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News: Like auf facebook: Ingrids-Welt - Die Reisecommunity

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  24.Oktober 2017 11:13:42

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 Thema: Filosofisches zu früher und heute  (Gelesen 508 mal)
Bärbel

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Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag!

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Filosofisches zu früher und heute
« am: 16.Juli 2017 12:30:17 »
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Hallo Foris, ich lese ja nicht nur hier sondern auch in einigen anderen Foren mit.

Und da stelle ich mir sehr oft - und immer öfter - die Frage:
Wie haben wir das nur früher gemacht?
Wie sind unsere Eltern gereist?
Was macht eine Reise eigentlich aus?

Egal ob wir zu einer Tageswanderung aufbrechen oder eine dreiwöchige Reise durch ein ferne Land planen:
Wann hat es eigentlich angefangen, dass man jede Minute des Tages exakt durchplanen muss, jede Strecke in Google Maps abgefahren wird, jeder kleine  Wanderweg mit allen Koodinaten auf dem Handy gespeichert wird weil man den aufgestellten  Wegweisern anscheinend nicht traut, dass jedes Kopfkissen im Hotel vorher virtuell ausprobiert werden muss und von jedem Restaurant 500 Kritiken gelesen werden müssen bevor man sich endlich entscheidet dort essen zu gehen?

Internet hat vieles einfacher gemacht, aber vieles auch unheimlich kompliziert.

Wenn man alle Informationen zur Verfügung hat und alles machen kann, hat man dann nicht immer das Gefühl um die Ecke wäre das Gras grüner und es könnte ja noch mal was viel besseres vor Ort sein, man hat es nur noch nicht entdeckt?
Ähnlich ist es im Leben außerhalb von Urlaub ja auch: egal ob Partnerschaft eingehen, ausgehen mit Freunden oder Konzertbesuch. Alles wird vorab auf Tauglichkeit im www abgeklopft, es könnte ja eine Enttäuschung sein und andere könnten ja noch was viel Tolleres entdeckt haben...

Meine Eltern haben noch PROSPEKTE beim örtlichen FREMDENVERKHESAMT im Bayrischen Wald bestellt, kannten ihre Pension von 1-3 Bildern und keinen einzigen Gasthof vor Ort. Keinen Wanderweg vorab und mit Glück gab es eine Wanderkarte vor Ort, kein Handy, kein Navi. Und sie hatten wunderschöne Urlaube.

Viele halten sich heute für spontan, weil sie akribisch Monate vorab einen Camper buchen oder mit dem Rucksack ohne Vorbuchung zu einem Urlaubziel fahren. Dabei haben sie aber Reiseführer in der Tasche und landen am Ende dann doch in der Rucksackgegend, in der alle landen. Oder auf dem Geheimtipp Campingplatz in der Wildnis, der schon lange keiner mehr ist.

Ab wann ist uns das Leichte, das Spontane am Reisen eigentlich abhanden gekommen?
Ab wann ist Reisen keine Abenteuer mehr, sondern eine durchorganisierte "Auszeit" von durchorganisierten Alltag?

Es gab schon immer Pauschalurlauber, die drei Wochen Türkei All inklusive buchen.
Aber die haben ja gemeinhin auch nicht den Anspruch "Individualtouristen" zu sein.
Heute ist kaum noch jemand individuell und Touristen sind wir alle.

Bärbel
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traveline

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 16.Juli 2017 13:35:21 »
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Ja, früher war alles viel früher...  wink

Interessantes Thema, aber auch Filterblase. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass man in vielen Foren auf immer die gleichen Foristen trifft? Will heißen, diejenigen, die sich in Foren Gedanken machen sind ein gaaaanz gaaanz winziger Teil der reisenden Bevölkerung. Und der übergroße Teil reist weiterhin pauschal, organisiert (von Busreisen bis Studiosus) oder sonst im Rudel.

Früher ist man (ich) mehr an einen Standort gefahren und von da ausgeschwärmt und hat sich halt das angeschaut, was man im Reiseführer gefunden hat oder was einem zufällig über den Weg lief. Da man nicht wusste was man verpasst hat war man auch zufrieden.

