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  21.Januar 2018 03:35:39

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 Thema: Risikoanalyse Naturgewalten  (Gelesen 3689 mal)
Wasi

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Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 18.September 2014 16:23:08 »
Antwort mit Zitat nach oben
Die aktuelle Risikoanalyse berücksichtigt, wie oft und wie stark Naturereignisse wie etwa Erdbeben oder Überschwemmungen eintreten. In den Index einberechnet ist aber auch die Verwundbarkeit von Gesellschaften und deren Anpassungsfähigkeit, also etwa die wirtschaftlichen Ressourcen und die allgemeinen Lebensverhältnisse von Menschen in einem Land. Politik ist da ohne Bedeutung.

Geringste Risiken in Saudi-Arabien, Malta und Katar - aber wer will da hin?

Die gefährlichsten Naturziele

1. Vanatu
2. Philipienen
3.Tonga
4. Guatemala
5. Bangladesh
6. Salomomen
7. Costa Rica
8. El Salvador
9. Kambodscha
10.Papua Neu-Guines

Deutschland auf Rang 147

Mehr dazu auf: www.entwicklung-hilft.de/aktuelles/

Wasi
A guy walks up to me and asks: "What's Punk?" so I kick over a garbage can and say: "That's punk!".
So he kicks over the garbage can and says: "That's realy punk?" and I say: "No, that's trend."
(Billie Joe Armstrong)
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GunterMcH
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 14.April 2015 20:51:54 »
Antwort mit Zitat nach oben
Der Link dazu läuft auf ein Fehler und der ganze Beitrag ist nichtssagend.

Gefährliche Ziele sind de facto:
http://www.zukunft-mobilitaet.net/33215/analyse/verkehrssicherkeit-verkehrstote-weltweit-ranking-who/

Land                              Verkehrstote pro 100.000 Einwohner
Niue                               68.3
Dominikanische Republik       41.7
Thailand                       38.1

Thailand ist schon eines der gefährlichsten Reiseländer, nicht zuletzt durch massive Naturzerstörung.
Die massive Naturzerstörung, besonders die Zerstörung der schützenden Mangroven, forderte 2004 in Asien beim Tsunami etwa 230.000 Opfer, davon sehr viele in Thailand.

« Letzte Änderung: 14.April 2015 20:57:58 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 14.April 2015 20:56:30 »
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Auch das schlägt locker jede Epidemie
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/risiko/krebs-copd-schlaganfall-who-prognostiziert-sieben-millionen-tote-durch-luftverschmutzung_id_3716298.html

Etwa 3,7 Millionen Todesfälle lassen sich laut WHO-Hochrechnung auf Smog in der Umgebungsluft zurückführen.
Sogar etwas mehr Todesfälle, nämlich 4,3 Millionen, haben verschmutzte Luft in Gebäuden als Ursache.

Verkehrslärm, Fluglärm usw. schlagen auch locker jede Epidemie.
https://verkehrslaerm.wordpress.com/2013/04/06/jahrlich-65-000-tote-in-deutschland-durch-feinstaubbelastung/
"Jährlich 65.000 Tote in Deutschland durch Feinstaubbelastung"

« Letzte Änderung: 14.April 2015 20:57:10 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 14.April 2015 21:08:09 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hier gibt es auch noch eine ganz winzige Zahl von Opfern, die aber keinen wirklich interessieren:
http://archiv.ippnw.de/arc-atomwaffen/atomtests/artikel/1f91396d2a2e2b670fec399de86da212/millionen-krebstote-durch-atomtests.html

"Der Münchener Biochemiker Professor Roland Scholz hat anhand der Daten einer UN-Kommission und des Hiroshima-Institutes in der IPPNW-Studie „Bedrohung des Lebens durch radioaktive Strahlung” aus dem Jahr 1997 berechnet, dass allein die äußere Strahlenbelastung durch den Bomben-Fallout weltweit 3 Millionen zusätzliche Krebstote bis zum Jahr 2000 verursachen könnte. Hinzu kämen die Folgen der Inkorporation von Radionukliden durch Nahrung und Atemluft. Durch diese interne Strahlung könne es noch zusätzliche 30 Millionen Opfer geben. "

http://www.ngo-online.de/2005/07/14/60-jahre-atomwaffen/

"Die IPPNW verweisen unter anderem auf Ergebnisse der Europäischen Kommission für Strahlenrisiken (ECRR). Laut diesen sind neben den 61,7 Millionen Erwachsenen auch 1,5 Millionen Kinder und 1,9 Millionen Babys im Mutterleib durch die künstliche Strahlung umgekommen. "

