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  21.Oktober 2017 21:40:27

Seiten: 1 [2] Antwort Überwachen Senden Sie dieses Thema Drucken
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 Thema: usa? was ist daran so toll?  (Gelesen 2835 mal)
Miriam

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 11.Oktober 2002 12:03:15 »
Antwort mit Zitat nach oben
@ André:

Nationalchauvinismus = exzessiver Nationalismus, meist militaristischer Prägung; bezeichnet jede extrem patriotische und blind nationalistische Haltung.  (Meyers Lexikon)

Imperialismus = Bestrebung einer Großmacht, ihren politischen, militärischen und wirtschaftlichen Macht- u. Einflussbereich ständig auszudehnen.  (Duden)

Diese beiden Begriffe beschreiben die amerikanische Außenpolitik doch sehr treffend !
Die Frage an eine USA-Kritikerin, ob sie Kommunistin sei, ist ... nun wie soll ich sagen ... nicht überraschend für (Wahl-)Texaner. Genau so schätze ich diese nämlich ein  grin

Gewisse Leute nehmen die Kritik an USA, an ihrer Innen- wie Außenpolitik in gar keinem Falle ernst, selbst wenn die Richtigkeit der Argumente selbst für Blinde offensichtlich sein müsste. Stattdessen wird mit unpassenden Schlagworten gekontert, die nicht das Mindeste erklären.
Das Schlagwort "Kommunist" ist dabei übrigens etwas hinter der Zeit. Heute fragt "man" USA-Kritiker nicht mehr pauschal, ob sie Kommunisten seien - und das sogar bei der Einreise  grin  - nein, heute fragt man vor allem, ob sie Moslems seien oder Islamisten - was für viele US-Amerikaner vermutlich ohnehin Synonyme sind  huh

Auf was USA stolz sein kann, darüber werden die Meinungen vermutlich auseinander gehen.
Ach ja, hat Texas nicht die höchste Zahl an Hinrichtungen aller US-Bundesstaaten zu verzeichnen und steht damit sogar ziemlich an der Weltspitze? Ist das z.B. ein Grund, stolz zu sein?
Oder auf die Gewaltkriminalität in USA. Oder auf das Nichtvorhandensein sozialer Verantwortung. Oder auf die absurdesten Schadensersatzprozesse der Welt. Oder auf die atomaren, biologischen und chemischen Waffenarsenale, die man keinesfalls der Kontrolle von UN-Waffeninspekteuren unterwerfen würde (Gott bewahre !!)
Oder auf Bildungssystem und Gesundheitssystem.
Man kann theoretisch auch stolz sein auf die Anzahl der Waffen, die in USA im Umlauf sind (mehr als es Einwohner gibt, Babies und Tattergreise inbegriffen) - darunter auch automatische Waffen. Ein Zustand, der angeblich als Ausdruck typisch amerikanischer FREIHEIT von der Verfassung gedeckt und geschützt wird.
und so weiter und so fort ...

Nun, es gibt zweifellos und zugegebenermaßen auch positive Aspekte in USA. Ich schätze z.B. die optimistische und anpackende Grundstimmung, die so anders ist als das hier übliche elende Gejammere. Und es gibt (wie überall) eine paar prima Leuten mit Weitblick, Intelligenz, Weltoffenheit und Vernunft.

Aber ob du und ich USA nun <fantastisch> oder <schwer erträglich> finden - ich habe das Gefühl, wir werden einander erstens sowieso nicht von unserem jeweiligen Standpunkt überzeugen, zweitens gehört das alles auch gar nicht in ein Reiseforum.
Ich hatte zu Beginn eigentlich nur die Absicht, diejenigen Bedenken zu USA zu äußern, die ich im Zusammenhang mit der Frage "Nach USA reisen - ja oder nein" für mich persönlich und ganz subjektiv ebenfalls und das übrigens durchaus differenziert beantwortet habe.

