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  28.März 2017 10:12:00

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 Thema: Reisemedizinische Beratung - Wo?  (Gelesen 2788 mal)
travelmedicus

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Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 20:55:27 »
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Huhu,

wem vertraut Ihr beim Thema reisemedizinische Beratung?
Ich habe erst gerade mal wieder einen Fall auf dem Tisch gehabt, wo eine junge Frau für einem mehrmonatigen Aufenthalt nach Equador gereist ist und schlecht informiert dort ankam und dann aus Erkrankungsgründen den Aufenthalt nach einigen Monaten vorzeitig abgebrochen hat. Sie vertraute sich dann wieder einem fachfortgebildeten Arzt hier in D an - aber dann ging einiges schief...

Ich habe daraufhin mal versucht mal herauszufinden, warum bei dem Mädel einiges unglücklich ablief und habe in der Folge auch die Institution mal näher betrachtet.

Was dabei heraus gekommen ist, gibt es hier nachzulesen:
http://www.travelmedicus.com/thema/thema-reisemedizin/handbuch/index.php

Den konkreten Fall der jungen Dame gibt es bei Interesse hier:
http://reisemedicus.com/amoebendurchfall/

Aber zurück zur Frage, woher bezieht Ihr Informationen zum Thema Reisemedizin?

Sonnige Grüße,
Thomas
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beate2

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 21:08:56 »
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Hallo Thomas,

bei Ländern mit nicht so grossem gesundheitlichen Risiko schaue ich immer erst mal nach, was das Auswärtige Amt meldet. (Nicht nur gesundheitlich, auch politisch oder was Kriminalität betrifft).

Wenn dann das AA irgendwelche spezielle Impfungen oder z.B. Malaria-Prophylaxe empfiehlt, dann gehe ich hier in München zum Tropeninstitut.

Und zu denen gehe ich gleich als erstes wenn ich der Meinung bin, das von mir zu bereisende Land hat ein höheres gesundheitlichen Risiko.

Beate
« Letzte Änderung: 31.Oktober 2016 21:10:05 von beate2 » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 21:25:05 »
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Zitat von: beate2 am 31.Oktober 2016 21:08:56
bei Ländern mit nicht so grossem gesundheitlichen Risiko schaue ich immer erst mal nach, was das Auswärtige Amt meldet.


Huhu Beate,

auf amtliche Infos zurück zu greifen ist eine grundlegend erst mal gute Entscheidung, aber das Auswärtige Amt greift jedoch leider auf Anfrage von uns auch auf die Unterlagen des angeführten Unternehmens zurück  rolleyes 

Sonnige Grüße,
Thomas
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« Letzte Änderung: 31.Oktober 2016 21:28:52 von travelmedicus » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 21:29:04 »
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Zitat von: travelmedicus am 31.Oktober 2016 21:25:05
aber das Auswärtige Amt greift jedoch leider auf Anfrage von uns auch auf die Unterlagen des angeführten Unternehmens hin  rolleyes 



Na Klasse  rolleyes  Das muss man auch erst mal wissen. Also bleibt ja wirklich nur noch das Tropeninstitut.
Denn von niedergelassenen Ärzten oder Hausärzten halte ich in solchen Fällen nicht viel, die erzählen wirklich nur ihre eigene Meinung.

Beate
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andiline

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 21:50:53 »
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Ich vertraue meinem Hausarzt. Der kennt mich am besten und wenn ich ihn wegen Reisemedizin  befrage, schaut er in eine Reisedatenbank. Bin aber nicht mehr sicher, welche (Tropenmedizinsches Institut?). Damit bin ich immer gut gefahren und zusammen haben wir bisher immer noch den besten Weg gefunden.