Man sieht nur was man weiß und durch das Internet weiß man nun viel mehr als früher. Und eine Rundreise in den USA mit fast täglich anderem Standort wäre früher nur fremdorganisiert oder mit viel Aufwand möglich gewesen (bei meiner ersten habe ich noch alle Hotels zwar selbst, aber über deutsche Reisekataloge gebucht, nur ein einziges ganz mutig im Internet). Und ich zumindest mache zunehmend solche Rundreisen, wo es gar nicht anders geht als sich zu überlegen, was will ich anschauen und wo und wie lange müsste ich dafür nächtigen.

Und der Rest ist persönlichkeitsabhängig. Gibt mir viel Kontrolle Sicherheit, dann wird minütlich geplant, will ich mich eigentlich nicht (vorher) damit beschäftigen fahr ich einfach los. Jeder wie er mag und wie er glücklich ist. Und mir sind meine geplanten Reisen noch genug Abenteuer  grin, mit einem Pool von Möglichkeiten, was man anschauen, aber auch weglassen kann und das wird dann nach Lust und Laune vor Ort entschieden.
http://meine.flugstatistik.de/traveline
http://www.travbuddy.com/maps/6930903
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beate2

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 16.Juli 2017 16:23:29 »
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Hallo Bärbel,

dasselbe haben wir uns auch schon oft gefragt. Und bei uns sind es nicht die Eltern, die "früher" ohne Internet gereist sind, sondern wir selbst sind es.
Wir reisen schon seit ca. 30 Jahren, und halt früher mit einer möglichst guten Strassenkarte und einem oder zwei Reiseführer in der Tasche.
Vorgebucht haben wir kaum, zumindest auf unseren vielen Rundreisen. (@Traveline: doch es ging auch früher ohne Gruppenreise und ohne Vorbuchung durch Reisebüro). Wir hatten immer nur den Mietwagen aus rechtlichen Gründen gebucht und den Flug, evtl. noch die erste Nacht im Hotel.
Und das war eigentlich das Schöne: wir sind tagsüber gefahren, haben alles mögliche am Weg angeschaut, und gegen 16.00 h haben wir dann überlegt, wo man denn übernachten könnte. Und haben immer was gefunden. Leider sind diese Zeiten vorbei. Nachdem Vorbuchen so einfach geworden ist, reserviert jeder auf Teufel komm raus. Und damit ist jede Spontaneität verloren gegangen.
Also sind wir vor ein paar Jahren auf Wohnmobil umgestiegen. Nur um jetzt festzustellen, dass der Wahnsinn weitergeht: unterdessen wird auch jeder Campingplatz reserviert.

Wir stellen immer wieder fest, dass wir die meisten Ziele noch gesehen haben, bevor der grosse Run einsetzte. Zum Glück!!

LG
Beate


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BikeAfrica

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Die längste Reise ist die zu sich selbst

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 16.Juli 2017 21:04:49 »
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Zitat von: Bärbel am 16.Juli 2017 12:30:17
Ab wann ist uns das Leichte, das Spontane am Reisen eigentlich abhanden gekommen?


... mir ist nichts abhanden gekommen. Ich buche 'nen Flug und evtl. die erste Unterkunft nach der Landung und ziehe los. Internetverbindung und Telefon war unterwegs noch nie vorhanden und habe ich auch noch nicht vermisst.

Gruß
Wolfgang
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren.
Die nächstbeste Zeit ist jetzt
(afrikanisches Sprichwort)
www.bikeafrica.de.vu
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@nna

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 16.Juli 2017 21:46:05 »
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Zitat:
Filosofisches zu früher und heute


   Philosophie oder Filosofie?    wink
Opa sitzt schluchzend im Lehnstuhl. Eva bringt ihn endlich zum Reden. "Mein Enkel studiert Filosofie! Wie sieht das denn aus!" Eva wundert sich. "Meinst du die Leute?" "Nein, die neue Rechtschreibung!" "Ach Opi, da irrst du dich gewaltig, das heißt immer noch Philosophie. Ausdrücke aus unserem Bildungswortschatz behalten ihre Schreibweise." Opa trocknet sich die Augen und blickt hoffnungsvoll. "Und die Rhetorik? Der Rhythmus? Die Physik?" "Bleiben alle so, Opi. Aber du kannst jetzt Fremdwörter auch vereinfacht schreiben, z.B. Hämorriden statt Hämorrhoiden, Nessessär statt Necessaire oder potenziell statt potentiell. Ist doch gut, oder? Schließlich schreiben wir auch nicht mehr Bureau oder Mayonnaise, sondern Büro und Majonäse!" Opa nickt zufrieden.
Liebe Grüße
@nna
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Volker2005