"Währenddessen gibt es laut IPPNW immer mehr Staaten die Atomwaffen bauen wollen, da sie sich dadurch Sicherheit vor den Atommächten versprechen. Nach Informationen der IPPNW gibt es zur Zeit noch 28.000 Atomwaffen mit zusammengenommen 7500 Megatonnen Sprengkraft. Die Zerstörungskraft dieser Waffen reiche für die mehrmalige Vernichtung allen Lebens auf der Erde und entspreche 2500 zweiten Weltkriegen."

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travelmedicus

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schön hier, ne? ;-)

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 14.April 2015 21:35:25 »
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Huhu,

mich wundert ein wenig, dass Indonesien mit seinen täglchen Erdbeben und den vielen Vulkanen gar nicht auftaucht an der Spitze.
Wir haben das Thema Naturgewalten mal in Bezug auf Wahrscheinlichkeiten angegangen und innerhalb eines Halbjahreszeitraumes kam für uns dabei im Jahr 2010 Indonesien heraus und was wir dabei erlebt haben wurde mit der Kamera aufgezeichnet - und ist kosten- und registrierungsfrei auf unserer Webseite zu sehen:
Der Ausbruch des Vulkans Merapi auf der Insel Java/Indonesien im Jahr 2010
Link: www.GunungApi.de

Sonnige Grüße,
Thomas
Wissen darf man auch nutzen - www.TravelMedicus.com
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My4Seasons

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 15.April 2015 01:17:13 »
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Zitat von: GunterMcH am 14.April 2015 20:51:54
Gefährliche Ziele sind de facto:
http://www.zukunft-mobilitaet.net/33215/analyse/verkehrssicherkeit-verkehrstote-weltweit-ranking-who/

Ein sehr interessanter Link, auch wenn mir nicht klar ist, was diese Informationen für einen praktischen Wert haben könnten.
Oder fährt jemand z.B. nicht nach Thailand / Iran / ... wegen der hohen Zahl an Verkehrstoten?


Zitat:
Thailand ist schon eines der gefährlichsten Reiseländer, nicht zuletzt durch massive Naturzerstörung.
Die massive Naturzerstörung, besonders die Zerstörung der schützenden Mangroven, forderte 2004 in Asien beim Tsunami etwa 230.000 Opfer, davon sehr viele in Thailand.

Dass die Naturzerstörung in Thailand groß und bedauernswert ist, steht außer Frage. Der Tsunami von 2004 hat damit jedoch überhaupt nichts zu tun.
Die Ursache war ein Seebeben vor Sumatra, das mit einer geschätzten Stärke von 9.1 (oder mehr) eines der stärksten Beben seit Beginn seismischer Messungen war.
Zum Vergleich: ein Erdbeben der Stärke 8.0 beträgt "nur" ein Zehntel dessen Stärke, ist aber bereits so stark, dass es einem Menschen nicht möglich ist sich auf den Beinen zu halten.

Dieses Seebeben, das unvorstellbare Ausmaße hatte, und nach Berechnungen von Wissenschaftlern der NASA sogar eine leichte Verschiebung der Erdachse verursacht haben soll, führte zu einer entsprechend gigantischen Riesenwelle.

Näheres siehe Wikipedia

Die Schönheit eines Reiseziels verhält sich nicht proportional zur Entfernung.
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
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My4Seasons

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 15.April 2015 01:32:48 »
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Zitat von: GunterMcH am 14.April 2015 20:56:30
Auch das schlägt locker jede Epidemie
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/risiko/krebs-copd-schlaganfall-who-prognostiziert-sieben-millionen-tote-durch-luftverschmutzung_id_3716298.html

Etwa 3,7 Millionen Todesfälle lassen sich laut WHO-Hochrechnung auf Smog in der Umgebungsluft zurückführen.
Sogar etwas mehr Todesfälle, nämlich 4,3 Millionen, haben verschmutzte Luft in Gebäuden als Ursache.