Gruss
Andrea
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« Letzte Änderung: 31.Oktober 2016 21:51:52 von andiline » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
travelmedicus

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 21:55:16 »
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Huhu Andrea,

das klingt toll und so soll es ja auch sein!
Aber wenn Du vielleicht mal herausfinden kannst, welche Datenbank er nutzt, dann ... ;-)

Cherio,
Thmas
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andiline

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 22:02:53 »
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Das kann dauern, da ich derzeit keinen Grund habe, ihn zu konsultieren. Es ist aber eine Datenbank, in der man nach Ländern/Regionen nachschauen kann, was die Impf-/Malariaempfehlungen sind. Wir schauen uns das dann zusammen an und sprechen darüber, dass die Nebenwirkungen im Zweifel schlimmer sind als die Krankheit... wink Ich vertrage bestimmte Medikamente auch nicht gut, von daher habe ich bisher meistens dagegen entschieden. Malariamedikamente habe ich immer nur als Prophylaxe mitgenommen, aber ich bin auch nie zur Regenzeit unterwegs und im Zweifel bin ich persönlich sowieso überzeugt, dass lokale Medikamente besser wirken als das, was wir in Europa kaufen können.

LG
Andrea
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 22:09:28 »
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Zitat von: andiline am 31.Oktober 2016 22:02:53
und sprechen darüber, dass die Nebenwirkungen im Zweifel schlimmer sind als die Krankheit...


Genau DAS ist es, was ich vorhin schrieb: Der Hausarzt erzählt Dir seine Meinung. Und gerade beim Thema Malaria finde ich das verantwortungslos. Denn die Nebenwirkungen von Malarone z.B. sind bestimmt nicht schlimmer (ich habe gar keine!) als eine Malaria zu bekommen.

Beate
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doro

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 22:33:43 »
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Hallo, Thomas,

ich schau bei 'fit-for-travel' nach, beim AA, 'fit-for-travel.uk' , tropenmedizin, je nach Land mehrere Seiten im www. Deutsche Websites , UK, USA.

Ich hab die Erfahrung, dass ich dadurch mehr an Infos habe als mein Hausarzt, der doch u.a.als 'Tropenmediziner' klassifiziert ist.
Dennoch gehe ich zu ihm und lass mich beraten, z.B. ob Impfung gegen Cholera( nein), gegen Typhus (nein) aber ja bei Malaria-Prophylaxe.

Gruß Doro





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andiline

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 22:52:42 »
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Zitat von: beate2 am 31.Oktober 2016 22:09:28
Zitat von: andiline am 31.Oktober 2016 22:02:53
und sprechen darüber, dass die Nebenwirkungen im Zweifel schlimmer sind als die Krankheit...


Genau DAS ist es, was ich vorhin schrieb: Der Hausarzt erzählt Dir seine Meinung. Und gerade beim Thema Malaria finde ich das verantwortungslos. Denn die Nebenwirkungen von Malarone z.B. sind bestimmt nicht schlimmer (ich habe gar keine!) als eine Malaria zu bekommen.

Beate



Mein Hausarzt erzählt mir NICHT seine Meinung. Er liest mir vor, was die datenbank sagt (könnte durchaus die Fit for Travel-DB sein), dann sprechen wir darüber. Er sagt mir, welche Optionen es gibt und dann treffe ICH meine Entscheidung. Wobei ich mich meist vorher zusätzlich schon informiert habe. Und ICH für MICH finde, dass die Nebenwirkungen der Malariamedikamente zu hoch sind. Muss jeder für sich entscheiden und kommt auch drauf an, wohin man reist und zu welcher Jahreszeit. Es gibt da keine generellen richtigen oder falschen Entscheidungen, das ist für jeden anders (kommt auch auf die gesundheitliche Situation an). Von daher finde ich Deine Bemerkungen eher gefährlich, weil das schlicht individuell unterschiedlich ist.

Gruss
Andrea
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 31.Oktober 2016 23:09:42 »
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Wieso reagierst Du eigentlich so aggresiv?

Das hier stimmt auf jedem Fall:

Zitat von: andiline am 31.Oktober 2016 22:52:42
Muss jeder für sich entscheiden und kommt auch drauf an, wohin man reist und zu welcher Jahreszeit.


Beate
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 01.November 2016 19:08:55 »
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Huhu,

ich habe noch keinen Kollegen kennenlernen dürfen, welcher einem Reisenden eine Impfung aufgeschwatzt hat, jedoch neigen manche - besonders die "fachweitergebildeten Reisemediziner/innen" - oft zu übertriebenem oder zu listen-/datenbankbehaftetem Aktionismus.
Oder manche velassen sich einfach auf "die Fachliteratur", wie im oben angeführten Fall der Amöbiasis, wo der Reisemediziner Laborbefunde aus Equador missachtet hat und einfach gar nicht therapierte, weil in seinem deutschen "Fachbuch" zum Thema etwas anderes geschrieben stand.

