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  23.Oktober 2017 13:37:17

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 Thema: Nebenkosten in Chile  (Gelesen 4430 mal)
Dorit

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Nebenkosten in Chile
« am: 04.November 2014 16:11:47 »
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Hilfe, ich habe die Planung unserer Chilereise komplett aus Zeitmangel meiner Freundin überlassen. Die hat alle Hotels über Booking.com gebucht, es geht von Santiago aus für 14 Tage in Richtung Süden.

Nun wollte ich mir noch einmal ein paar Hotels ansehen - Vorfreude ben.
Und da bin ich über folgendes "kleingedruckte" gestolpert:

Zitat:
All Chilean citizens, resident foreigners and foreigners must pay an additional fee (IVA) of 19%. Rates and additional fees must be paid in local currency.
This additional fee (IVA) is not included in the hotel rates.


Bevor es jetzt Streit gibt, vielleicht habe ich ja auch was nicht verstanden: Heisst das, wir müssen vor Ort für alle Hotels noch einmal 19% Cash zahlen???
Das wäre ja happig, damit hatte ich nicht gerechnet.

Wie sind denn sonst so die Nebenkosten in Chile?

Dorit?
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beate2

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 04.November 2014 16:42:55 »
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Hallo Dorit,

eigentlich müsste diese MWST im Endpreis bei Booking enthalten sein. Aber schau besser nocheinmal auf der website nach. Da stehen ja die Bedingungen genau drin. In welchem "Kleingedruckten" stand denn dieser Satz, bei booking oder bei den jeweiligen Hotelseiten bei booking.

Eigentlich ist es in Chile sogar so, dass Du als Tourist diese MWST nicht zahlen musst, wenn Du vor Ort bar bezahlst. Aber das geht nur bei Hotels, die sich dafür angemeldet haben.

Welche Nebenkosten in Chile meinst Du noch?

Z.B. Restaurantbesuche: in kleinen Einheimischen-Lokalen kann man sehr günstig und meistens gut essen. In touristischen Lokalen und Orten sind die Preise (fast) mit unseren vergleichbar.

Geführte Touren etc. sind schw.....teuer.

Supermärkte sind etwas billiger als in Deutschland.

Fürs Benzin haben wir im Dezember 2013 ca. 1,10 Euro bezahlt. An Argentinien war es immer einiges billiger, nur hat es dann ab und zu mal gar kein Benzin gegeben  rolleyes

LG
Beate
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 04.November 2014 16:49:59 »
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Zitat von: beate2 am 04.November 2014 16:42:55
Hallo Dorit,

eigentlich müsste diese MWST im Endpreis bei Booking enthalten sein. Aber schau besser nocheinmal auf der website nach. Da stehen ja die Bedingungen genau drin. In welchem "Kleingedruckten" stand denn dieser Satz, bei booking oder bei den jeweiligen Hotelseiten bei booking.

Eigentlich ist es in Chile sogar so, dass Du als Tourist diese MWST nicht zahlen musst, wenn Du vor Ort bar bezahlst. Aber das geht nur bei Hotels, die sich dafür angemeldet haben. Und soweit ich mich erinnern kann, nur bei Bezahlung in Dollar.

Welche Nebenkosten in Chile meinst Du noch?

Z.B. Restaurantbesuche: in kleinen Einheimischen-Lokalen kann man sehr günstig und meistens gut essen. In touristischen Lokalen und Orten sind die Preise (fast) mit unseren vergleichbar.

Geführte Touren etc. sind schw.....teuer.

Supermärkte sind etwas billiger als in Deutschland.

Fürs Benzin haben wir im Dezember 2013 ca. 1,10 Euro bezahlt. An Argentinien war es immer einiges billiger, nur hat es dann ab und zu mal gar kein Benzin gegeben  rolleyes

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Dorit

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 04.November 2014 17:06:31 »
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Stand auf der Hotelseite bei booking.com unten, ich muss heute Abend zu Hause noch mal nachsehen.

www.booking.com/hotel/cl/jardin-del-lago.de.html?aid=376364;label=de-3Acj6PnfhaeGKUYBmirNcwS33182775983%3Apl%3Ata%3Ap1%3Ap2541.000%3Aac%3Aap1t1%3Aneg;sid=6298360ed7ca7782d843384458fd1a1a;dcid=1;checkin=2015-05-11;checkout=2015-05-12

Hier ganz unter, eingerahmt mit "Kleingedrucktes"

War erst einmal ein Schock...