Zu guter Letzt, um zum Thema zurückzukommen, hier also nochmals meine persönliche Antwort auf die Frage:
Ja, USA ist durchaus eine Reise wert. Eine USA-Reise bringt interessante persönliche Erfahrungen. Eine USA-Reise bringt auch schöne Naturerlebnisse. Aber zur Zeit würde ich persönlich nicht hinfahren - im Gegenteil: eine fest geplante Hawaii-Reise habe ich nicht nur abgeblasen, nein ich habe auch die dazugehörigen Reiseführer, die bereits in meinem Schrank standen, weggeworfen. Hawaii - ja. Irgendwann in der Zukunft. Aber vorläufig und auf absehbare Zeit nicht.




P.S.: Wer noch weitere Aspekte zum Thema lesen will, sollte sich folgende  (über alle Zweifel erhabenen) Infos nicht entgehen lassen:

http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=188&type_id=7

sowie:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=188&type_id=4
« Letzte Änderung: 05.Dezember 2004 15:21:29 von Miriam » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Manu

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der Weg ist mein Ziel...

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 11.Oktober 2002 13:59:37 »
Antwort mit Zitat nach oben
Weisst Du Miriam,

es ist schwierig Dir darauf eine Antwort zu geben und trotzdem kommt man fast nicht umhin soviel Arroganz unbeantwortet zu lassen.
In vielen Details hast Du auf eine bestimmte Art nicht unrecht, aber die Art wie Du diese Meinung äusserst zerrt ziemlich an meiner Geduld.

Ich versuche zu erläutern was ich genau meine (obwohl es schwierig ist soviel verschiedenen Punkte gemischt zu kommentieren):
Es ist diese billige Art fremde Leute pauschal nach Ihrer Nationalität zu verurteilen um im nächsten Atemzug anderen Leuten vorzuwerfen dass Sie dasselbe mit anderen Religionen machen. Nein, stimmt nicht - es ist nicht arrogant; es ist einfach nur dumm. Andererseits relativierst Du wieder indem Du einräumst, dass es doch vielleicht irgendwo aufgeschlossene und nette Menschen in diesem Land gibt. Wieso orientierst Du Dich nicht an denen?

Möchtest Du gerne daran beurteilt werden, was Deutschland in seiner Aussenpolitik falsch macht?
Hältst Du mich für eine Idiotin, weil ich zufällig in einem Land zur Welt gekommen bin, in welchem weiss-der-Teufel-wieviele-Prozent vom Herstellen von Waffen leben? Weil unsere Banken vor Jahren dutzende von Juden angeblich betrogen haben, als ich noch nicht einmal auf der Welt war? Oder weil mehr als 50% der Stimmberechtigten entschieden haben nicht zur EU zu gehören? Ist denn deswegen das ganze Land für Dich blöd (abgesehen von den obligaten wenigen weltoffenen Ausnahmen natürlich *spott*....)?
Nein, Miriam, was mich dermassen nervt ist nicht mal so sehr Deine Meinung, sondern die Art, wie Du die kund tust....

Hättest Du nur einfach Deine Meinung zum Land geschrieben...hätte sich niemand persönlich betroffen gefühlt. Du hattest aber nicht geschrieben 'Ich erlebte die Amerikaner so oder so' sondern Du hast geschrieben 'die SIND so oder so'.
Das macht eben der feine Unterschied...

Manu

...aber wie gesagt...soooo schlimm war's wahrscheinlich auch nicht da, wenn man 3x hinreist?
kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiss wohin er segelt... (Montaigne)
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André

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 11.Oktober 2002 15:12:14 »
Antwort mit Zitat nach oben
@Miriam
Nimm's mir nicht übel, aber fast alle deiner Kritikpunkte beruhen auf Unwissenheit und sind wirklich leicht umzustoßen, wenn man das Land USA nicht nur aus den Medien kennt.

Übrigens, mit den "Schlagworten" hast du doch wohl angefangen, nicht ich.

Nur stichpunktartig zu deinen medienwirksamen Kritikpunkten:

Religion (Islam)
In den USA wird jede, nicht gewaltverherrlichende Religion geduldet und akzeptiert. In keinem anderen Land der Welt leben soviele Reiligionen und Nationalitäten friedlich miteinander. Dass in letzter Zeit verstärkte Kontrollen bei der Einreise von Islamisten gemacht werden, ist doch aber wohl mehr als verständlich, oder?