Bei den von Euch vorgebrachten Internetseiten kommt bei mir sofort die alte Frage auf, ob ihr da auch mal ins zugehörige Impressum geschaut habt. OK, beim Auswärtigen Amt erübrigt es sich (auch wenn -noch- die Ärzte dort ebenfalls auf das von mir munierte "Standardwerk" zurückgreifen).
Bei der fit-for-Seite würde ein Blick dort ins Impressum sicherlich für manche Person ein Erwachen hervorbringen  wink 

Zur Malaria hatten wir vor Kurzem mal das stetig wiederkehrende "Impfen" zum Thema gemacht - bei Interesse siehe:
http://reisemedicus.com/ein-impfstoff-gegen-malaria/

Ich habe vor ein paar Jahren mal mit einem langjährigen Freund (und Kollegen) beim Essen kurz das Thema "Reisemedizin und reisemedizinische Beratung", denn er hatte in seiner hausärztlichen Praxis gerade das Angebot zur Teilnahme an einer Fortbildung bekommen und mich darauf angesprochen.
Seine Entscheidung nicht daran teilzunehmen, fand ich sehr gut, denn seine Hauptbegründung lautete:
"Ich kenne selbst nur einen geringen Teil unserer Erde und ich glaube daran, das unsere Kollegen weltweit mit ihren alltäglichen Krankheiten umzugehen wissen. Warum also sollte ich hier vor Ort deutschen Kollegen ein besseres Fachwissen über hier nicht üblich vorkommenden Krankheiten zutrauen?"

Sonnige Grüße,
Thomas
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 01.November 2016 21:04:10 »
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Hallo Thomas,

ich habe den von Dir verlinkten Artikel gelesen. OK.
Aber da muss ich schon feststellen, dass da einiges durcheinander gerührt wurde.
Wie kann man einen bei der afrikanischen Bevölkerung evtl. vorhandenen Schutz gegen (leichte) Malaria-Erkrankungen auf einen Europäer übertragen, der vielleicht einmal in seinem Leben mit dieser Gefahr zu tun hat. Und dann wirklich gestochen wird und eine böse Malaria bekommt (vor ein paar Jahren war Minister Töpfer ein gutes Beispiel dafür).

Ein Beispiel, das vielleicht nicht ganz passt aber vielleicht rüberbringt, was ich meine:
Wenn ich Besuch hätte von einem Afrikaner, der noch nie in einer Grosstadt war und deshalb die Gefahren des Autoverkehrs überhaupt nicht kennt, würde ich den allein durch München laufen lassen?? Nie und nimmer. Ich würde ihm erstmal einen Kursus in Verkehrstechnik und richtigem Verhalten geben.
Umgekehrt: die wenigsten Europäer haben Erfahrung mit Krankheiten etc. in Afrika. Warum sollte man dann diese Europäer "blind" in das Risiko laufen lassen?
Und: wenn mir eine Reise nach Afrika 3, 4 oder 5000 Euro kostet, dann gebe ich, schon mir und meinem Leben zuliebe, gerne nochmal 100 Euro für eine Malaria-Prophylaxe aus.

Ach ja, das ist ja noch ein Thema das in diesem Artikel vermischt wurde: Malaria-Prophylaxe ist halt mal was anderes als Malaria-Impfung.

Beate
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mecky2

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 01.November 2016 21:28:16 »
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Hallo Thomas,

danke für den Hinweis mit dem Impressum von "Fit for Travel"!
Wirklich interessant (eigentlich unglaublich...)  shocked  shocked  shocked

https://www.fit-for-travel.de/legal/impressum/

Viele Grüße
Gudrun
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 01.November 2016 21:32:12 »
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Huhu Beate,

Deine Einwände sind berechtigt, denn so einfach ist es nie, aber....  grin 

Ein "gesunder Europäer" wird im Falle einer Malariainfektion besser mit der Erkrankung umgehen können, als ein schlechternährter Afrikaner, da sind wir uns doch einig, oder?

