bus entgegen, der gerade überholt -  Oh Mann  shocked
Ich glaube auch, dass der Verkehr; vor allem auch LKW, wie überall stark zugenommen hat, die Landstraßen sind aber schlecht, schmal und nicht für Fernverkehr ausgelegt. Nebenstraßen / Feldwege auf die man ausweichen könnte, sind bestimmt sehr einfach...

Außerdem hat bei "Grenzgang" auch mal ein Paar, das per bike in Indien unterwegs war berichtet:
Da ist bei mir hängen geblieben, dass vor allem die neugierige Bevölkerung auf Dauer ein Problem war. Die beiden waren ständig umringt und wurden bestaunt. Das war denen wohl oft zu viel.

Will damit sagen, es ist schon gefährlich, aber ich denke auch sehr reizvoll.

LG yvy
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BikeAfrica

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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 25.Januar 2016 21:25:37 »
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Hallo und danke schon mal für eure Einschätzungen.

Mit Wilfried Hofmann hatte ich vor längerer Zeit schon mal Kontakt und habe auch sein Buch "Grenzenlos", bin aber noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Es warten noch so viele Bücher im Regal ...

Mit Andreas Pröve habe ich auch schon mal gesprochen und zahlreiche seiner Vorträge besucht. Inzwischen hat er einen kleinen Trailer mit Verbrennungsmotor am Rollstuhl, so dass das nun ein echter "Feuerstuhl" ist.

Dass ich nicht im Dunkeln fahre, ist klar. Das mache ich auch in Afrika nicht und damit ich nicht in Versuchung komme, habe ich auch gar keine Beleuchtung am Rad. Außerdem fahre ich auf Tour nur mit Rückspiegel, um zu wissen, was hinter mir passiert.

Evtl. könnte ich neben dem Fahrrad ja auch 'nen kleinen Rucksack mitnehmen. Wenn es dann mit den Verkehrsverhältnissen zu wild ist, könnte ich das Rad (gegen Bezahlung) in einem Hotel evtl. eine Weile unterstellen und mit dem Rucksack weiterreisen.   

Gruß
Wolfgang
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Ingrid
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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 26.Januar 2016 07:16:48 »
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Hallo Wolfgang,
ich kann mir vorstellen, dass nicht der Verkehr das größte Problem ist.
Sondern der fehlende Respekt der Bevölkerung.
Du bist ein reicher Weißer und kannst Dir einen Fahrer leisten. Warum solltest Du in den Augen der Inder mit einem Fahrrad herum fahren? Das machen nur die armen Bauern und kleinen Jungs, nur notgedrungen und nur innerhalb vom Dorf,
Als Fahrradfahrer bist Du auch nicht "anständig" gekleidet  und somit ein "Hippie" - was in Indien eher ein Schimpfwort ist.
Inder erwarten angemessene Kleidung zur Herkunft, keine kurzen Hosen an erwachsenen Weißen.

Gruß
Ingrid
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BikeAfrica

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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 26.Januar 2016 19:55:05 »
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Hallo Ingrid,

die Sachverhalte treffen auf Afrika auch zu, aber da fragen die Leute höchstens neugierig, warum man nicht mit dem Auto reist oder sie betrachten einen als Sportler und respektieren das erst recht. Ich meine jetzt nicht Länder wie Südafrika oder Namibia, sondern auch ärmere Länder wie Kamerun oder Sierra Leone ...

Meinst Du, das ist in Indien anders? Ich hätte die Leute dort so neugierig eingeschätzt, dass die eher fragen, warum man mit dem Rad unterwegs ist.

Gruß
Wolfgang
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« Letzte Änderung: 26.Januar 2016 20:41:08 von BikeAfrica » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Straßenverkehr in Indien ...
« am: 26.Februar 2016 21:34:26 »
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Ich denke in Indien, ist die Gefahr angefahren werden geringer als die Gefahr durch den extremen Smog besonders in Dehli, Bombai und Kalkutta.

Hatte mal auf einen schönen Sonnenuntergang gehofft da ich genau zu dieser Zeit in Dehli landen sollte.
Von Paro ( Bhutan ) über den Himalaja war klares Wetter mit extremer Fernsicht.
Nahe Dehli sind wir dann in ein dunkle Smog Wolke eingetaucht.

Sehr chaotisch ist auch Madras.

Relativ gesittet für indische Verhältnisse war Tiruchyrapally.
Die statt ist auch für indische Verhältnisse recht sauber, hat aber auch nur 1 Million Einwohner.
« Letzte Änderung: 26.Februar 2016 21:35:14 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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