Texas/Hinrichtungen
Der Staat Texas "importiert" rechtskräftig Verurteilte aus vielen anderen Bundesstaaten, um sie ihrer Strafe zuzuführen. Das ist ganz einfach eine finanzielle Angelegenheit, da in Texas nunmal die "facilities" vorhanden sind. Aus diesem Grund muß Texas zwangsläufig die höchste Zahl aller Hinrichtungen haben.

"Gewaltkriminalität" in den USA
Gibt's sicherlich in Deutschland bzw. Europa nicht. Oder was willst du damit ausdrücken? Dieser Vorwurf ist einfach zu pauschal, um darauf zu antworten.

"Nichtvorhandensein sozialer Verantwortung"
Mal ganz ehrlich: Was weißt du über das soziale System in den USA?
Weißt du, dass unsere Kinder kostenlos zur Schule gehen, $1.20 für 3 Mahlzeiten pro Tag in der Schulspeisung bezahlen müssen und sie ihre sämtlichen Schulmaterialien, wie Bücher, Hefte, Stifte usw. ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen?
Weißt du, dass Rechnungen beim Arzt nach der Höhe des Einkommens erstellt werden und der Staat Texas bei Leuten mit geringem oder keinem Einkommen eine enorme Zuzahlung (bis 100%) übernimmt. Und das egal, ob du einheimischer Texaner oder illegaler Mexikaner bist.
Weißt du, dass Kinderschutzimpfungen vom School District organisiert und auch bezahlt werden?
Also, was weißt du denn nun über auf das "Nichtvorhandensein sozialer Verantwortung"?

Außenpolitik
Zu politischen Themen soll und muß man Kritik üben und eine Meinung äußern. Aber ganz egal, was man über Einzelheiten der amerikanischen Außenpolitik denkt, eines rechne ich ihnen hoch an: Die USA sind die einzigen, die etwas unternehmen.
Klar wird jetzt wieder von "Einmischung" gesprochen, aber kein anderes Land will sich die Finger schmutzig machen. Alle wollen aber in Frieden leben.
Überlegt bloß mal, wo wir heute wären, wenn sich die USA nicht "einmischen" würden (z.B. die Einmischung in den Zweiten Weltkrieg)

Schadensersatzprozesse
Lass uns das an einem Beispiel diskutieren! Du würdest dich wundern, wieviel Halbwahrheiten in den Medien gebracht und wieviel Fakten verschwiegen werden.
Nenne ein Beispiel und wir können das diskutieren!

Waffenbesitz
Was ist dagegen einzuwenden?
In Deutschland besitzt auch fast jeder ein Auto und nutzt dieses als Waffe. Außerdem ist es nirgends ein Problem, sich eine Waffe zu besorgen. Meinst du, dass durch legalen Waffenbesitz Kriminalität gefördert wird? Ich denke nicht.

Bildungssystem/Gesundheitssystem
Du hast einfach zwei Worte in den Raum geworfen. Was ist damit?


Schöne Grüße aus dem Lone Star State,
André.
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GambasAlAjillo

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 19.Oktober 2002 23:29:01 »
Antwort mit Zitat nach oben
da ist man mal ein paar tage nicht hier und schon sind viele neue tolle beiträge zu lesen.
macht weiter mit eurem meinungsaustausch....

der westen der usa, speziell utah und nord-arizona, sind für mich die schönsten flecken dieser erde überhaupt. und da ist es mir sowas von scheissegal wer im moment präsident ist oder was die ami's sonst noch für kleine oder große macken haben.
oder ob sie die enronitis oder den worldcommismus erfunden haben.

ansonsten, wie gesagt, kloppt euch weiter.......grüße...volker
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Saeky

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 21.Oktober 2002 16:50:00 »
Antwort mit Zitat nach oben
@Gambasso,

find Deinen Beitrag gut.