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 04.November 2014 17:54:51 »
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Hallo,

ich habe jetzt mal eine Probebuchung gemacht. Und wenn man das Zimmer anklickt und auf "reservieren" geht, erscheint rechts ein blauses Fenster:


(für alle Gäste)
Bitte beachten Sie, dass eine zusätzliche Steuer in Höhe von 19 % anfällt. Für Reisende aus dem Ausland, die in US-Dollar zahlen, entfällt diese Steuer, wenn sie eine Migrationskarte vorweisen können.



Und das ist genau das, was ich vorhin geschrieben habe.  grin

Also bezahle nicht vorab mit KK, sondern erst wenn Du dort bist!

Beate

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Dorit

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 05.November 2014 07:15:52 »
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huh? Migrationskarte huh

Wir wollen nur Urlaub machen, nicht einwandern.  grin
Oder sind das diese altmodischen Zettel, die man im Flieger ausfüllen muss, die nie jemand liest und die man im Pass verwahren muss und bei der Ausreise wieder zeigen?

US Dollar? Gilt das auch für Euro?
Sonst hat man ja durch 2x umrechnen weitere Währungsverluste. Mensch, warum ist das so kompliziert?

Über booking.com wird nie vorab gezahlt, immer vor Ort.

Aber da wollten wir dann auch lieber mit Kreditkarten zahlen, habe keine Lust den Bargeldbetrag für den gesamten Urlaub komplett mit mir herum zu schleppen. Werden die 19% dann auch erlassen?

Mensch, langsam habe ich schon keine Lust mehr...  sad

Dorit
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 05.November 2014 10:49:13 »
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Hallo Dorit,

nur kein Stress  grin  Das wird schon.

Also die "Migrationskarte" ist dieser kleine Zettel, der in den Pass kommt, und den Du auf keinen Fall verlieren darfst.

Das mit dem 19 % Ersparnis ist eigentlich auch eine Augenwischerei. Denn ich gehe mal davon aus, dass diese 19 % vorab schon auf den Preis draufgerechnet werden, von den Hotels, die an diesem Programm teilnehmen.
Ganz genau kann ich Dir das aber nicht bestätigen, da wir, wie Du evtl. weisst, immer mit dem Camper unterwegs sind. Und das Hotel am Anfang und Ende der Reise in Santiago haben wir immer mit der KK bezahlt, ohne uns recht viel Gedanken über diese 19 % zu machen.

Euro wirst Du in ganz Chile kaum loswerden. Also auch nicht für Bezahlung im Hotel.

LG
Beate
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GunterMcH
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 13.November 2014 22:16:51 »
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Die Frage ist ob man die Unterkünfte vorab buchen sollte.
Ich bin der Flexibiltät halber in Santiago gestartet.
Dort ist meist recht sonniges aber selten sehr heisses Wetter.
500 km südlich kann es sehr instabil sein.
Bei schlechtwetterlagen kann man dann wieder nach Norden oder Argentinien ausweichen.

Auf jeden Fall aber Chile besuchen.
Die Chilenen fand ich bisher am hilfsbereitesten, ich war sehr gerne dort.
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 14.November 2014 09:53:45 »
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Zitat von: GunterMcH am 13.November 2014 22:16:51
Die Frage ist ob man die Unterkünfte vorab buchen sollte.



Auch wenn wir meistens mit Camper unterweg sind, wir waren auch ab und zu mit PKW dort, z.B wenn wir den Camper in Talca zurückgegeben haben und dann noch mit dem PKW ein paar Tage rumgefahren sind und  in Santiago zurückgegeben haben.

Und wir haben immer nur die erste Nacht nach dem Hinflug und die letzte Nacht vor dem Rückflug vorher reserviert. Alles andere ergibt sich während der Fahrt. Und wir haben immer noch schöne Unterkünfte bekommen.

