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News: Like auf facebook: Ingrids-Welt - Die Reisecommunity

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  18.Dezember 2017 04:11:54

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 Thema: Reisebericht Kanada 2015  (Gelesen 21061 mal)
Känguru

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 28.Juli 2015 19:51:20 »
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Zitat von: yvy am 28.Juli 2015 17:58:11
Sorry, Fotos gibt es bei mir immer leider erst später.
Zuerst der Reisebericht, dann Fotos ordnen, sichten bearbeiten, dann Homepage...
Also bitte noch etwas Geduld!

Klar hab' ich Geduld, denn es ist ja schon super wie schnell Du den Reisebericht hier einstellst. Ich weiß ja wieviel Arbeit so etwas macht  wink
Ich wollte Dir keinen Druck machen  cry

Also, laß Dir ruhig Zeit und schreib' einfach kurz ins Forum wenn der Bericht samt Bildern auf Deiner Homepage fertig ist!

Lieben Gruß
Karin
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 14:38:58 »
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Tag 4:
Heute klingelt der Wecker erst um 4.45 Uhr. Nach einem schnellen Frühstück mit Cornflakes fahren wir zum nahen Lake Louise. Auf dem Parkplatz begrüßt uns schon das laute Gekrächze der großen schwarzen Krähen. Diese hässlichen Vögel sind ständige Wegbegleiter während des gesamten Urlaubs. Das Ufer des Lake Louise ist lang und sehr gut ausgebaut. Es gibt also keinen Streit um die besten Plätze beim Sunrise. Noch liegt der See im relativen Dunkeln, denn der Mond leuchtet wieder hell. Ich baue mein Stativ direkt am Eingang des Hotels auf und T. besorgt in der Cafeteria einen heißen Kaffee. Schon jetzt hat der Kanuverleiher alle Hände voll zu tun. Viele Kanus, natürlich mit Asiaten gefüllt,  paddeln zum hinteren Teil des Sees. Auf einmal sehe ich, wie am Gletscher eine Lawine abgeht. Es vergeht eine Weile, bis das dröhnende Echo des Donners bis zu uns klingt. Wow! Dann erreicht die Sonne endlich die ersten Bergspitzen und es ergeben sich immer neue Lichtspiele auf den Bergen und den Gletscherfeldern. Auch heute ist der See wieder spiegelglatt und es ergeben sich, als die Sonne auch den See erreicht, wunderschöne Spiegelungen im eisblauen Wasser. Um diese Uhrzeit ist der Lake Louise einfach fantastisch. Am Kanuverleih werden dann auch noch einige Aufnahmen versucht, doch es ist schon zu viel Betrieb.
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« Letzte Änderung: 29.Juli 2015 14:40:58 von yvy » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 14:39:20 »
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Nun überlege ich, was wir heute unternehmen sollen. Eigentlich stehen zwei Tageswanderungen zur Auswahl. Klassisch wäre die Wanderung zum Lake Agnes Tea House mit Little und Big Beehive, via Highline Trail und Plain of Six Glaciers Trail (insgesamt 17 km) zurück. Doch die uns angekündigten Massen an Leuten, lassen mich zögern.