@alle

Ich bin auch ein USA-Fan, aber nicht, weil die USA mein Lieblingsland währen, sondern, weil es mich als Teenager sehr geprägt hat, mir meine Augen geöffnet hat was akzeptanz anderen Kulturen gegenüber betrifft, und mir bewust gemacht hat, was Identität und Nationszugehörigkeit bedeutet. Es hat mir klar gemacht, warum ich deutsch bin.

Damals in 1990 war ich während des Golfkrieges dort, und habe den Patriotismus des Landes bis an die Grenze meines Ertragens gespürt. Ich bin jeden morgen in der Schule aufgestanden und habe mitzugehört wie meine Mitschüler das "pledge allegiants" aufgesagt haben.
Dennoch habe ich Freunde dort gewonnen, bin herausgeschlüpft aus meiner Haut und habe mir vorgestellt, wie ich währe, wenn ich dort aufgewachsen und gross geworden währe. Ich habe dort etwas erfahren, das mir hier in Deutschland nie begegnet ist, ich war gleichberechtigt. Ich bin genetisch asiatischer Abstammung, aber obwohl ich immer hier gelebt habe, deutsche Eltern habe, nur Deutsch und English spreche, eine deutsche Nationalität habe, bin und werde ich hier nie als gleichwertig anerkannt. Es heisst immer "wo Du eigentlich herkommst"

Es gibt in den Staaten eine Loyalität und Akzeptanz, die man hier nicht kennt. Spricht jemand gut English, kann sogar mit Akzent sein, ist er nicht besonders dumm oder gar Feindlich den US-Amerikanern gegenüber, so wird er oder sie als gleichberechtigter amerikanischer Burger angesehen, OBWOHL man es nicht ist.

Mit USA verbinde ich immer Toleranz, Akzeptanz und Feundlichkeit. Es ist schade, dass die meisten Deutschen das Gestänker der Berliner Schnauze der der amerkikanischen Höflichkeit vorziehen. Sie meinen damit, dass das eine "echt" und das andere "unecht" währe.

Ich war jetzt während des 11. Septembers noch einmal in den Staaten zum Studieren. Meine Meinung von Damals hat sich nicht revediert, sondern nur verstärkt. Die Kontakte, die ich habe sind tief und echt.

Ich glaube die Vorurteile und Urteile über die USA kommen von einem Nichtakzeptieren derer Kultur. Ich sehe auch vieles kritisch, aber genauso kritisch sehe ich Deutschland mit seiner noch immer miserablen Einwanderungspolitik. (Die Politiker schein zu vergessen, dass wir bald aussterben, wenn keine Einwanderer einwanderen können)

Wir schimpfen alle über Mc Donalds, aber lieben Inlinskates, und können auch nicht mehr ohne den Pc (ich weiss, die erste Rechenmaschiene ist von Herrn Leibniz aus Hannover)

Wenn alles so schlecht aus den USA ist, dann darf man keine Coca Cola trinken, kein Fast Food essen, keinen Chip von Intel in seinem PC haben, nicht mehr inlin skaten, und e-mail  und Internet auch nicht mehr benutzen.

Saeky
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Miriam

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 22.Oktober 2002 10:42:12 »
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Hallo Saeky,

ich finde deinen Beitrag interessant – im Gegensatz zum Text von Gambas, der nicht viel zu sagen hatte ...
Deshalb antworte ich dir hier, obwohl ich mich eigentlich aus dem Thema wieder ausklinken wollte.

Du hast eines der Dinge erfahren, die zu den (wenigen?) sympathischen Eigenheiten der USA gehören: eine gewisse Akzeptanz ungeachtet ethnischer Abstammung. Ich kreide den Deutschen u.a. europäischen Nationalitäten an, dass sie weitgehend unfähig zur Integration sind, während sie gleichzeitig von eingebürgerten Ausländern und von den Deutschen mit ausländischen Eltern lautstark eine größere Integrationsbereitschaft fordern. (Das ist ja wegen dem Zuwanderungsgesetz zur Zeit wieder besonders aktuell.)