Verkehrslärm, Fluglärm usw. schlagen auch locker jede Epidemie.
https://verkehrslaerm.wordpress.com/2013/04/06/jahrlich-65-000-tote-in-deutschland-durch-feinstaubbelastung/
"Jährlich 65.000 Tote in Deutschland durch Feinstaubbelastung"


Da fällt mir spontan eines meiner Lieblingsbücher ein.
Angesichts solcher Statistiken bleibt nur festzuhalten: das Leben ist lebensgefährlich und endet leider mit dem Tode,
der übrigens gemäß statistischem Durchschnitt in Deutschland recht spät eintritt, was besonders diejenigen beruhigen dürfte, die es vorziehen an Demenz zu sterben.

Ansonsten fällt mir hierzu noch China ein: wenn der Feinstaub sogar in Deutschland (!) wirklich so gefährlich ist, wie gelangweilte und unterbeschäftigte Wissenschaftler auszurechnen belieben, frage ich mich, warum nicht in jeder Minute Hunderte Chinesen tot umfallen.
Obwohl - vielleicht tun sie es ja, und es guckt wieder kein Schwein.

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« Letzte Änderung: 15.April 2015 01:45:49 von My4Seasons » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Ali

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Koooomm nach Südafrika

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 15.April 2015 07:30:17 »
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Haha, My4Seasons. You made my day!  kiss

Ich kippe auch lieber mit 80 mit Herzschlag um als mit 90 im "Seniorenheim" zu landen. Und ja, das Leben ist gefährlich. Was wir alleine jeden Tag essen und trinken ist schon ein Anschlag auf Leib und Leben. Aber wenn es schmeckt: Bitte! Carpe Diem!

In meiner engsten Umgebung sind jetzt zwei Fitness-Fanatiker, Nichtraucher und Anti-Alkohliker an Krebs verstorben. Einer mit kanpp 50, einer mit 63 nur wenige Monate nach Erreichen der Rente. Da wollte er endlich mal um die Welt reisen.

Und das es z.B. im vollen in Indien weniger Verkehrstote gibt als im leeren Namibia, das sollten allen zu denken geben die sich ohne Allraderfahrung ans Steuer setzen um am ersten Tag 300 Kilometer zu fahren und sich von einschlägigen Foren vorab bestätigen lassen es sei alles ganz harmlos und alles machbar.

Allgemein finde ich solche Statistiken immer ganz interessant, ich lese sowas gerne. Und sei es nur um die eigenen Vorurteile bestätigt zu bekommen...  grin

Ali
Die Törichten besuchen in den fremden Ländern die Museen.Die Weisen aber gehen in die Tavernen
(Erich Kästner)
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Bärbel

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Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag!

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 15.April 2015 07:34:09 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hallo, natürlich trifft es einen Urlauber nicht gleich in seinen 3 Wochen vor Ort wenn das Risiko auf Naturgewalten hoch ist oder "dicke Luft" am Ankunftsort  herrscht.
Ab er man sollte immer beim Reisen über den Tellerrand schauen und an die Menschen denken, die dort immer leben müssen. Meist denkt man sich doch: "Schönes Urlaubsziel, aber leben möchte ich hier nicht".

Erst wenn man wieder nach Hause kommt, dann sieht man doch wie gut wir es hier haben: sauberes Wasser jederzeit, Zugang zu Toiletten, keine schlimmen Naturkatstrophen wie Tsunamis oder heftige Erbeben...

Bärbel
« Letzte Änderung: 15.April 2015 07:35:11 von Bärbel » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
My4Seasons

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 15.April 2015 11:51:22 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: Ali am 15.April 2015 07:30:17
Und das es z.B. im vollen in Indien weniger Verkehrstote gibt als im leeren Namibia, das sollten allen zu denken geben die sich ohne Allraderfahrung ans Steuer setzen um am ersten Tag 300 Kilometer zu fahren und sich von einschlägigen Foren vorab bestätigen lassen es sei alles ganz harmlos und alles machbar.