LG
Beate
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Katja

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 14.November 2014 20:40:04 »
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Hallo Beate,
zu welcher Jahreszeit war das? Ich würde nämlich auch eher ungern alles vorbuchen, da man dann nicht mehr flexibel ist und alles schon vorher raussuchen muss. Habt ihr auch noch was bezahlbares gefunden?
Viele Grüße
Katja
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 14.November 2014 21:09:19 »
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Hallo Katja,

wir waren immer in der Hochsaison unterwegs, zwischen Dezember und Februar.
Allerdings haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr kein Hotel gebraucht. Da könnte ich mir vorstellen, dass es evtl. etwas voller wird.

Beate
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S@bine

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 16.November 2014 19:39:31 »
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Hallo Beate,

jetzt bin ich doch ein wenig neugierig - hatte ich doch bisher gedacht, ihr seid eigentlich nur im Camper unterwegs gewesen (außer die erste, ggf. letzte Nacht und beim letzten Mal zum Schluss ein paar Tage rund um Talca)?

Liebe Grüße
Sabine
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beate2

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 16.November 2014 20:22:05 »
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Hallo Sabine,

stimmt! Fast!

Letztes mal z.B.haben wir unseren Camper in Talca zurückgeben und sind dann noch 4 Tage mit dem Mietwagen weitergefahren. Über NP Siete Tazas und Maipo Valley nach Santiago.

Den Norden Argentiniens will ich hier nicht ins Spiel bringen, ich glaube, der steht hier nicht zur Debatte. Denn dort haben wir, trotz Camper, immer wieder mal zwischendurch eine Cabin "eingeschoben". Alles ohne Vorbuchung

Und ich stehe nach wie vor dazu: Man braucht keine Vorbuchung. Man muss sich nur vorher informieren, wo es welche Unterkunftsmöglichkeiten gibt. Jede Vorbuchung würde mich nur in meiner Reisefreihheit einschränken.

Beate
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Katja

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 17.November 2014 19:28:59 »
Antwort mit Zitat nach oben
Ich habe ja auch in Südpatagonien festgestellt, dass eine Vorbuchung eigentlich nicht nötig gewesen wäre, außer in den Hochburgen El Chaltén und im NP Torres del Paine. Ansonsten gab es immer noch genug freie Plätze. Und das war auch in der Hochsaison im Januar/Februar.
Einerseits ist es schön, sich vorher in Ruhe etwas Nettes auszusuchen, dann weiß man, was man hat. Andererseits schränkt es einen in der Flexibilität ein und man hat weniger Arbeit vorab.
Viele Grüße
Katja
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« Letzte Änderung: 17.November 2014 19:34:54 von Katja » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 07.Dezember 2014 17:17:04 »
Antwort mit Zitat nach oben
Wichtig ist sich vorher oder aber wenn nicht anders möglich hinterher, mit der Geschichte Chiles zu beschäftigen.

So hast Du die Chance, eine eigene Meinung zu bilden, statt heuchlerische Mainstream Medien nachzuplappern.

z.b. kannst Du Dich hier informieren


http://de.wikipedia.org/wiki/Chile
"Bei seinem Amtsantritt hatte Allende also mit Sanktionen und Gegenmaßnahmen der USA zu rechnen. So kam es bereits 1970 zu einem tödlichen Attentat auf General René Schneider, bei dem die CIA und Außenminister Kissinger massiv beteiligt waren (siehe CIA-Aktivitäten in Chile). Schneider war für die US-Regierung ein Hindernis, da er gegen einen Militärputsch war."

"Am 11. September 1973 kam es schließlich zu einem blutigen Militärputsch gegen die Regierung. Präsident Allende beging in der Moneda Selbstmord. Hunderte seiner Anhänger kamen in diesen Tagen ums Leben, Tausende wurden inhaftiert. Sämtliche staatlichen Institutionen in ganz Chile waren binnen Stunden vom Militär besetzt. Die Macht als Präsident einer Junta übernahm General Augusto Pinochet.
Überall im Lande errichtete das Militär Geheimgefängnisse, wo Oppositionelle und deren Sympathisanten nicht selten zu Tode gefoltert oder unter anderem mit Flugzeugen hinaus aufs Meer geflogen und dort hinausgeworfen wurden. Tausende Chilenen gingen daher wegen der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen ins Exil (→ Folter in Chile).
Kurz nach der Machtübernahme Pinochets begannen auch die USA und die westeuropäischen Staaten wieder, Chile intensiv mit Wirtschaftshilfe zu unterstützen. Die Militärregierung machte die Verstaatlichungen Allendes mit Ausnahme der Kupferminen rückgängig, führte radikale Wirtschaftsreformen durch und schaffte die Gewerkschaftsrechte ab."