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 17.Juli 2017 10:54:39 »
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Wenn man es gerne spontan hat, dann sollte man mal einen Blick auf das Web-Portal Unplanned.de werfen.

Das schickt Urlauber auf maßgeschneiderte Überraschungsreisen in die ganze Welt. Online kann man Interessen, Vorlieben, Reisedauer und Budget eingeben und Reiseziele ausgrenzen.

Der Urlaubsort mit individuellem Programm wird dann erst am Tag der Abreise verraten – in einem per Post zugestellten Umschlag. Damit man den Koffer zielgerichtet packt, gibt‘s vorher eine Packliste.

Mir wäre das zu spontan, ich finde das Aussuchen ist ja auch ein Teil des Urlaubs. Mir in Orten online viele verschiedene Hotels ansehen und Kritiken überfliegen macht doch auch Spaß.

Wenn ich mich allerdings einmal für eins entschieden habe, dann schaue ich auch nicht mehr weiter.Ich kenne Leute, die stornieren dann mehrmals weil das nächste ja vielleicht noch ein wenig besser ist. Das wäre mir zu stressig.
Vor Ort plane ich dann die Strecke der Rundreise, aber nicht die einzelnen Aktivitäten pro Tag. Wobei, manchmal liegt es eben am Weg und man muss dann an diesem Tag genau die Besichtigung machen. Finde ich aber nicht schlimm.
Ich finde es auch gar nicht schlimm unspontan zu sein.  grin

Geht die Reise an einen einzigen Ort, dann plane ich die für mich interessantesten Sehenswürdigkeiten. Ob ich dann vor Ort Zeit und Lust dazu habe, das entscheide ich wirklich spontan.

Und früher war nicht alles besser, viele sehr schöne Orte konnte man nur mit Mühe oder gar nicht erreichen. Und mit der Anzahl der Touristen verbessert sich natürlich auch die Inrastruktur: saubere Betten, nette Restaurants, Aktivitäten...

Städte und klassische Urlaubsziele in Europa waren immer schon überlaufen, aber heute sind noch mehr Menschen mobil und können sich mehr leisten.
Ich denke noch mit Grausen an die Menschenmassen letzten Sommer in Prag...

Volker


Besser 1x selbst gesehen, als 100x über Dritte davon gehört.
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Katja

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 18.Juli 2017 22:24:54 »
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Auf der ersten gemeinsame USA-Reise, die mein Mann und ich vor mittlerweile fast 20 Jahren gemacht haben, hatten wir nur den Flug, Mietwagen und die 1. Übernachtung (damals noch über Reisebüro) vorgebucht. Vor Ort haben wir dann abends spontan etwas gesucht und gefunden. Nur an den Wochenende habe ich vorsichtshalber vorab angerufen und reserviert. Heute geht das meist nur noch in der Nebensaison, weil das Vorbuchen übers Internet so einfach geworden ist und dann für spontane Besucher nicht mehr viel frei bleibt. Wobei wir damals auch manchmal Nieten hatten, weil man das erstbeste genommen hat, das man gefunden hat, oder auch mal was Überteuertes, weil sonst auch nichts mehr frei war. Aus diesen Gründen buche ich heute auch gerne vor, nachdem ich zig Reviews gewälzt habe. Schließlich will man es schön haben im Urlaub. grin
Auf dieser ersten großen USA-Reise hatten wir einen guten Reiseführer, der uns an viele tolle Ecken geführt hat. Danach habe ich gedacht, ich habe alles gesehen und brauche nicht noch mal hin. wink Einige Jahre später hat uns das Internet gezeigt, was wir noch alles verpasst hatten, und wir waren seitdem noch mehrfach dort!
Dieses Jahr waren wir in England und hatten uns übers Internet die GPS-Daten von ein paar Dolmen und Megalith-Gräbern rausgesucht. Dann habe ich auf alten Bildern meiner Reise mit meinen Eltern vor 40 Jahren gesehen, dass wir damals schon dort waren!