Allgemein finde ich solche Statistiken immer ganz interessant, ich lese sowas gerne. Und sei es nur um die eigenen Vorurteile bestätigt zu bekommen...  grin

Diese Statistiken erlauben eigentlich durchaus auch vernünftige Schlussfolgerungen:

Zum Beispiel sollte man in Thailand oder Bali besser keines der  verlockenden Mopeds mieten - zumal als Nicht-Motorradfahrer bzw. Motorrad-Wenigfahrer. Wir würden, obwohl (oder besser gesagt: weil ) erfahrene Motorradfahrer, allenfalls auf ruhigen Inseln ein Motorrad mieten, wenn überhaupt.
Das ist schade, denn es gibt in den Bergen und am Meer entlang wunderschöne Strecken, aber es ist wirklich zu gefährlich.

Genauso kann man darüber nachdenken, woher es kommt, dass Indien weniger Verkehrstote zu beklagen hat als Namibia, wie du ganz richtig anmerkst.
Offenbar verlockt die leere Landschaft zu unvorsichtiger Fahrweise -  sowohl bei den Einheimischen, die drauflos fahren, weil ihnen auf der Strecke sonst nur selten jemand entgegenkommt ... wie auch bei Touristen, die in ihrer Unerfahrenheit falsch oder nicht rechtzeitig auf Hindernisse und Fahrbahnschäden reagieren.
Womöglich zieht man als Mitteleuropäer sogar instinktiv nach rechts, wenn einem auf schmaler Straße jemand mittig entgegenkommt ...
Es wäre sicher klüger nicht so lange Tagesetappen zu planen. Unter Zeitdruck und bei nachlassender Konzentration passieren mehr Fehler -  jeder weiß das, aber nicht jeder zieht daraus Konsequenzen. 
Die Schönheit eines Reiseziels verhält sich nicht proportional zur Entfernung.
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
« Letzte Änderung: 15.April 2015 13:13:12 von My4Seasons » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 16.April 2015 21:52:18 »
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Zitat von: My4Seasons am 15.April 2015 01:17:13
Ein sehr interessanter Link, auch wenn mir nicht klar ist, was diese Informationen für einen praktischen Wert haben könnten.
Oder fährt jemand z.B. nicht nach Thailand / Iran / ... wegen der hohen Zahl an Verkehrstoten?
Zitat:
Dazu muss man etwas nachdenken, der Link zeigt das die Gefahr durch Naturgewalten im Vergleich zu Autounfälle, Umweltverschmutzung usw. sehr gering ist.
« Letzte Änderung: 16.April 2015 21:53:26 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 16.April 2015 21:57:51 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: My4Seasons am 15.April 2015 01:17:13
Dass die Naturzerstörung in Thailand groß und bedauernswert ist, steht außer Frage. Der Tsunami von 2004 hat damit jedoch überhaupt nichts zu tun.
Die Ursache war ein Seebeben vor Sumatra, das mit einer geschätzten Stärke von 9.1 (oder mehr) eines der stärksten Beben seit Beginn seismischer Messungen war.
Zum Vergleich: ein Erdbeben der Stärke 8.0 beträgt "nur" ein Zehntel dessen Stärke, ist aber bereits so stark, dass es einem Menschen nicht möglich ist sich auf den Beinen zu halten.

Dieses Seebeben, das unvorstellbare Ausmaße hatte, und nach Berechnungen von Wissenschaftlern der NASA sogar eine leichte Verschiebung der Erdachse verursacht haben soll, führte zu einer entsprechend gigantischen Riesenwelle.

Näheres siehe Wikipedia




Bei der Aussage hast Du leider nicht überlegt.
Die große Zahl der Todesopfer ist u.a. auf die großflächige Zerstörung der schützenden Mangroven zurückzuführen.
Die Mangroven fangen einerseits einen recht beachtlichen Teil der Wucht so einer Flutwelle ab, anderseits beim zurücklaufen der Wellen, wirken sie wie ein Sieb.
Das was die Natur in Jahrmillionen erschaffte, hat schon irgendwie einen Sinn.
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My4Seasons

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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 17.April 2015 16:27:21 »
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Zitat von: GunterMcH am 16.April 2015 21:52:18
Dazu muss man etwas nachdenken, der Link zeigt das die Gefahr durch Naturgewalten im Vergleich zu Autounfälle, Umweltverschmutzung usw. sehr gering ist.