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GunterMcH
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 07.Dezember 2014 17:18:18 »
Antwort mit Zitat nach oben
Wichtig ist auf jeden Fall auch eine Information über das Treiben der Chicago Boys.

http://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Boys
"Die Chicago Boys sind eine Gruppe chilenischer Wirtschaftswissenschaftler, die von 1956 bis 1970 größtenteils an der University of Chicago studiert haben und die von den Ideen Friedrich August von Hayeks und Milton Friedmans inspiriert waren. Sie wurden in Chile unter der Herrschaft Augusto Pinochets wirtschafts- und sozialpolitisch sehr einflussreich. Diese Ökonomen waren von der Überlegenheit freier Märkte überzeugt, die sie durch Privatisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen zu realisieren suchten."
"Chile galt als Testfall für die Erprobung des wirtschaftsliberalen Programms der Chicagoer Schule."
"Im April 1975 übergab Pinochet einem Team von vier „Hardlinern“ unter den Chicago Boys das wirtschaftspolitische Kommando: Er ernannte Sergio de Castro zum Wirtschaftsminister, Jorge Cauas zum Finanzminister, Pablo Baraona zum Präsidenten der Zentralbank und Roberto Kelly zum Chef des Planungsamtes."
"Um das Jahr 1980 schien sich der Erfolg der Reformen zunächst zu bestätigen. Das chilenische Experiment war nach der guten wirtschaftlichen Entwicklung der späten 1970er Jahre neben den Reformen von Margaret Thatcher zum Vorzeigeobjekt für Monetaristen und Marktliberale geworden."
"Dieses Bild trübte jedoch 1982 eine schwere Rezession, bei der es zu einem drastischen Einbruch des Realeinkommens, einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und zu einem Zusammenbruch des Finanzmarktes kam.[69] Sechzehn von insgesamt 50 privaten Finanzinstituten gingen dabei in Konkurs."
"Die Rezession führte zu sozialen Unruhen; das sogenannte „monetaristische Experiment“ galt weithin als gescheitert.[81] Die Chicago Boys verloren in der Folge an Einfluss auf die chilenische Wirtschaftspolitik."
"An seine Stelle trat der ebenfalls in Chicago ausgebildete Rolf Lüders, der sich für Staatsinterventionen zur Rettung der Banken einsetzte. Nachdem bereits 1982 die beiden größten Banken vom Staat übernommen worden waren, wurden 1983 fünf weitere verstaatlicht und zwei weitere kamen unter Staatsaufsicht."
"Kritiker verspotteten diese Entwicklung als „Chicago way to socialism“, da unter der Ägide der Chicago Boys mehr Banken verstaatlicht wurden als unter der sozialistischen Regierung Allende."

"1983 mussten weitere Minister zurücktreten, u.a. José Piñera als Bergwerksminister. Pinochet besetzte die Ministerposten durch Praktiker, anfänglich vor allem Unternehmer, später auch Verwaltungsbeamte."
"Diese Phase, in der Hernán Büchi großen Einfluss gewann, wird häufig in Abgrenzung zu den radikaler an marktwirtschaftlichen Prinzipien orientierten Reformen bis 1983 als „pragmatischer Neoliberalismus“ bezeichnet."

Alles im allem kann man letztendlich froh sein, das Pinochet die neoliberalen Deppen herausgeschmissen hat. Damit hat das Land gerade noch so die Kurve gekriegt und ist nicht Pleite gegangen wie Argentinien.
Dort hat in der gleichen Zeit, ebenfalls unter Einfluss der USA, das neoliberale System in die Pleite geführt.
Trotz großer wirtschaftlicher Erfolge, besonders zwischen 2004 - 2011 ( bis auf 2 Jahre immer mindestens 8 % Wachstum), bekommt Argentinien kein Bein auf den Boden.

Übrigens das mit den Bankpleiten bzw. Unsummen die die Rettung verschlingt, kommt uns irgendwie bekannt vor.
Das Scenario 2009 gab es also schon vorher. Die Entwicklung war absehbar.