Außerdem käme noch ab Moraine Lake die Wanderung zum Sentinel Pass in Frage. Um hier nicht den gleichen Weg wieder zurück laufen zu müssen, könnte man das Auto schon vorher am Parkplatz zum Lake Annette abstellen und sich per Anhalter zum Moraine Lake mitnehmen lassen. Vom Sentinel Pass kann man dann durch das Paradise Valley absteigen ( insgesamt über 20 km). Allerdings ist es hier sehr einsam und es wird wegen Bärensichtungen dringend empfohlen in Gruppen zu wandern. Auch die vielen Höhenmeter, die es zu überwinden gilt, schrecken uns ehrlichweise etwas ab, denn wir haben enormen Muskelkater von den Vortagen.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 14:39:50 »
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Deshalb schmeiße ich meine Planung über den Haufen und wir fahren Richtung Bow Lake. Wer weiß, ob das Wetter morgen noch so schön bleibt? Und so sind die schönsten Fotos schon im Kasten! Am Bow Lake ist es dann wirklich sehr idyllisch und ich hüpfe am Ufer hin und her, um die besten Blickwinkel zu erwischen. Es gibt einen kleinen Strand, nette Pflänzchen und hübsche Brückchen über kleine Bachläufe.  Ganz weit in der Ferne erkennt man den Bow Glacier und die beachtlichen Bow Glacier Falls. Ich lese kurz nach und finde, dass die Wanderung zu den Falls ( ca. 10 km und nur 155 Höhenmeter) etwas für uns sein könnte. Vorher will ich aber noch zum Bow Summit hoch, um den Peyto Lake am Viewpoint zu fotografieren. Wir parken unterhalb auf dem 1. Parkplatz und müssen noch  steil bergauf kraxeln. Von den beschriebenen blühenden Wiesen sehen wir allerdings nicht viel. Der Blick auf den Peyto Lake ist dann einfach fantastisch. Man sieht den kompletten Gletscher, wie er ins Tal zieht, das Geröllfeld und den unwirklich eisblauen gefärbten See, wie mit Photoshop nachbearbeitet. Man kann noch weit hinaus ins Tal und auf weitere Berge schauen. Einfach toll und das Ganze ohne „Asiatenrummel“! Auf der Suche nach den versprochenen Blumenwiesen gehen wir noch den kurzen Rundweg, doch der lohnt sich nicht so recht.

Ein deutsches Paar erzählt uns, dass sie gerade am Abzweig Schwarzbären gesichtet hätten und wir halten gespannt Ausschau auf dem Rückweg. Irgendwie Safarifeeling, wie in Afrika. Leider bleiben die Bären unsichtbar.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 14:40:08 »
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Am Bow Lake packen wir dann unseren Rucksack, schnüren die Wanderschuhe und ziehen bei warmen 25 °Grad los. Der Weg verläuft zunächst ganz eng an der Wasserkante entlang und wir genießen  die Farben des Sees. Die Bow Glacier Falls, unser Ziel haben wir immer im Sichtfeld. Dann geht es über ein von Gletscherbächen durchzogenes Flussbett. Irgendwann erreichen wir einen kleinen Canyon und müssen nun etwas anstrengender über Treppen steigen. Danach kommt ein weiteres Geröllfeld mit größeren Steinen. Je höher wir ansteigen, desto mehr plätschert nun das Wasser überall entlang und wir müssen uns unseren Weg suchen, um trocken darüber zu kommen. Das Gletscherfeld und der Wasserfall kommen nun immer näher und kurz vorm Ziel rasten wir am Gebirgsbach mit wunderschönen Ausblicken auf die Bow Glacier Falls. Dann kehren wir um. Nun machen sich leider wieder unsere Knochen bemerkbar und wir bekommen beide Knieschmerzen. Nach ca. 4 Stunden sind wir froh nach einer tollen empfehlenswerten Wanderung wieder am Parkplatz zurück zu sein.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 14:40:26 »
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Nun zieht es mich nochmals zum Moraine Lake, den wir ja bislang nur morgens gesehen hatten. T. hat keine Lust mehr zu wandern und bleibt in der Nähe des Parkplatzes. Ich kraxle nun zum 3. Mal den Rockpile Trail rauf und bin aber erneut begeistert vom Panorama. Das Blau des Sees ist am Nachmittag noch viel intensiver. Dann laufe ich 1 Stunde am Ufer entlang bis zum Ende des Trails, hier fließt ein kleiner Fluss in den See. Die Kulisse auf Bergspitzen, glitzernde Gletscher, blauer See und gleitende Kanus könnte nicht schöner sein. Am Nachmittag herrschen hier beste Fotobedingungen. Glücklich knipse ich drauflos. Zufrieden über den gelungenen Tag, nehmen wir wieder das Abendessen im Café ein, relaxen im Hottub und schlummern gegen 21 Uhr ein.           
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 14:51:53 »
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Hallo Yvy,

wow, "erst" um 4.45 Uhr wecken - ihr seid aber Langschläfer...  grin
Für eine Safari würde ich ja meinen Mann so früh aus dem Bett kriegen, aber für ein Foto vom See, der später auch noch da ist....(wäre seine Aussage)
Da freue ich mich sehr auf Deinen Reisebericht später.