Viele Grüße
Katja
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« Letzte Änderung: 19.Juli 2017 14:09:52 von Katja » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Zypresse

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Historisches zu früher und heute
« am: 19.Juli 2017 00:00:59 »
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Hmmz... da fallen wir mal wieder ein wenig aus dem Rahmen. Wieso?

* Ganz einfach, weil auch früher das Reisen mit dem Rollstuhl erheblich mehr an Vorplanung notwendig gemacht hat. Wir reisen inzwischen seit 34 Jahren gemeinsam. Unsere erste Reise ging in ein auf Rollstuhlfahrer spezialisiertes Hotel in Italien. Wir haben schnell festgestellt: unseres ist das nicht wirklich. So verplant und organisiert möchten wir unsere Tage nicht verbringen.
* Also begann die Jagd nach Informationen für Rollstuhlfahrer: haufenweise spezielle Stadtführer, immer wieder auf Reisemessen bei den verschiedenen Fremdenverkehrsämtern nach Informationen fragen und das bisschen was es gab: sammeln, sammeln, sammeln
* Dann immer wieder nach Griechenland, mit dem Auto und zunächst über den Autoput (kennt den noch jemand in der Runde?), mit abenteuerlichen Übernachtungen, wenig rollstuhlgeeignet in (Ex-)Jugoslawien. In Griechenland dann immer ab spätestens 16 Uhr die Suche nach Ferienwohnung, Hotel- oder Pensionszimmer, das mit Rollstuhl zu nutzen war... wenn bis 19 Uhr nichts gefunden war, war mindestens ich ziemlich hektisch... und die ein oder andere Nacht haben wir tatsächlich im Auto verbringen müssen.
* Dann die erste Reise in die USA - und die Entdeckung eines Reiseparadieses für Rollstuhlfahrer: umgerüstete, für Rollis selbst zu fahrende Mietwagen, überall geeignete Klos und jedes Motel hat entsprechende Zimmer. Informationen im Vorfeld durch Reiseveranstalter: waren nicht zu bekommen, alles selbst durch Luftpostbriefe in die USA erfragt.
* Australien 1998: noch ohne Internet vorgeplant, aber es gab ja Faxe... Spezialreiseführer in Australien bestellt, wurde einen Monat später per Post tatsächlich geliefert. Dann Suche nach Hotels und Nachfragen / Reservierungen per Fax... manchmal gab es eine Antwort, manchmal nicht...

Und dann kam das Internet und Reisen für uns wurde tatsächlich viel einfacher: jetzt kann ich im Vorfeld recherchieren wo es geeignete Unterkünfte gibt, ggf. Details abfragen, kann klären, welche Sehenswürdigkeiten mit dem Rollstuhl zu besuchen sind und wo wie entweder 'nen Haken hinter machen oder wo ich vielleicht allein hin möchte?
Grüße aus dem Dorf an der Düssel!
------
http://zypresseunterwegs.de
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opossum

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 19.Juli 2017 09:17:29 »
Antwort mit Zitat nach oben
Für mich ist die Welt durch das Internet zwar nun weniger überraschend, aber dafür größer geworden. Das finde ich gut: Ich mache keine minutiösen Pläne, aber ich informiere mich über Sehenswertes, Wegstrecken und Fahrdauer,  Öffnungszeiten usw.

Als mir vor etwa 25 Jahren eine Freundin erzählte, dass sie nach Bali fliegen würde, hatte ich keine Ahnung, wo das sein sollte. Sie hatte abenteuerlicherweise einfach nur den Flug gebucht und ist dann dort von Homestay zu Homestay gefahren. Ich hätte mich das damals niemals getraut.