Ich verstehe zwar nicht, wie du in USA erfahren haben willst, warum du deutsch bist. Aber ich verstehe deine Kritik an Deutschland in diesem Punkt sehr gut. Ich teile sie.

Du findest schade, dass „die meisten Deutschen das Gestänkere der Berliner Schnauze der amerikanischen Höflichkeit vorziehen“ und dass sie meinen, dass ersteres echt, letzteres unecht wäre. – Meine Meinung dazu: die amerikanische Höflichkeit IST NICHT ECHT. Sie ist angenehm, aber nicht echt. Ich hatte nicht nur als Touristin, sondern als langjährige Mitarbeiterin eines US-Konzerns genügend Gelegenheit, dies zu begreifen. Diese Höflichkeit ist z.T. ein Akt der Selbstverteidigung. Es ist auch ein Stück Berechnung, weil man sich Vorteile verspricht. Und wo dies nicht der Fall ist, ist diese angebliche Freundlichkeit oft genug mit totaler Gleichgültigkeit verquickt – jedenfalls in den Großstädten (nicht in kleinen Orten).

Du meinst, die „Vorurteile und Urteile über die USA kommen von einem Nichtakzeptieren derer Kultur“. Damit hast du zugleich Recht und Unrecht. Ja, es ist in der Tat ein Nichtakzeptieren der Kultur oder besser: Teile der Kultur – einer Kultur, die SICH SELBST als allen anderen haushoch überlegen begreift. Man könnte das mit einem Augenzwinkern abtun. Schließlich fühlt sich auch Frankreich als „Grande Nation“.
Wenn man sich aber das Verhalten der USA gegenüber anderen Ländern ansieht, vergeht einem das Lachen. USA zeigt eine maßlose Arroganz und Selbstherrlichkeit. Sie wollen ihre Kultur anderen Ländern überstülpen – mit Bestechung, mit Druck und wenn das noch nicht hilft: mit Gewalt. Ich könnte dafür unzählige Beispiele anführen, aber viele davon wirst du selber kennen.

Es ist ja keineswegs so, dass bei uns alles so gut ist. Auch nicht in Ländern wie Italien und Frankreich. Weiß Gott nicht! Gleiches gilt für arabische Länder und für Indien, Länder für die ich große Sympathie habe. Ich weiß sehr gut, dass auch hier und dort vieles im argen liegt, dass kein Land perfekt ist und perfekt sein kann.
Aber im Gegensatz zu USA behauptet das auch kein anderes Land. Kein anderes Land zwingt seine eigene meschuggene Kultur anderen dermaßen auf, verherrlicht sich selber über jede Grenze der Lächerlichkeit hinaus – nur USA. Und kein anderes Land hat die politische, militärische und wirtschaftliche Macht, um seine Kultur anderen aufzuzwingen.

Aber das mal beiseite. Ich hätte derzeit einfach keinen Spaß daran, nach USA zu reisen, weil ich weiß, wie hysterisch USA derzeit wegen dem Terrorismus ist. Ich habe einfach keine Lust mich als potentielle Kriminelle zu fühlen – bei der Einreise, am Flughafen, bei Verkehrskontrollen usw. Ich habe auch keinen Bock auf amerikanische Flaggen, aufgepflanzt auf einem Hackfleischkloß.
Kürzlich habe ich einen niederschmetternden Artikel in der ZEIT gelesen, über einen Franzosen, der als Tourist in die Krallen der Einwanderungsbehörde geraten ist - und bei der Gelegenheit erleben durfte, was für eine Vorstellung diese "Herren" von "ethnischer Toleranz" haben. (Bei uns würde man ihr Verhalten als typisch für Neonazis ansehen ...) Kurz danach hat die Süddeutsche Zeitung bestätigt, dass es in gewissen Fällen derzeit sehr massive Probleme bei der Einreise gibt.

Nein. Derzeit keine Reise nach USA, zumindest kommt das für mich nicht in Betracht.