Und ich war gestern schon sehr gespannt, wie ihr den Lake Peyto empfunden habt - wir standen hinter einer geschlossenen "Peace-Zeichen-Wand". Und natürlich musste jeder sein Foto haben!  rolleyes

Es klingt auf jeden Fall sehr schön - ich freue mich auf die Weiterfahrt!

LG Christina
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 15:40:40 »
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Tja, die Zeit bis 10 Uhr morgens habe ich immer als die Schönste empfunden.
Früh aufstehen lohnt sich auf jeden Fall!
Obwohl es auch immer sehr einsam war und ich Angst vor den Bären hatte.
Außer am Johnston Canyon, Lake Louise und am Athabaskar Gletscher
war es eigentlich nirgendwo richtig voll.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 16:53:11 »
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Tag 5:
Heute ziehen wir weiter nach Jasper. Es wieder gutes Wetter und wir sind gespannt auf den legendären Icefield Parkway. Am Bow Lake stoppen wir nur ganz kurz, da wir ihn ja gestern schon ausgiebig erwandert haben. Auch zum Peyto Lake biegen wir nochmals ein, vielleicht ist der Schwarzbär ja wieder da? T. fährt hoch zum leeren 2.Parkplatz, wartet im Auto und ich hüpfe nur für ein weiteres Foto kurz aus dem Auto. Die Sicht über das weite Tal ist heute fast noch besser, außerdem schraube ich noch den Polfilter auf. Der nächste Abschnitt des Icefield Parkways beeindruckt uns sehr. Wir stoppen an den Waterfowl Lakes und es gelingen tolle Fotos der türkis-blau gefärbten Seen mit Spiegelungen der Gebirgs- und Gletscherkulisse darin. Auch blühen hier die hübschen langstieligen rosafarbenen Fireweed Wildblumen.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 16:53:39 »
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Dann stoppen wir am tollen Mistaya Canyon und laufen den kurzen Trail runter zur Kalksteinschlucht. Das Wasser hat hier mit einem enormen Druck richtige Potholes ausgewaschen und der Blick von der Brücke in den Canyon und den wilden fließenden Fluss gefällt uns ausnehmend gut. 

Hinter der Saskatchewan River Crossing fahren wir nun immer höher Richtung Sunwapta Pass. Die Aussichten auf die gigantische Bergkulisse lässt uns klein wie Ameisen erscheinen. Vorbei an den Panther Falls  fahren wir in einer Serpentine hoch zum Aussichtspunkt auf die Bridal Veil Falls, der Blick ins Tal ist allerdings etwas diesig, aber trotzdem beeindruckend.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 16:54:17 »
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Nun müssen wir uns mal wieder entscheiden, welche Wanderung wir machen wollen. Soll es der Parker Ridge Trail oder der Wilcox Pass Trail werden? Am Trailhead zur Parker Ridge legen wir unsere Köpfe in den Nacken, verfolgen den Weg, der sich in steilen Serpentinen nach oben zieht, mit den Augen und versuchen uns vorzustellen, ob wir diese enorme Höhendifferenz in Angriff nehmen wollen. Der Muskelkater siegt vorerst und wir fahren zu T.`s Erleichterung auch am Wilcox Pass Trailhead vorbei bis zum Athabasca Gletscher.