Ich war dafür etwa zur gleichen Zeit in Syrien und Jordanien. Die Reiseunterlagen:  Von einer speziellen Agentur nach telefonischer Beratung und Übersendung von zusammenkopiertem Info-Material relativ individuell nach unseren Vorstellungen zusammengebucht. Keine Ahnung, wie wir in Städten wie Amman, Damaskus und Aleppo bei meistens nur arabisch beschrifteten Schildern die von der Agentur vorgebuchten Hotels mit unserem Mietwagen gefunden haben.

Vorher die Reise mit Mietwagen in Marokko haben wir aufgrund eines Diavortrages und einiger Telefonate mit dem damaligen Referenten geplant, den Flug übers Reisebüro gebucht und gewusst, in welches Hotel wir zuerst gehen wollten und dass die dort auch ein Auto haben, das sie vermieten.

Durch eigene Planung etwas über ein Reiseziel zu lernen, ist für mich wertvoller als zu konsumieren, was ein Reiseleiter mir so vorsetzt. Aber Gruppenreise wäre sicherlich für einige Ziele die Alternative für mich, wenn ich nicht so viele Antworten auf meine Fragen im Internet fände.

Es kann die gewachsene Erfahrung sein und die Möglichkeiten, die das Internet bietet, aber ich denke, dass ich gerade durch das Internet

- den Vorfreueffekt verstärken kann, weil ich bessere Möglichkeiten habe vorher schon herauszufinden und zu entscheiden, was ich auf einer Reise will und was nicht,
- Ziele ins Auge fasse, von denen ich ansonsten gar nicht wüsste, dass sie attraktiv und gut zu bereisen sind,
- rein theoretisch vor Ort immer noch ausreichend spontan wäre etwas zugunsten von etwas Anderem wegfallen zu lassen, wenn Wetter, Stimmung oder die Möglichkeiten vor Ort nahelegen, dass mein wohlüberlegter Plan doof ist.

Allerdings stehe ich hinter dem, was ich mir so vornehme, sodass ich bis auf Kleinigkeiten auch rückblickend bisher nur selten bereut habe etwas so gemacht zu haben, wie ich es gemacht habe.
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Ingrid
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DIE Ingrid :-)

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 19.Juli 2017 22:03:41 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: opossum am 19.Juli 2017 09:17:29
- den Vorfreueffekt verstärken kann, weil ich bessere Möglichkeiten habe vorher schon herauszufinden und zu entscheiden, was ich auf einer Reise will und was nicht,
- Ziele ins Auge fasse, von denen ich ansonsten gar nicht wüsste, dass sie attraktiv und gut zu bereisen sind,
- rein theoretisch vor Ort immer noch ausreichend spontan wäre etwas zugunsten von etwas Anderem wegfallen zu lassen, wenn Wetter, Stimmung oder die Möglichkeiten vor Ort nahelegen, dass mein wohlüberlegter Plan doof ist.

Allerdings stehe ich hinter dem, was ich mir so vornehme, sodass ich bis auf Kleinigkeiten auch rückblickend bisher nur selten bereut habe etwas so gemacht zu haben, wie ich es gemacht habe.


Hallo Birgit, schöner hätte ich es nicht ausdrücken können!  grin
Stimme vollkommen mit Deinen Aussagen überein.  kiss

Gruß
Ingrid
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BuboBubo

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Re:Filosofisches zu früher und heute
« am: 20.Juli 2017 08:17:15 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: Ingrid am 19.Juli 2017 22:03:41
Zitat von: opossum am 19.Juli 2017 09:17:29
- den Vorfreueffekt verstärken kann, weil ich bessere Möglichkeiten habe vorher schon herauszufinden und zu entscheiden, was ich auf einer Reise will und was nicht,
- Ziele ins Auge fasse, von denen ich ansonsten gar nicht wüsste, dass sie attraktiv und gut zu bereisen sind,
- rein theoretisch vor Ort immer noch ausreichend spontan wäre etwas zugunsten von etwas Anderem wegfallen zu lassen, wenn Wetter, Stimmung oder die Möglichkeiten vor Ort nahelegen, dass mein wohlüberlegter Plan doof ist.

Allerdings stehe ich hinter dem, was ich mir so vornehme, sodass ich bis auf Kleinigkeiten auch rückblickend bisher nur selten bereut habe etwas so gemacht zu haben, wie ich es gemacht habe.