Malaria ist eine Infektion mit einem "Parasiten", also ein kleines Miststückchen, welche auf unsere Kosten ein eigenes Leben aufbauen möchte. Dazu nutzt der Parasit u.a. unseren im Körper aufgenommenen Sauerstoff und entzieht damit unseren Körperzellen lebensnotwendigen Sauerstoff.

Ein normal gesunder und wohlgenährter Mensch kann das wegstecken und es gibt wirksame Substanzen, die den Parasiten töten - z.B. Chinin (was für usneren menschlichen Körper auch ein Gift ist, wie z.B. auch Alkohol).

Wenn ein Mensch aber vorerkrankt ist oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen vorliegen, dann ist der Parasit natürlich im Vorteil - aber nochmals vorgebracht, die vornehmlich betroffenen Personen von schweren und tödlich verlaufenden Malariainfektionen sind Säuglinge, Kleinkinder und alte Menschen mit Vorerkrankungen und nicht Menschen wie Du und ich, die gesund durch die Welt reisen ;-)

Natürlich sind für den klassischen Afrikareisenden 100€ kein Problem, aber auch hier werden diese 100€ schnell anders zum Problem, denn zum Einen ist es oft nur ein Gewinn für die Reisemediziner und die Pharmaindustrie, zum Anderen aber besonders dann eine Gefahr, wenn man das Medikament freundlich hilfsbedacht vor Ort zurück lässt...

Sonnige Grüße,
Thomas
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 01.November 2016 21:54:25 »
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Hallo Thomas,

stimmt, meine 100 Euro sind ein Gewinn für die Pharma-Industrie. Nur: meine 20 Euro für irgendeine Gesichtscreme oder meine 5 Euro für ein Haarshampoo sind auch ein Gewinn (für die Kosmetik-Industrie). Soll ich darauf verzichten???

Ich weiss um die Problematik der verschenkten Medikamente. Wenn, dann würde ich sowas nur in einem Buschkrankenhaus bei Ärzten zurücklassen, nie irgendwo bei Laien.

Wogegen ich mich aber immer wehre ist die Aussage, dass Malaria-Prophlylaxe mehr Nebenwirkungen hat. Die sowas behaupten, haben noch nie mit jemand gesprochen, der eine Malaria-BEHANDLUNG hinter sich hat. DA sind nämlich die Nebenwirkungen so richtig toll. Und egal, ob wir grössere Chancen haben zu überleben oder nicht, DIESE Nebenwirkungen möchte ich meinem Körper nicht zumuten.

Beate
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travelmedicus

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 05.November 2016 00:54:43 »
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Huhu Beate,

ich würde den "unbedachten Einsatz von Gesichtscremes/Haarshampoos" nicht in eine Relation zum Einsatz einer Malariaprophylaxe setzen wollen  grin 

Meine Meinung dazu ist jene, dass wer eine Malariaprophylaxe mit Medikamenten dürchführen möchte, sich nach Aufklärung der Gefahren auch über das konsequente Durchführen im Klaren sein muss.
Ich habe während meiner Zeit in SO-Asien sehr oft Reisende behandeln müssen, die eben ihre Prophylaxe aus den unterschiedlichsten Gründen nicht konsequent durchgeführt haben.
Allen ging es dennoch nachfolgend gut.

Damit sind wir beim zweiten Punkt. Ich selbst wurde wiederholt mit Malaria infiziert und die vielen Touristen, welche ich infolge einer Malariainfektion behandelte, hatten nie irgendwelche Probleme - mal abgesehen vom Ohrenrauschen - im Rahmen der Behandlung. Vornehmlich hatten die Patienten unter Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit zu "leiden" und Komplikationen erlebte ich nur bei den zuvor schon angeführten Personengruppen.
Ebenso war es auch stets in Bezug auf die lokale Bevölkerung, denn auch diese Menschen zeigten - mal von den zuvor angeführten Problemgruppen - nie wirkliches Leid abgesehen von den üblichen "Grippesymptomen, Kopfschmerz und Abgeschlagenheit".

Was war denn so besonders bei den Dir bekannten Erkrankungsfällen?