Auf dem Parkplatz stehen schon über 10 Busse. Wir parken und hier ist es schon recht frisch aber trotzdem noch angenehm in der Sonne. Vor dem Icefield Centre steht ein niedliches gelbes historisches Icemobil. Drinnen ist die Hölle los und tausende Asiaten irren kreuz und quer durchs Centre. Wir gehen in der 1.Etage auf die Aussichtsterrasse und haben einen guten Blick auf Athabasca und weitere umliegende Gletscher. Schnell flüchten wir wieder, denn ständig wird man angesprochen : „ Can you make a photo of us?“.

Unten im Centre entdecke ich jedoch ein tolles Foto von der Aussicht am Ende des Parker Ridge Trails auf den, sonst hinter der Ridge versteckten, Sascatchewan Gletscher. Da müssen wir hin!
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 16:54:58 »
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T. hat eigentlich gar keine Lust auf Wandern, fährt uns aber etwas muffelig wieder zum Trailhead zurück. Wir nehmen nur eine Flasche Wasser mit und nehmen dann die Serpentinen in Angriff. Schnell kommen wir ins Schwitzen und meine warme Daunenweste ist völlig unnötig. Keuchend, fluchend und mit einem Pulsschlag von 180 kämpfen wir uns im Schneckentempo hoch. Die Ausblicke auf den Icefield Parkway und den Gletscher sind jedoch wunderschön und entschädigen für die Mühe. Hier gibt es auch viele hübsche lilafarbene Wildblumen und je höher wir kommen auch einige Schneefelder. Oben auf der Hochebene angekommen wachsen nur noch flache rosafarbene  Minibergblümchen, die Wanderer mit Steinmäuerchen vor unachtsamen Wanderern geschützt haben. Begeistert entdecke ich dann ein wildwachsendes blaues Vergissmeinnicht. Wow, wie toll! Andere Wanderer raten uns, nicht weiter die Ridge hochzulaufen, sondern uns links zu halten. Dann endlich eröffnet sich uns der Blick auf den wunderschönen Sasketchewan Gletscher, das Geröllfeld im Tal, den sich anschließenden blauen Gletschersee und den gesamten Ablauf des Flusses. Was für ein beeindruckendes Panorama! T. bleibt auf einem Steinhäufchen sitzen und zieht sich die Kaputze über die Ohren. Hier oben ist es nun doch frisch und der Wind pfeift heftig.

Ich wandere noch weiter an der Ridge entlang und die Ausblicke werden noch schöner. Plötzlich springt eine riesige Herde Bighornsheeps weiter vorne über den Trail. Ich flitze los und versuche noch einige Aufnahmen von diesen Hochgebirgsschafen zu ergattern, doch die sind schnell weitergezogen. Nach einiger Zeit machen wir uns zufrieden an den Abstieg. Am Schneefeld formen wir noch ein paar Schneebälle und kühlen uns damit an Stirn und Nacken herrlich ab.
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yvy

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 17:03:38 »
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Danach stoppen wir nochmals am Parkplatz unterhalb des Athabasca Gletschers. Mittlerweile hat es sich fast komplett zugezogen, der Himmel ist bewölkt, doch ich möchte wenigstens kurz zum Gletscher vorlaufen. Schilder mit Jahreszahlen veranschaulichen auf dem Weg dorthin, wie erschreckend schnell der Gletscher in den letzten Jahren weggeschmolzen ist. Der Gletscher selbst sieht dreckig aus und man erkennt oben die roten Icemobile, die die Touristen für viel Geld auf das Gletschereis fahren. Nachdenklich laufe ich zurück zum Auto.   
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 17:04:11 »
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Nun halten wir nicht mehr und fahren den Icefield Parkway durch bis Jasper. Dort kaufen wir im großen gut ausgestatteten Supermarkt für das Abendessen und die nächsten Tage ein; auch ein Fläschchen Wein vom Liquor Shop darf nicht fehlen.