P.S.: Was hat das Land übrigens außer Natur sonst noch zu bieten? Ein paar Museen - ausschließlich im Osten/Nordosten, und sonst? Die Städte sind hässlich zersiedelt. Eine der wenigen Städte, die beinahe Charme hätten, ist New Orleans, das aber durch den Kommerz dermaßen verhunzt ist, dass es nur noch abstoßend ist. Dann noch Art Deco in Miami Beach (hat mir sehr gefallen!!) - ist aber nicht ungefährlich. Dann noch San Francisco - dessen Reiz du aber in England ganz ähnlich erleben kannst, nach einem 10 Stunden kürzeren Flug.
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anne

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Mauritius macht süchtig.....

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 22.Oktober 2002 19:45:49 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: Miriam am 22.Oktober 2002 10:42:12
arabische Länder und für Indien, Länder für die ich große Sympathie habe. Ich weiß sehr gut, dass auch hier und dort vieles im argen liegt, dass kein Land perfekt ist und perfekt sein kann.
Aber im Gegensatz zu USA behauptet das auch kein anderes Land. Kein anderes Land zwingt seine eigene meschuggene Kultur anderen dermaßen auf, verherrlicht sich selber über jede Grenze der Lächerlichkeit hinaus – nur USA. Und kein anderes Land hat die politische, militärische und wirtschaftliche Macht, um seine Kultur anderen aufzuzwingen.

Hi Miriam

habe gerade die Beiträge zu diesem Thema erst überflogen.

Nur mal eine kurze Anmerkung von mir zu obigen Zitat.

Die arabischen Länder schauen voller Neid auf das ,was die Amerikaner geschafft haben und sie selber nicht.
Zum GLÜCK haben sie nicht die politische, militärische und wirtschaftliche Macht , den sie haben den Auftrag von" höchster Stelle" erhalten, ihre Kultur und was dazu gehört, wie Religion über die Welt zu verbreiten.
Oder möchtest Du unter Verhältnissen leben, wie in den entsprechenden Ländern.
Da herrscht Diktatur, von der kleinsten Familienzelle bis zum Staat.

Da ziehe ich die USA vor, diese Kultur hat sich aus der europäischen entwickelt.

gruss anne
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Miriam

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 23.Oktober 2002 10:33:05 »
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Hallo Anne,

lassen wir mal dahin gestellt sein, ob die arabischen Länder neidisch sind oder eher genervt und gedemütigt - es reicht, dass wir eine politische Diskussion zu USA haben, aber jetzt noch zum Islam/Arabien-Thema?  cool

Ich werde auch nichts dazu sagen, was für einen Auftrag sie deiner Meinung nach von was? von "höchster Stelle" erhalten haben sollen, usw usw. - denn das würde wirklich ausufern, darauf zu antworten.

Du ziehst USA einem islamischen Land vor. Nun, ich ziehe Europa vor. Ich bin Europäerin, und vor allem bin ich GERNE Europäerin. Ich muss nicht wählen zwischen islamischen Ländern und USA.
Was wollte ich aber sagen mit der Erwähnung von Ländern wie Italien, Frankreich, Indien, arabischen Ländern? Ich wollte aufzeigen, dass es nicht meine eigene Beschränktheit auf meine eigene Kultur ist, die mich so kritisch gegenüber USA sein lässt.
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Saeky

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 23.Oktober 2002 16:43:04 »
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angry
@ Miriam
ich seh´ schon, es wird scharf geschossen. Alles nur in Frage zu stellen, aber dann keine Argumente zu haben, nur weil man ein persöhnliches Problem mit einem Land und seiner Kultur hat, finde SEHR kindisch.
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Miriam

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Re:usa? was ist daran so toll?
« Antwort #20 am: 24.Oktober 2002 00:02:59 »
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Hallo Saeky,
keine Argumente? Kannst du denn nicht lesen? Ich habe sehr wohl Argumente, aber ich belasse es bei 1-seitigen Postings, will niemanden mit langen Traktaten langweilen und versuche, das sehr politische Thema nun ja ... zumindest nicht zu sehr ausufern zu lassen.
Auf deinen Text habe ich ausführlich geantwortet, so ausführlich wie mir gerade noch angemessen erschien. Ich weiß nicht was du ansonsten erwartest.
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