Dass die Gefahr durch Naturgewalten für Touristen minimal ist, war mir klar. Zum einen lebt unsereins nicht in Slums an unbefestigten Berghängen, zum anderen können wir uns die Reisezeit aussuchen.
Die restlichen Naturgefahren sind vernachlässigbar, insbesondere gegenüber den Risiken im Straßenverkehr.


Zitat von: GunterMcH am 16.April 2015 21:57:51
Bei der Aussage hast Du leider nicht überlegt.
Die große Zahl der Todesopfer ist u.a. auf die großflächige Zerstörung der schützenden Mangroven zurückzuführen.
Die Mangroven fangen einerseits einen recht beachtlichen Teil der Wucht so einer Flutwelle ab, anderseits beim zurücklaufen der Wellen, wirken sie wie ein Sieb.
Das was die Natur in Jahrmillionen erschaffte, hat schon irgendwie einen Sinn.

Natürlich hat es einen Sinn, und natürlich bricht so ein Mangrovengürtel eine Welle - jedenfalls im Prinzip, d.h. bei kleineren Tsunamis.

Der Tsunami von 2004 war aber aufgrund seiner enormen Wucht ein Sonderfall - was ja auch sofort klar wird, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich damals sogar die Erdachse leicht verschoben haben soll.
Das Beben von 2004 war gigantischer als wir uns das überhaupt vorstellen können - daher ist es sehr fraglich, ob ein intakter Mangrovengürtel eine schützende Wirkung gehabt hätte.

In Aceh hatte der Mangrovengürtel nicht nur nicht geholfen, sondern obendrein zu einer Erhöhung der Opfer geführt, da die Menschen von der Riesenwelle gegen die Bäume geschleudert worden waren.

Link

Grundsätzlich stimme ich dir aber wie gesagt zu. Deine Aussage ist m.E. lediglich für den Tsunami von 2004 nicht richtig. - Das war ein Ausnahmefall, dessen hohe Opferzahl obendrein dazu geführt hat, dass vor Thailand ein Tsunami-Warnsystem eingerichtet wurde. Das Risiko einer Wiederholung solch verheerender Katastrophen dürfte daher auch aus diesem Grund gering sein, und sicher sehr viel geringer als das Risiko des ganz normalen Wahnsinns im Straßenverkehr  - zumal in einem Land mit dermaßen vielen Verkehrstoten.

Wir sind in den Aussagen im Grunde nicht weit voneinander entfernt.  wink
Die Schönheit eines Reiseziels verhält sich nicht proportional zur Entfernung.
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
« Letzte Änderung: 17.April 2015 16:34:30 von My4Seasons » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 10.Mai 2015 00:27:10 »
Antwort mit Zitat nach oben
Dein Link widerspricht aber Deiner Aussage !

"The researchers found that coastal vegetation reduced the number of human casualties by three to eight per cent. "

In Gebieten die deutlich weiter vom Epizentrum entfernt sind ( dazu gehört ja auch Thailand ), sieht das allerdings viel krasser aus.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/4547032.stm

"Two people died in the settlement with dense mangrove and scrub forest, while up to 6,000 people died in the village without similar vegetation. "

So wie es im BBC Artikel steht, sind nicht nur abgeholzte Mangroven das Problem, sondern auch zerstörte Korallenriffe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_im_Indischen_Ozean_2004

"Seychellen

Auf den Seychellen gab es drei Todesopfer beim Kentern eines Fischerbootes. Da die Seychellen größten Wert auf die Erhaltung der Natur legen und überwiegend von intakten Korallenriffen umgeben sind, richtete die Flutwelle hier nur geringe Sachschäden an."
« Letzte Änderung: 10.Mai 2015 00:42:27 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Risikoanalyse Naturgewalten
« am: 11.Mai 2015 00:01:17 »
Antwort mit Zitat nach oben
Statistiken.  rolleyes In der Verkehrsunfallstatistik taucht die Suedpazifikinsel Niue an erster Stelle auf. Auf 100 000 Einwohner hat sie 68.3 Tote. Da die Insel jedoch nur knapp 1600 Bewohner hat, bedeutet das, dass nur eine Person bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Im Jahr darauf keiner?

Niue is wirklich nicht gefaehrlich, eine Ringstrasse, ein oder 2 Verbindungsstrassen, freundliche Bewohner, die sich ueber Besucher freuen. Bali ist da ein ganz anderes Kaliber.
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