Dann geht`s raus zum Patricia Lake, wo wir eine zünftige Luxus-Blockhütte gemietet haben. Nach 10 Minuten erreichen wir schon unsere tolle Unterkunft, das Einchecken ist schnell erledigt und ich erkunde die wunderschön gelegene Anlage. Es gibt auch einen Openair Hottub mit Seeblick, eine gemeinschaftliche Barbecue-Area und einen Bootsanleger mit Kanuverleih. Vor unserer Hütte gibt es einen Picknick-Tisch und wir essen erst mal Abendbrot mit den Leckereien aus dem Supermarkt. Danach schnappe ich mir mein Glas Rotwein und mache es mir im Deckchair am Bootsanleger mit Blick auf den Patricia Lake gemütlich.
Hach, DIE perfekte Kanada Abendstimmung, besser geht`s wirklich nicht mehr!!!       
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Katja

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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 21:16:20 »
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Hi Yvy,
ich habe auch noch hinterher gelesen. Die Blockhütte klingt toll!
Prima, dass ihr einen tollen Urlaub in Kanada hattet. Die Wanderungen klingen auch gut.
Meine Reise dorthin ist schon 20 Jahre (!) her. Vielleicht gibt's ja auch noch mal eine ausführlichere Wiederholung mit meinem Mann. Allerdings schrecken uns die vielen Bäume auch noch ein wenig ab... Mich hatte Kanada damals trotz der grandiosen Natur auch oft an Skandinavien erinnert.

Zitat von: yvy am 29.Juli 2015 16:54:17
Schnell flüchten wir wieder, denn ständig wird man angesprochen : „ Can you make a photo of us?“.
Hatten die noch keinen Selfie-Stick?! tongue

Und noch was Lustiges: Was ist der Unterschied zwischen Schwarzbären- und Grizzlykot?






Im Grizzlykot sind Glöckchen...  wink

Viele Grüße
Katja
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 21:26:35 »
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Hallo Yvy
was für eine schöne Reise!
Wahlheimat BC-ich habe in den Neunzigern 2 Jahre in Vancouver gelebt. Die Rockies haben wir leider nur einmal bereist. Aber jedes Wochenende, wenn es das Wetter zuließ, waren wir rund um Vancouver unterwegs. War eine schöne Zeit.
Jetzt bin ich gespannt wie es weiter geht und auf die Bilder auf Deiner homepage. Die Fotos Eurer bisherigen Reisen schrauben die Ansprüche hoch!
Viele Grüße
Elisabeth
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 22:02:08 »
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Hi Katja,

den Witz kannte ich noch nicht, der ist super  grin

ich kann mir auch vorstellen ein 2. mal nach West-Kanada zu reisen.
Es sind noch so viele Actionen / Wanderungen offen geblieben.
Die vielen Bäume haben mich gar nicht so gestört, nur der Fotoblick war oft verstellt...

Hi Elizabeth,

in Vancouver zu wohnen stelle ich mir auch toll vor; eine schöne Stadt mit vielen Möglichkeiten.
Da meine Festplatte total overloaded ist, muss ich mir erst mal eine neue externe Festplatte kaufen, um Platz zu schaffen. Oder auch ein neues Laptop. Deshalb habe ich mir die Fotos selbst noch gar nicht angeschaut. Hoffentlich bin ich nicht enttäuscht.

LG yvy
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 22:03:26 »
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Tag 6:
Heute Morgen können wir es etwas ruhiger angehen lassen. Wir bereiten uns ein leckeres Frühstück zu und genießen unsere große Blockhütte mit einem extra Wohnraum. Gegen 8 Uhr fahren wir bei bestem Wetter los Richtung Athabasca Falls, die wir am Vortag wegen des unpassenden Fotolichtes noch ausgelassen haben. Schnell stoppen wir wieder auf der Patricia Lake Road. Direkt am Straßenrand grast gemütlich ein großer Hirsch (hier Elk genannt) mit einem mächtigen Geweih. Nach einigen Fotos geht`s weiter.
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 22:03:53 »
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Der Parkplatz an den Athabasca Falls ist fast leer. Wiedermal sind wir mit bei den ersten Besuchern. Ich laufe gespannt vor zu den Wasserfällen und bin erst einmal enttäuscht, denn die Fälle erscheinen im Gegenlicht. Langsam laufe ich über die Brücke zu einem Aussichtspunkt auf der anderen Seite. Eigentlich sind die Fälle sehr hübsch anzuschauen.