Sonnige Grüße.
Thomas
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« Letzte Änderung: 05.November 2016 01:01:43 von travelmedicus » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 05.November 2016 09:34:18 »
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Zitat von: travelmedicus am 05.November 2016 00:54:43
ich würde den "unbedachten Einsatz von Gesichtscremes/Haarshampoos" nicht in eine Relation zum Einsatz einer Malariaprophylaxe setzen wollen  grin 




Das habe ich auch nicht. Ich habe nur widersprochen als es hiess, man würde mit der Malariaprophyaxe ja nur die Pharmaindustrie unterstützen. Und das macht man halt auch mit Kosmetikprodukten, oder?

Zu den "Besonderheiten" von Malaria-Krankheitsfällen muss ich Dir wahrscheinlich nichts mehr schreiben, die wirst Du wissen. Als Beispiel nur mal die Malaria-Erkrankung des damaligen Ministers Töpfer. Der wäre fast an Malaria gestorben und war ziemlich lang krank.

Aber ganz ehrlich: ich habe keine Lust, hier über Prophylaxe zu diskutieren. Das Risiko soll jeder selbst eingehen, ich nicht.

Beate
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Katja

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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 05.November 2016 10:28:18 »
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Als erstes würde ich auch die Seiten des Auswärtigen Amtes zu Rate ziehen, welche Impfungen für ein Reiseland empfohlen werden.
Meine Erfahrung beim Hausarzt ist, dass er/sie nur in der Datenbank nachschaut, aber kein besonderes Fachwissen zur Reiseregion etc. hat.
Meine Erfahrung mit einem auf Reisemedizin spezialisiertem Facharzt ist, dass er zwar besser berät, aber auch nicht die Reisezeit und Region ausreichend berücksichtigt. So hätte ich im Nachhinein eine Malariaprophylaxe nicht immer für nötig gehalten, denn wir hatten zum Ende der Trockenzeit noch keine einzige Mücke gesehen, und auch auf die Tollwutimpfung hätte ich im Nachhinein eher verzichtet, denn das Risiko war sicherlich nicht besonders groß - hatte aber vor der Reise Schiss vor möglicherweise wütenden Pavianen... wink Ja, wenn man gebissen wird, ist es schlimm und erfordert schnelles Handeln, aber macht die Impfung wirklich Sinn??
Zur Malaria habe ich mal das sehr empfehlenswerte Buch von dem Rangerpaar im Krügerpark gelesen, wo sich einer mit Malaria Tropica angesteckt hatte. Das war auch wirklich schlimm, und die Malariaschübe kamen immer wieder und damit hat man dann wohl sein ganzes Leben lang zu tun. Also in einem Verbreitungsgebiet von Malaria Tropica würde ich wohl doch eher wieder zur Prophylaxe greifen, aber nur unter Berücksichtigung der Jahreszeit.
Dass viele Leute Medikamente nicht richtig benutzen, führt ja leider auch zur Entwicklung von Resitenzen bei Antibiotika...
Gruß
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« Letzte Änderung: 05.November 2016 10:32:03 von Katja » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Reisemedizinische Beratung - Wo?
« am: 05.November 2016 19:35:31 »
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Hallo, Thomas,
Ich hab natürlich nicht gewusst, wer da im Impressum verantwortlich ist.  rolleyes
Dennoch - ich hatte noch nie das Gefühl, dass die Website Leute dazu bringen  will, Medikamente gegen Malaria zu kaufen.
Ich möchte jedenfalls nicht lebenslang!!!!  immer wieder mal  bestenfalls mit Fieber,  "Grippesymptomen, Kopfschmerz und Abgeschlagenheit" zu kämpfen haben, wenn ich das durch Einnahme  von Malarone - zeitlich begrenzt - verhindern kann.

Aber - wie schon mehrfach hier gesagt - schlussendlich muss das jeder selbst wissen.
Ich hatte - zum Glück - keine Nebenwirkungen bei der Einnahme von Malarone. Und meine Krankenkasse, die ansonsten sehr pingelig ist mit Kostenerstattung, bezahlt die Prophylaxe, wenn es das AA empfiehlt.  smiley

@ Katja

Die Tollwut führt bis auf extrem wenige Ausnahmen spätestens 7 Tage nach Ausbruch der Symptome zum Tod. Die wenigen Überlebenden einer Tollwut-Infektion tragen schwerste Gehirnschädigungen davon


Wir hatten uns vor unserer Reise nach Indien gegen Tollwut impfen lassen - auf Empfehlung unseres Hausarztes.

Gruß Doro
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