« Letzte Änderung: 07.Dezember 2014 17:39:56 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 07.Dezember 2014 17:20:15 »
Antwort mit Zitat nach oben
Die USA unter Ronald Reagan, hat dann dieses asoziale System übernommen und damit die Demokratie in der USA abgeschaft.

Bis Anfang der 80er Jahre war die Verschuldung in der USA trotz u.a. Vietnamkrieg, ziemlich gering und stieg parallel zur Inflation.
Seit Einführung des Neoliberalische Systems und damit der Abschaffung der Demokratie stiegen die Schulden rasant an.

siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_der_Vereinigten_Staaten
"Bis zu Beginn der 1980er Jahre erhöhte sich die Staatsverschuldung im Schritt mit der Inflation, so dass sie sich zwar nominell verdreifachte, es real aber zu keiner Erhöhung kam. Während der Amtszeiten der Präsidenten Ronald Reagan und George Bush vervierfachte sich der Schuldenstand und erreichte 1992 5,39 Billionen US-Dollar."

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/01/usa-verschuldung-erreicht-rekord-niveau-von-60-billionen-dollar/

"Die US-Verschuldung erreicht mit 60 Billionen Dollar einen neuen Höchststand. Die USA tragen damit mehr als ein Viertel der weltweiten Schuldenlast."

"Wenn es um die Schuldenlast der USA geht, wird stets die Staatsverschuldung mit knapp 17 Billionen Dollar angegeben. Doch die tatsächliche Verschuldung liegt deutlich höher. Bezieht man neben der Staatsverschuldung auch die Unternehmensverschuldung, Hypotheken und Konsumentenkredite mit ein, liegt die Verschuldung bei rund 60 Billionen Dollar. Das entspricht rund einem Viertel der weltweiten Verschuldung."
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GunterMcH
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 07.Dezember 2014 17:26:22 »
Antwort mit Zitat nach oben
Andere Länder wie Großbritanien und seit 2004 auch Deutschland folgten.

Staatsverschuldung im internationalen Vergleich
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Staatsschuldenquote
USA also Platz 13, fast doppelt so hohe Schuldenquote wie Indien, Laos oder Pakistan !


Die neoliberalen Länder haben einiges gemeinsam:
Menschenverachtetende Wirtschaftpolitik
Rasant steigende Schulden
verlogene und heuchlerische Politik

Verlogen
z.B.
siehe frisierte Arbeitslosenzahlen, die realen Zahlen sehen anders aus
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2014/09/10/immer-noch-515-millionen-unterbeschaeftigte-deutschland_7737

Fachkräftemangellüge


heuchlerisch
z.B.
Man verurteilt zu Recht den Einmarsch der Sowjetunion in Afganistan.
Das ist der größte Mist den die Russen je verzapft haben.
Weil das so ein großer Mist ist, machen wir das natürlich nach.

oder die Rechtfertigung von Waffenlieferungen in in menschenverachtende Regime wie Saudi Arabien und Katar
« Letzte Änderung: 07.Dezember 2014 17:38:52 von GunterMcH » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
GunterMcH
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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 07.Dezember 2014 17:27:10 »
Antwort mit Zitat nach oben
http://de.wikipedia.org/wiki/Sebasti%C3%A1n_Pi%C3%B1era

"Piñera gilt als christlich-konservativer und sozialer Politiker.

„Der Zivilisationsgrad eines Landes ist nicht an materiellem Wohlstand, Qualität der Infrastruktur oder militärischer Macht erkennbar, sondern daran, wie eine Gesellschaft mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht, mit den Alten, Kranken, Armen und auch den Ungeborenen.[12]“"

Diese Wertevorstellung gefällt mir sehr gut.
Übrigens hat die Chilenische Regierung es geschafft die Kinderarmut, in den letzten Jahren um ein Drittel zu senken, während sie in der EU, insbesondere in Deutschland, signifikant ansteigt.
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Samba_Schorsch

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Re:Nebenkosten in Chile
« am: 14.Januar 2015 11:00:52 »
Antwort mit Zitat nach oben
In Chile war ich noch nie, aber in Peru war es so, dass man als Ausländer im Hotel mehr zahlen musste. Woran das liegt, weiß ich aber auch nicht.
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