Doch plötzlich, was sehen meine Augen da? Tatsächlich entsteht direkt in der Gischt über den Wasserfällen ein wunderschöner Regenbogen; sogar ein doppelter. Jippieh, also doch die richtige Fotozeit! Ganz happy schieße ich aus verschiedenen Perspektiven Fotos mit tollem Regenbogen. Dann füllt sich schon die Brücke mit der ersten Ladung Senioren und weitere menschenleere Natur-Aufnahmen sind nicht mehr möglich. 
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Re:Reisebericht Kanada 2015
« Antwort #20 am: 29.Juli 2015 22:04:42 »
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Nun fahren wir weiter Richtung Mount Edith Cavell Gletscher. Auf der einsamen alten Zufahrtstraße 93A könnte nun wirklich mal ein Bär erscheinen, finde ich. Ich wünsche ihn mir ganz doll herbei und T. verspricht ihn mir nach der nächsten Kurve. Und tatsächlich, wie versprochen haben wir dann endlich unsere 1.Bärensichtung. Ein Schwarzbär läuft quer über die Straße. Hektisch fummle ich an meiner Kamera herum, drücke mit zitternden Händen den elektronischen Fensterheber und rutsche raus aufs Fenster. Doch der Bär verschwindet, so schnell, wie er gekommen ist, wieder im Wald. Mir gelingt leider nur ein total verwackeltes Foto. Etwas frustriert bin ich schon, dass mir kein gutes Foto gelungen ist, aber wir sind trotzdem erst mal begeistert von diesem einmaligen Erlebnis.
Die Zufahrtstraße hoch zum Mt. Edith Cavell Gletscher ist laut Reiseführer in miserablen Zustand angekündigt. Doch anscheinend wurde sie gerade neu geteert, denn sie ist so spiegelglatt, dass vor uns sogar ein Inlineskater auftaucht, der wohlbemerkt bergauf, den Berg bezwingt. Verrückt diese Kanadier. Oben ab Parkplatz laufen wir dann den Path of the Glacier Loop Trail hin zum Gletscher. Der Blick auf den Gletscher und der darunterliegenden Gletschersee mit darin schwimmenden teilweise blaugefärbten Eisschollen, ist schon eindrucksvoll. Auf jeden Fall viel schöner als der Athabasca Gletscher. Früher konnte man wohl noch näher an den Gletschersee, doch nach heftigen Abrutschen wurde alles aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Gerne möchte ich den Gletschersee noch von weiter oberhalb anschauen.

Also biegen wir auf den Cavell Meadow Trail ab. Hinter einem Geröllfeld steigen wir langsam höher. Wegen der Bärensichtung ist mir die Begegnung mit einem Bären beim Wandern nun gar nicht mehr so unwahrscheinlich und ich lasse meine Bärenglocke kräftig läuten. Nach 30 Minuten können wir die Felsbrocken endlich überblicken und haben einen tollen Ausblick auf den nun weit unter uns liegenden See. Von hier gelingen dann weitere schöne Aufnahmen. Wenn nur die Mücken nicht wären! Kaum bleibt man stehen, stürzen sich die gierigen Blutsauger unerbittlich auf uns. Nach kurzer Zeit geben wir auf und flüchten wild um uns schlagend Richtung Parkplatz. Die Wanderung unter diesen Bedingungen fortzusetzen haben wir keine Lust, denn die gewünschten Fotos habe ich ja eigentlich schon.
Plötzlich sehe ich aus den Augenwinkeln auf den Felsen etwas umher huschen. Ein niedliches Murmeltier tummelt sich in der Sonne.
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