Hallo Birgit, schöner hätte ich es nicht ausdrücken können!  grin
Stimme vollkommen mit Deinen Aussagen überein.  kiss

Gruß
Ingrid


So sehe ich es auch  wink

Und ich sehe auch irgendwie nicht, warum spontan reisen "besser" oder mit mehr "Leichtigkeit" verbunden sein sollte. Jede Reise ist für mich auch ein Abenteuer und dabei ist es völlig egal, ob nun Unterkünfte vorgebucht und die Route vorbestimmt ist - was ist denn das überhaupt für ein Argument oder "Qualitätskriterium"??  huh  Ich weiss i.d.R. was ich sehen / fotografieren möchte und die Zeit vor Ort an den einzelnen Etappen ist immer so grosszügig bemessen, dass auch noch viele andere Dinge entdeckt werden können, die man vorher nicht auf dem Plan hatte.

Und ich für meinen Teil bin sehr froh, keine veralteten Reiseführer (und das sind sie ja schon, wenn sie auf den Markt kommen....) und Berge von Papierprospekten mehr haben zu müssen. Das ist dann in der Tat leichter....  grin  cheesy  grin  grin

LG
Sandra

Unsere Reiseberichte - NEU: Live Reisebericht: vier Monate Neuseeland 2017
« Letzte Änderung: 20.Juli 2017 08:17:49 von BuboBubo » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Tweety

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Re:Philosophisches zu früher und heute
« am: 20.Juli 2017 09:46:52 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hallo Bärbel,

(zunächst Entschuldigung, aber ich konnte mit den "fischen"  grin zu Beginn gar nichts anfangen...)

Du sagst:
Wie haben wir das nur früher gemacht?
Wie sind unsere Eltern gereist?
Was macht eine Reise eigentlich aus?

Egal ob wir zu einer Tageswanderung aufbrechen oder eine dreiwöchige Reise durch ein ferne Land planen:
Wann hat es eigentlich angefangen, dass man jede Minute des Tages exakt durchplanen muss, jede Strecke in Google Maps abgefahren wird, jeder kleine  Wanderweg mit allen Koodinaten auf dem Handy gespeichert wird weil man den aufgestellten  Wegweisern anscheinend nicht traut, dass jedes Kopfkissen im Hotel vorher virtuell ausprobiert werden muss und von jedem Restaurant 500 Kritiken gelesen werden müssen bevor man sich endlich entscheidet dort essen zu gehen?

Internet hat vieles einfacher gemacht, aber vieles auch unheimlich kompliziert.


Früher hatte ich einen dicken Atlas auf meinen Knien, habe mir sorgfältig Routen abgeschrieben, Kilometer zusammengerechnet..., meine Eltern sind an die Ostsee gefahren, bei Schietwetter saßen wir trotzdem im Strandkorb - zwei wurden zusammengeschoben - und wir Kinder fanden das toll. Dabei wurde erzählt, gelesen (im Buch  wink )  oder Karten gespielt.

Heute bin ich froh, dass ich mir vorab Informationen, besonders Anregungen, im Netz - zB. hier  cheesy - holen kann.
Bei mir wird nie jeder Tag durchgeplant - eine schreckliche Vorstellung. Wir haben zwar unsere Route, unsere Übernachtungen sind vorgebucht - weil ich keine Stunde Urlaub mit Unterkunftssuche vergeuden möchte, weil ich schöne Unterkünfte mag - und keine spontanen Mondpreise zahlen möchte.
Haben wir alles schon gemacht - und erlebt. Ich möchte "Planungssicherheit" - und dadurch die Freiheit, meinen Tag nach Lust, Laune und Wetter zu gestalten.
Und ich habe nicht den Anspruch, jede Wegbiegung mit GPS zu erfassen oder im Gesichtsbuch schon vorab mitzuteilen, wann das Zuhause leer steht...
Aber es hat heute eben jeder die Freiheit, alles so zu tun, wie er es mag! Ob Zelt, spontan, Busreise oder Fahrrad, mit festem oder unbekannten Ziel.
Reisen- wohin und wie auch immer.
Und glaube mir: DAS ist ein sehr hohes Gut!

Viele Grüße
Christina
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